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Pressemitteilung vom 23.03.2001

Die Schmerztherapie - ein Behandlungsdefizit in Deutschland

Schmerzbehandlung
Vortrag in der Reihe "Medizin im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft"

"Die Schmerztherapie - ein Behandlungsdefizit in Deutschland" ist Thema des Vortrages von Dr. med. Uwe Richter, Chefarzt der Schmerzklinik des DRK-Krankenhauses Chemnitz-Rabenstein, der am 28. März 2001 um 17.30 Uhr im Chemnitzer Uni-Teil, Straße der Nationen 62, Hörsaal 201, stattfindet.

Zum Hintergrund: Die Zahlen an chronisch schmerzkranken Patienten nimmt in Deutschland ständig zu. Zur Zeit gibt es in unserem Land über sieben Millionen mit chronischen Schmerzen. Immer wieder wird von einer angeblichen medizinischen Übersorgung gesprochen, obwohl gerade die Schmerztherapie dagegen spricht. Es gibt zu wenige qualifizierte Einrichtungen zur Behandlung chronisch Schmerzkranker. Die Aktivität von schmerztherapeutisch interessierten Ärzten hängt ausschließlich von persönlichen Interessen und der Bereitschaft zum Engagement ab, nicht von gesundheitspolitischen Vorgaben. Dieser Tatbestand ist in besonderem Maße unverständlich, da gerade in den letzten zehn Jahren viele neue Forschungsergebnisse die Möglichkeit der Therapie chronisch Schmerzkranker verbessert hat. Zum Beispiel gibt es heute völlig neue Auffassungen in der medikamentösen Therapie. Gerade die frühzeitige Anwendung langwirksamer Morphin- und morphinähnlicher Präparate können zur dauerhaften Schmerzlinderung führen und verhindern sogar die Chronifizierung dieser Krankheitsbilder. Besonders wichtig erscheint aber die Erkenntnis, dass für eine erfolgreiche Schmerztherapie die Kombination verschiedener Methoden notwendig ist. Dazu gehören vernünftige medikamentöse Therapien, physikalische Maßnahmen, verhaltenstherapeutische Konzepte, invasive Techniken (z.B. lokale Spritzen, Schmerzkatheter und -pumpen), aber auch die Anwendung alternativer Verfahren wie Akupunktur, Schröpfen, usw. "Bei allen schmerztherapeutischen Bemühungen sollte aber der Patient immer im Mittelpunkt stehen und in jeden Schritt seiner Therapie einbezogen werden", so Dr. Richter. Hierzu sind alle Chemnitzer Bürger eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen erteilt Dr. med. Uwe Richter, Telefon (03 71)83 28 03


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