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Pressemitteilung vom 12.07.2000

Investition in die Zukunft Sachsens ist gefährdet

Investition in die Zukunft Sachsens ist gefährdet
TU Chemnitz kritisiert Sparpläne der Staatsregierung und fordert konstruktiven Dialog

Der Senat und das Konzil der Technischen Universität Chemnitz äußerten sich gestern in einer gemeinsamen Erklärung zu den geplanten Sparmaßnahmen der Sächsischen Staatsregierung. Beide Gremien befürchten, dass ohne eine Reduzierung der geplanten Kürzungen von mehr als 1.000 Stellen bis zum Jahr 2008 und ohne strukturierte Vorgaben bei deren Realisierung neben dem direkten Schaden für die Hochschulen und den Freistaat Sachsen ein Stillstand in Forschung und Lehre eintreten wird. Dies könnte unter anderem mit einer Abwanderung von Spitzenwissenschaftlern und jungen Nachwuchswissenschaftlern einhergehen.

Obwohl man sich auch an der TU Chemnitz durchaus bewusst ist, dass Einsparungen zur Konsolidierung des Staatshaushaltes erforderlich sind und dass die Hochschulen davon nicht ausgeschlossen bleiben können, fordern der Senat und das Konzil die Staatsregierung und alle politisch Verantwortlichen auf, die Einsparungen so zu gestalten, dass auch weiterhin Wissenschaft und Bildung die entscheidenden Faktoren im Freistaat bleiben. Hochschulförderung ist eine Investition in die Zukunft und dürfe sich nicht vordergründig an Studentenzahlen orientieren. So sind es gerade die Hochschulen, die in ihren Regionen innovative Arbeitsplätze schaffen. Auch an den Hochschulen selbst wirbt jeder vom Freistaat Sachsen finanzierte Wissenschaftler im Durchschnitt eine weitere Drittmittel-Stelle ein.

Die Chemnitzer Universität signalisierte deshalb Gesprächsbereitschaft für einen konstruktiven Dialog mit der Staatsregierung und der Sächsischen Hochschulentwicklungskommission. Mit den Hochschulen solle ein behutsames Vorgehen bei einem Stellenabbau abgestimmt werden.

Konzil und Senat der TU Chemnitz sind weiterhin der Ansicht, dass es Ziel des Freistaates sein muss, den erfolgreichen Modernisierungsprozess an der Chemnitzer Universität weiter voranzutreiben und insbesondere die zukunftsorientierte wechselseitige Annäherung und Verknüpfung von Technik- und Naturwissenschaften mit den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zu stärken.


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