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Pressemitteilung vom 29.11.1999

Bürgerrechtler Markus Meckel spricht an Chemnitzer Uni

Politik und Zeitgeschichte

Bürgerrechtler Markus Meckel spricht an Chemnitzer Uni

Markus Meckel, einer der führenden Bürgerrechtler der ehemaligen DDR, kommt am 29. November 1999, an die Technische Universität Chemnitz. Um 18.15 Uhr spricht er im Hauptgebäude, Straße der Nationen 62, Hörsaal 201, über seinen Weg in die DDR-Opposition und über seine Zeit nach der Wende. Dabei wird er auch darlegen, was er sich 1989 gewünscht hat, was davon eingetreten ist und was nicht.

Der Vortrag ist Teil der Ringvorlesung "1989/1990 - 1999/2000: Revolution in der DDR - und zehn Jahre danach", die der Chemnitzer Parteien- und Extremismusforscher Prof. Dr. Eckhard Jesse organisiert hat. Dabei werden bis zum Februar 2000 jeweils dienstags nahezu alle führenden Bürgerrechtler über ihr Leben in und nach der DDR berichten. Dazu sind alle Bürger herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Eine Liste der Referenten und Termine finden Sie in der Pressemitteilung Nr. 140/99 unter http:// www.tu-chemnitz.de/tu/presse//1999/10.06-16.38.html

Zur Person:

Der 1952 geborene Markus Meckel war in den achtziger Jahren einer der führenden Oppositionellen der DDR. Wegen seines politischen Eigensinns flog der Pfarrerssohn 1969 von der Oberschule, die (vom Staat nicht anerkannte) Hochschulreife holte er am Kirchlichen Oberseminar in Potsdam nach. Von 1971 bis 1978 studierte er in Naumburg und Berlin Theologie. Er arbeitete zunächst als Hausmeister und befasste sich privat mit den Philosophen Hegel und Nietzsche. 1980 wurde er Vikar, dann ab 1982 Pfarrer im mecklenburgischen Vipperow. Von 1988 bis 1990 leitete er die Ökumenische Begegnungs- und Bildungsstätte in Niederndodeleben bei Magdeburg. Seit den siebziger Jahren arbeitete er in Oppositionsgruppen mit, sprach auf Friedensseminaren und in Menschenrechtszirkeln. Dabei bemühte er sich, die einzelnen politischen Gruppen miteinander zu vernetzten. Am 7. Oktober 1989 gründete Meckel gemeinsam mit Martin Gutzeit, den er noch aus seiner Studienzeit kannte, und weiteren Freunden die "Sozialdemokratische Partei in der DDR" (SDP), für die er auch am "Runden Tisch" saß. Von April bis Juni 1990 war er Vorsitzender der SPD-Ost, die er auch in der einzigen frei gewählten Volkskammer vertrat. Von April bis August 1990 war er außerdem Außenminister der DDR. Seit Oktober 1990 sitzt Meckel für die SPD im Bundestag. Im Dezember 1994 rückte er in deren Fraktionsvorstand auf. Bis 1998 war er Sprecher seiner Partei in der Bundestagskommission zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte. Derzeit sitzt er dem Stiftungsrat der "Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur" und der deutsch-polnischen Abgeordnetengruppe vor. Unter http://home.t-online.de/home/MarkusMeckel/ findet man seine Homepage im Internet.

Hinweis für die Medien: Wir vermitteln Ihnen am 29. November gern einen Interview-Termin mit Markus Meckel. Rufen Sie uns bitte an.

Weitere Informationen: Technische Universität Chemnitz, Philosophische Fakultät, Fachgebiet Politikwissenschaft, Reichenhainer Str. 41, 09126 Chemnitz, Prof. Dr. Eckhard Jesse, Tel.: 0371/531-2179; Fax: 0371/531-4094; e-mail: eckhard.jesse@phil.tu-chemnitz.de


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