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Pressemitteilung vom 17.09.1999

6. Heraeus-Ferienkurs: Abtauchen in die Welt der Atome

Abtauchen in die Welt der Atome
50 Physikstudenten verbringen ihre Ferien an der Chemnitzer Uni

Sie gilt als die größte private Stiftung auf dem Gebiet der Physik: die Heraeus-Stiftung in Hanau. Eines der geförderten Projekte sind die WE-Heraeus-Ferienkurse für Physik, die seit 1991 in den neuen Bundesländern stattfinden. Sie richten sich an Studenten höherer Semester und an Doktoranden. In den Kursen werden nicht nur die aktuellsten Forschungsthemen aus der Physik angeschnitten; sie bieten auch eine glänzende Möglichkeit für Studenten aus Ost und West, sich näher kennen zu lernen. In den letzten sechs Jahren immer dabei: die Chemnitzer Uni - ein Beleg für das Ansehen der hiesigen Physiker. Thema der Sommerschule in diesem Jahr - sie findet vom 20. September bis zum 1. Oktober statt - sind moderne Mikroskopieverfahren mit höchster Auflösung. Und weil die Chemnitzer Uni auf dem Gebiet der "sehr kleinen Strukturen" in Deutschland als führend gilt, gibt es am Institut für Physik auch ein supermodernes elektronenmikroskopisches Labor. Hier steht zum Beispiel ein Durchstrahlungs-Elektronenmikroskop, das nicht nur die Anordnung der Atome in verschiedenen Proben sichtbar machen kann, sondern durch ein spezielles Elektronen-Energiefilter auch deren genaue Bestimmung ermöglicht. Zur Untersuchung von natürlichen und veredelten Oberflächen stehen mehrere Rastersondenmikroskope zur Verfügung, deren Möglichkeiten in einigen Fällen erst hier an der TU Chemnitz erkannt und angewandt wurden. Der Heraeus-Kurs führt Anfänger in Theorie und Praxis dieser Mikroskopien ein. Mehr als 50 Teilnehmer haben sich dazu angemeldet, die von hochkarätigen Wissenschaftlern betreut werden. Diese kommen teils von der Chemnitzer Uni, teils reisen sie eigens für ein oder zwei Tage von anderen Universitäten und Forschungsinstituten aus dem In- und Ausland an, um sich um die Nachwuchswissenschaftler zu kümmern. Im Kurs lernen die Teilnehmer zum Beispiel, wie die mikroskopischen Verfahren im Einzelnen funktionieren, wie mikroskopische Bilder auszuwerten sind, um falsche Schlussfolgerungen zu vermeiden, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Mikroskopieverfahren haben und wie man sie gezielt für die richtigen Fragestellungen einsetzt. Dabei kommen auch wirtschaftliche Fragen nicht zu kurz. Schließlich spielt es eine immer größere Rolle, schnellstens Fehler zu erkennen, die nicht nur mikroskopisch sondern häufig auch submikroskopisch klein sind.

Weitere Informationen: Technische Universität Chemnitz, Institut für Physik, Reichenhainer Str. 70, 09107 Chemnitz, Prof. Michael Hietschold, Tel. 0371/531-3203, Fax 0371/531-3077, E-Mail: hietschold@physik.tu-chemnitz.de


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