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Pressemitteilung vom 03.11.2000

Supercomputer Marke Eigenbau brechen alle Schranken

Supercomputer Marke Eigenbau brechen alle Schranken
200 Experten treffen sich auf der weltweit ersten CLUSTER-Konferenz in Chemnitz

"Die Zeiten, wo der Bedarf nach sehr großer Rechen- und Verarbeitungsleistung den Kauf hochspezialisierter Supercomputer erforderte, gehen nun dem Ende entgegen." Davon ist Prof. Dr. Wolfgang Rehm, Professur Rechnerarchitektur und Mikroprogrammierung an der TU Chemnitz, felsenfest überzeugt. Auf der Basis von sogenannten Clustercomputern sei nun der maßgeschneiderte Bau von Hochleistungs- und Hochverfügbarkeitsrechnern nahezu beliebiger Größe auf der Basis handelsüblicher Personalcomputer- und Hochgeschwindigkeits-Kommunikationstechnik möglich. Dadurch ist der Bau derartiger Rechner nicht mehr nur einigen wenigen Spezialfirmen überlassen. "Je nach Anwendungsfall benötigt man oftmals nur wenig mehr Kenntnis, als zum Aufbau und Betreiben gewöhnlicher Computernetze notwendig ist. Clustercomputer haben deshalb schon oftmals das Image von Selbstbau-Supercomputern erhalten", erklärt der Chemnitzer Informatikprofessor. Und er weiß, wovon er spricht: Denn die TU Chemnitz hat erst vor wenigen Wochen gemeinsam mit der Firma Megware den schnellsten Clustercomputer Europas gebaut.

Aber nicht nur die relativ einfache und kostengünstige Herstellbarkeit haben für die zunehmende Verbreitung der Clustercomputer gesorgt, sondern auch ihre vielseitige Anwendbarkeit. Auf der Basis der Clustertechnologie können nicht nur Hochleistungsrechner für wissenschaftlich-technische Simulationen konfiguriert werden, wie beispielsweise die Simulation von Autocrashtests oder Verbrennungsprozessen in Motoren, sondern weit darüber hinaus. Auch große Datenbank-Server in den Bereichen Data Mining, Dataware Housing, E-Business aber auch großer Web-Informations- oder Videoserversysteme sind so recht preisgünstig zu haben.

"Cluster Computing ist ein noch junges und hochinnovatives Feld und gerade deshalb sind noch viele Probleme zu lösen", erklärt Prof. Rehm. Die TU Chemnitz liefere seit Jahren international anerkannte Beiträge auf diesem Gebiet. Deshalb gingen auch von Prof. Rehms Forschergruppe entscheidende Impulse zur Initiierung und Durchführung einer internationalen technologietransfer-orientierten Konferenzserie im Bereich des "Cluster Computing" aus. Die weltweit erste Konferenz zu diesem Thema - die "CLUSTER 2000" - findet vom 28. November bis 2. Dezember 2000 an der TU Chemnitz statt. Alle, die in der internationalen Fachwelt Rang und Namen haben - sei es im universitären Umfeld, in nationalen und industriellen Forschungsinstituten sowie in der industriellen Praxis - treffen sich in Chemnitz um aktuelle Themen zu diskutieren. Dazu zählen laut Prof. Rehm Hardwaretechnologien für Clustercomputer, Hochgeschwindigkeits-Kommunikationsnetze, Konfigurations- und Managementtools, Programmiertools, Cluster Middleware, Cluster Anwendungen (Wissenschaft, Kommerz, Web), Betriebssysteme und Systemsoftware, Parallele Platten- und Filesysteme sowie Lastverteilung und Leistungsbewertung.

Alle Infos zur Tagung finden Interessenten im Internet unter http://www.tu-chemnitz.de/cluster2000 . Das Konferenzprogramm beinhaltet nicht nur Fachvorträge und Posterdiskussionen. Als "Technologietransferkonferenz" schließt sie auch Ausstellungen und Präsentationen namhafter Firmen ein. Darüber hinaus werden Tutorials zu aktuellen Themen des Cluster Computing angeboten. Interessenten aus den Bereichen Wissenschaft, Industrie und der Geschäftswelt sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Erwartet werden über 200 Experten.

Weitere Informationen: TU Chemnitz, Fakultät für Informatik, Straße der Nationen 62, 09107 Chemnitz, Prof. Dr. Wolfgang Rehm, Tel. (03 71) 5 31-14 20, Fax (0371) 5 31-18 06, E-Mail: rehm@informatik.tu-chemnitz.de


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