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Pressemitteilung vom 22.10.1998

Ringvorlesung "Medizin im Spannungsfeld" geht in 2. Runde

Technik in der Medizin ohne Grenzen
Vortragsreihe von Klinikum Chemnitz und Technischer Universität wird fortgesetzt

Die Vortragsreihe "Medizin im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft", die Anfang 1998 das Klinikum Chemnitz und die TU Chemnitz auf die Beine gestellt haben, wird in der nächsten Woche fortgesetzt. Ab 27. Oktober 1998 werden Experten aus Medizin und Technik immer am letzten Mittwoch der folgenden vier Monate (Ausnahme: 16. Dezember) über aktuelle Themen aus ihrem Fachgebiet sprechen. Auf Wunsch der Hörer wurde der Beginn der Veranstaltungen um zwei Stunden vorverlegt: Die Vorträge starten nun bereits um 17.30 Uhr im Hörsaal 201 des Hauptgebäudes der Technischen Universität Chemnitz, Straße der Nationen 62. In deren Anschluß kann natürlich wieder fleißig diskutiert werden.

Auch in dieser Vortragsstaffel geht es nicht darum, "Ferndiagnosen für Krankheiten aller Art" zu stellen, meint Priv.-Doz. Dr. med. habil. Johannes Schweizer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I im Chemnitzer Küchwald-Krankenhaus: "Wir wollen durch die Vorträge die Bürger in und um Chemnitz für neue Problemstellungen rund um die Medizin sensibilisieren und informieren." Und Dr. Schweizer ist auch dieses Semester wieder der erste, der den Reigen der Experten eröffnet. Er spricht am 27. Oktober über "Technik in der Medizin ohne Grenzen - quo vadis Medizin?" und beschreibt dabei das Spannungsfeld zwischen Naturwissenschaft und "Medizinmann".

Worum geht es in seinem Vortrag? Durch zahlreiche neue technische Entwicklungen sind in der Medizin viele Möglichkeiten für die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen geschaffen worden. So konnten in den letzten Jahren wichtige Krankheitsprozesse wie die Infektionserkrankungen, die Arteriosklerose sowie Alterungsprozesse bis in die Grundlagen hinein erhellt werden. Doch trotz dieser phantastischen technischen Möglichkeiten zeigt sich in den hochentwickelten Industriegesellschaften eine Tendenz, daß zunehmend Patienten nach alternativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der Medizin, die teilweise nicht wissenschaftlich unterlegt sind, suchen und teilweise sogar diese Form der medizinischen Behandlung wünschen. Der Vortrag versucht zu zeigen, worin die Ursachen der Abkehr von der Schulmedizin liegen können und welche Gefahren sich für den Patienten entwickeln können, wenn wichtige Erkenntnisse der klassischen Schulmedizin vernachlässigt werden. Des weiteren werden einige Probleme, die bei der Übertechnisierung in der Medizin sowohl für Patienten als auch für den Arzt und für die Gesellschaft entstehen können, diskutiert.

In den folgenden Monaten stehen aber noch viele weiter interessante Themen auf dem Plan der Vortragsreihe an der Uni: Im November geht es beispielsweise um die Beanspruchungsanalyse und Optimierung des Verbundes von Oberschenkelknochen und Hüftgelenkendoprothese. "Herzversagen - und trotzdem weiterleben?" - das ist das Dezemberthema, wo Möglichkeiten des Kunstherzeinsatzes und der Transplantationsmedizin vorgestellt werden. Einen Monat später werden die biologischen Leistungsreserven des Menschen und die Grenzen und Gefahren des Sports beleuchtet. Und die "Umsetzung technischer Lösungen in die Medizin - die nicht endende Geschichte vom Zauberlehrling?" zieht im Februar die Besucher in den Hörsaal.


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