Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
Pressemitteilungen
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion 

Pressemitteilung vom 11.08.1999

Powtech in Nürnberg (5.-7.10.99): Alarm im richtigen Moment

Alarm im richtigen Moment
TU Chemnitz präsentiert Überwachungssystem auf der "Powtech" in Nürnberg

Was haben Werkzeugmaschinen, Kraftwerke und Montageanlagen gemein? Sie können nicht mitdenken und fühlen auch nicht, wenn in ihrem Inneren etwas defekt ist. Ohne Experten, die regelmäßig die Sicherheit überprüfen, kommen diese Systeme oft nicht aus. Erfahrene Ingenieure und Bediener erkennen zwar unerwünschte Schwingungen häufig frühzeitig am Geräusch oder an der Vibration. Doch was passiert, wenn zum Beispiel die Temperatur in einem System kritische Werte erreicht und der Säuregehalt der Flüssigkeit im gleichen System plötzlich zu hoch wird.

Eine Arbeitsgruppe um Prof. Steffen Bocklisch und Dipl.-Ing. Jan-Olaf Sehm hat eine robuste und hochleistungsfähige Überwachungseinrichtung entwickelt, mit der bis zu zehn Meßgrößen gleichzeitig verarbeitet und kontrolliert werden können. Die sogenannte "Klassifikatorbox" arbeitet nicht auf der Basis komplizierter mathematischer Modelle sondern auf Grundlage der Klassifikations-Methode, bei der verschiedene Merkmale eines Systems exakt strukturiert und beschrieben werden. Derartige Merkmale können etwa Qualitätsklassen eines Erzeugnisses, Verschleißzustände einer Baugruppe oder Betriebszustände einer Maschine sein. Solange alles normal läuft, überwacht die Box lediglich den Betrieb der Maschinen und Anlagen. Tauchen jedoch Unregelmäßigkeiten auf, werden sie sofort von einem Mikrocontroller in der Klassifaktorbox erkannt. Die Systemtheoretiker der TU Chemnitz präsentieren ihre Klassifikatorbox vom 5. bis 7. Oktober 1999 auf der Powtech, Internationale Fachmesse für mechanische Verfahrenstechnik und Analytik, in Nürnberg (Halle 8, Stand 8-613).

"Natürlich muss man der Box erst beibringen, was ein kritischer Zustand ist und wann auf welche Art und Weise Alarm geschlagen werden muss", meint Jan-Olaf Sehm. Das geschehe, indem man zum Beispiel die Maschine absichtlich mit Überlast fährt oder mit lockeren Schrauben betreibt und genau in dieser Phase wichtige Messgrößen erfaßt. Jedoch funktioniert diese Lernmethode nicht bei jeder Anlage. Dazu Sehm: "In einem Kernkraftwerk würde man beispielsweise nie ein System in einen kritischen Zustand bringen." In solchen Fällen werden bestimmte Grenzzustände von Hand in den Computer eingegeben.

Vertrieben wird die Klassifikatorbox über die GWT (Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer der TU Dresden mbH), Chemnitzer Straße 48b, 01187 Dresden, Telefon 0351/463-5872, Telefax 0351/463-1722. Weitere Informationen erteilt Dipl.-Ing. Jan-Olaf Sehm, Tel. (03 71) 5 31-47 03, Telefax (03 71) 5 31-34 26, E-mail: contact@gwt-tud.de

Foto zum Text: In der Pressestelle der TU Chemnitz können Sie honorarfrei ein Foto anfordern (Bildtext: Jan-Olaf Sehm von der Professur für Systemtheorie der TU hält die neue Klassifikatorbox in der Hand, mit der Störgrößen an einem Getriebe schnell erkannt werden können).


  • Werbedisplay zur Online-Befragung

    TUCpanel 2026 ist gestartet!

    Vom 27. April bis zum 8. Mai 2026 haben Studierende der TU Chemnitz die Möglichkeit, ihre Studienbedingungen im Rahmen einer universitätsweiten Online-Befragung aktiv mitzugestalten …

  • BildbeschDrei Mädchen stehen in einer Reihe vor einem Experiment

    Technik erleben: Girls’Day 2026 an der TU Chemnitz

    Großes Interesse an MINT-Angeboten – Schülerinnen sammelten beim diesjährigen Girls´Day praxisnahe Erfahrungen in Technik und Wissenschaft …

  • Porträt einer Frau

    Im Fokus: Bedroh­liche Veränderungen der politischen Kultur

    Prof. Dr. Susanne Rippl vom Arbeitsbereich Politische Soziologie der TU Chemnitz ist Co-Autorin eines Buches, das aufzeigt, wie rechte Narrative die Demokratie unterwandern …

  • Porträt eines Mannes

    Schichtungen im Moment des Hörens

    Konzertsymposium „Schichtungen: Chemnitz, Berlin, Wien. In memoriam Peter Ablinger“ bringt vom 21. bis zum 22. Mai 2026 internationale Komponisten und Interpreten, Installationen, Konzeptkunst und wissenschaftliche Perspektiven an die TU Chemnitz und in die Kunstsammlungen Chemnitz …