Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
Pressemitteilungen
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion 

Pressemitteilung vom 23.08.1999

MATERIALICA ´99: Diamantkörner kämpfen gegen Risse

Diamantkörner kämpfen gegen Risse
Chemnitzer Werkstoffexperten lösen Probleme beim Löten von Metall und Keramik

Ohne keramische Hochleistungswerkstoffe kommen heutzutage die Elektrotechnik und Elektronik, der Motoren- und Reaktorbau aber auch der Werkzeugmaschinenbau nicht mehr aus. Grund: Diese Werkstoffe zeichnen sich durch eine hervorragende Beständigkeit unter mechanischer, thermischer und chemischer Beanspruchung aus. In den letzten Jahren hat sich das Aktivlöten immer mehr in der Industrie etabliert, um Hochleistungskeramik und Metall schnell und wirtschaftlich in einem Arbeitsgang zu fügen. Die dem Lot zulegierten Aktivelemente wandeln dabei die Keramikoberfläche so um, dass diese vom Lot benetzt und somit gelötet werden kann. Dabei können jedoch auf Grund der unterschiedlichen Wärmeausdehnung von Metall und Keramik thermische Eigenspannungen entstehen. Risse in der Keramik sind nicht selten die Folge. Erhöhter Ausschuss und Unsicherheiten in der Anwendung führten in der Vergangenheit dazu, dass sich dieses Verfahren nur schwer durchsetzt.

Wissenschaftler der Professur Verbundwerkstoffe der TU Chemnitz entwickelten nun einen neuen Verbundwerkstoff aus Aktivlotmaterial und geeigneten Verstärkungskomponenten, mit dem die Loteigenschaften gezielt beeinflusst werden können. Materialien für die Verstärkung sind beispielsweise Kohlenstoff-Fasern, Diamant-Partikel und Gewebe aus keramischen Materialien. "Durch den neuen Verbundwerkstoff wird nicht nur die Qualität der Lötverbindung deutlich verbessert, auch die Festigkeit wird höher", versichert Forschungsleiter Prof. Dr. Bernhard Wielage. Das Verfahrensprinzip lasse sich aber auch auf andere Lotmaterialien, wie zum Beispiel Weichlote, übertragen.

Vom 27. bis 30. September 1999 präsentieren die Werkstoffexperten der TU Chemnitz ihre neuen Aktivlotmaterialien auf der MATERIALICA 99 in München, Halle B1, Neue Messe München, Stand 419.

Weitere Informationen erteilen: Prof. Dr. Bernhard Wielage, Telefon 03 71/5 31-61 69, Fax 03 71/5 31-61 79, E-Mail: bernhard.wielage@wsk.tu-chemnitz.de , oder Dr. Holger Klose, Telefon 03 71/5 31-52 32, E-Mail: holger.klose@wsk.tu-chemnitz.de , im Internet unter http://www.wsk.tu-chemnitz.de/wsk/forschung/aktivloeten/default.htm , oder vom 27. bis 30. September 1999 auf der MATERIALICA 99 in München, Halle B1, Neue Messe München, Stand 419.

Fotos zum Text: In der Pressestelle der TU Chemnitz können Sie honorarfrei ein Foto anfordern (Bildtext: Dr. Luis Martinez und Dr. Holger Klose (v.l.) gehören zum Team der Chemnitzer Forscher, die in den vergangenen Monaten ein neues Aktivlotmaterial entwickelten. Beispielsweise optimierten sie Lotmaterialien für die Werkzeugfertigung)


  • Werbedisplay zur Online-Befragung

    TUCpanel 2026 ist gestartet!

    Vom 27. April bis zum 8. Mai 2026 haben Studierende der TU Chemnitz die Möglichkeit, ihre Studienbedingungen im Rahmen einer universitätsweiten Online-Befragung aktiv mitzugestalten …

  • BildbeschDrei Mädchen stehen in einer Reihe vor einem Experiment

    Technik erleben: Girls’Day 2026 an der TU Chemnitz

    Großes Interesse an MINT-Angeboten – Schülerinnen sammelten beim diesjährigen Girls´Day praxisnahe Erfahrungen in Technik und Wissenschaft …

  • Porträt einer Frau

    Im Fokus: Bedroh­liche Veränderungen der politischen Kultur

    Prof. Dr. Susanne Rippl vom Arbeitsbereich Politische Soziologie der TU Chemnitz ist Co-Autorin eines Buches, das aufzeigt, wie rechte Narrative die Demokratie unterwandern …

  • Porträt eines Mannes

    Schichtungen im Moment des Hörens

    Konzertsymposium „Schichtungen: Chemnitz, Berlin, Wien. In memoriam Peter Ablinger“ bringt vom 21. bis zum 22. Mai 2026 internationale Komponisten und Interpreten, Installationen, Konzeptkunst und wissenschaftliche Perspektiven an die TU Chemnitz und in die Kunstsammlungen Chemnitz …