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Pressemitteilung vom 04.05.1998

Von Technik, die man nicht den Männern überlassen sollte

Technik ist viel zu wichtig, als daß man sie den Männern allein
überlassen sollte Veranstaltung für Schülerinnen an der Uni - Lesebuch "Frauen in der Technik" erschienen

(Pressemitteilung 103/98)

Um Abiturientinnen die Technik und auch die Naturwissenschaften schmackhafter zu machen, lädt die Zentrale Studienberatung der TU Chemnitz innerhalb des "Offenen Sommersemesters" zu einem Meeting "Frauen in der Technik" ein. Unter dem Motto "Technik ist viel zu wichtig, als daß man sie den Männern allein überlassen sollte" zeigen Studentinnen am 7. Mai 1998 in der Reichenhainer Str. 70 Raum B3 (Rühlmann-Bau) um 16.00 Uhr "Technik zum Anfassen". Außerdem berichten Chemnitzer Hochschulabsolventinnen über ihre Erfahrungen im Studium und ihre jetzige berufliche Tätigkeit. Natürlich wird auch ein umfassender Einblick in die Studienmöglichkeiten der Ingenieur- und Naturwissenschaften an der Chemnitzer Uni gegeben.

Warum diese Aktion: Ohne Technik funktioniert kein Internet und auch kein CD-Player. Auch Sportschuhe, T-Shirts und Moutainbikes lassen sich ohne Maschinen nicht herstellen. Selbst das Frühstücksbrötchen kommt heute oft aus einem High-Tech-Backofen. "Ohne Technik und Maschinen und vor allem ohne die Frauen, welche die Technik entwickeln, kommen wir nicht mehr aus", meint Dr. Ina Meinelt von der Zentralen Studienberatung der TU Chemnitz: "Frauen sind heute mehr als früher gefordert, aktiv Verantwortung für die Technik zu übernehmen und Technik zu gestalten" Dabei hat Frau die Qual der Wahl, denn die Berufsbilder sind äußerst vielfältig. Allerdings wird die Ingenieurtätigkeit, so Dr. Meinelt, noch immer von vielen als Männerberuf empfunden. Schülerinnen, Abiturientinnen und insbesondere ihr Umfeld sehen schon bei der Berufswahl das zukünftige Tätigkeitsfeld weniger in technischen bzw. naturwissenschaftlichen Bereichen.

Mit den teilweise dahinterstehenden Vorurteilen setzt sich das neue Lesebuch "Frauen in der Technik" der Technischen Universität Chemnitz auseinander. Die Lektüre soll Frauen dazu ermutigen, sich mit diesen Berufen intensiver zu befassen. In dieser Broschüre stehen also Frauen mit ihren ganz persönlichen Erfahrungen im Mittelpunkt. Ihre Berichte zeigen auf, daß die "Ingenieurtätigkeit keine Männerdomäne ist" (Dr.-Ing. Ulrike Günther) obwohl es manchmal immer noch "verdutzte Blicke auf die Visitenkarte" (Dr.-Ing. Verena Kräusel) gibt. Das Lesebuch "Frauen in der Technik" kann direkt und kostenlos von der Zentralen Studienberatung der TU Chemnitz, Telefon (03 71) 5 31-18 40, bezogen werden.


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