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Pressemitteilung vom 12.03.2001

Tüftler aus Südwestsachsen zapfen die Sonne an

Tüftler aus Südwestsachsen zapfen die Sonne an
Forscher, Studenten und Nutzer betreuen Solaranlage auf einem Mehrfamilienhaus

Vom 13. bis 16. März 2001 stellen Forscher der TU Chemnitz und der Hochschule Mittweida (FH) auf der Internationalen Fachmesse für Umwelttechnik und Umweltdienstleistungen TerraTec in Leipzig an einem praxisnahen Beispiel vor, wie regenerative Energien in der Altbausanierung gewinnbringend genutzt werden können. Auf dem Dach des Mehrfamilienhauses an der Chemnitzer Josephienstraße 6 hat das Mittelsächsische Kompetenzzentrum für Energiemanagement und regenerative Energien (MkfE) seit November 1998 eine komplexe solarenergetische Anlage installiert und im Anschluss deren Betreuung übernommen. Dem Kompetenzzentrum gehören die Fachgruppe Elektrische Energietechnik der Hochschule für Technik und Wirtschaft Mittweida (FH), die Professur Energie- und Hochspannungstechnik der TU Chemnitz, viele mittelständische regionale Unternehmen sowie die Hauseigentümer an.

Auf dem Neuen Messegelände Leipzig in der Halle 3, Stand F 20/H zeigen die Tüftler aus Südwestsachsen, dass sie mit der Entwicklung dieses Pilotprojektes gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen haben: Es wurde eine hochmoderne Demonstrations- und Schulungsanlage unter wissenschaftlicher Betreuung geschaffen, die die Untersuchungen zum optimalen Einsatz regenerativer Energiequellen ermöglicht und außerdem Energie für die Nutzung im Gebäude bereitstellt. Die Studenten der Chemnitzer Uni und der Mittweidaer Fachhochschule bekommen im Rahmen ihrer Ausbildung erstmals die Chance, unter "echten" Nutzungsbedingungen regenerative Energieanlagen zu testen, Messungen am Objekt vorzunehmen und die reale Abnahme der erzeugten Energie zu analysieren und zu optimieren. Damit soll auch eine stärkere Breitenwirksamkeit hochschulnaher Forschung erreicht werden.

Des Weiteren wurde aus den bereits gewonnen Ergebnissen ein Umwelt- und Energiedaten-Pool eingerichtet. Auch für die Eigentümergemeinschaft an der Josephienenstraße, die bei der Sanierung des Altbaus gleich die Anschlüsse für die Solaranlage mit verlegen lassen hat, ist der praktische Nutzen der Pilotanlage von nicht geringer Bedeutung: Warmes Wasser und Strom kommen jetzt teilweise vom Dach und über eine Wärmepumpe ihres Hauses. Energiekostenersparnis: 15 Prozent. Zusätzlich leisten die Nutzer der regenerativen Sonnenenergie einen großen Beitrag zum Umweltschutz, der jedoch nicht unmittelbar in Geld ausgedrückt werden kann. Das Projekt bedeutet einen ersten Schritt in Richtung des Konzeptes "Niedrigenergiehaus mittels Energiemanagement".

Weitere Informationen zum Projekt erteilen Prof. Dr. Werner Hiller, Professur Energie- und Hochspannungstechnik der TU Chemnitz, Telefon (03 71) 5 31 - 33 42, und Prof. Dr. Gerhard Thiem, Fachgruppe Elektrische Energietechnik der Hochschule Mittweida (FH), Telefon (03 727) 58 12 20. Eine genaue Beschreibung findet man im Internet: http://www.mkfe.de


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