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Europäische Geschichte studieren in Chemnitz
Nebenfach "Mittelalterstudien"
Europäische Geschichte studieren in Chemnitz 

Nebenfach "Mittelalterstudien"

 

 

Mittelalterstudien in Chemnitz

Im Nebenfach Mittelalterstudien werden verschiedene Aspekte zu Literatur, Kultur und Geschichte des Mittelalters beleuchtet. Dazu gehören etwa die politische Geschichte der Epoche, die Alltagsgeschichte, die Geschichte von Kulturkontakten und kulturgeschichtliche Entwicklungen in Europa.

Im Sinne des historischen Vergleichs und der Epoche Mittelalter als „das nächste Fremde" befähigt das Nebenfach die Studierenden auch zur kritischen Analyse ihrer Gegenwart, in der bekanntlich vielfältige Konzepte von ‚Mittelalter‘ virulent sind und allenthalben sichtbar werden. Durch den historischen Vergleich wird die Beschäftigung mit dem Mittelalter so zu einer wichtigen Grundlage zum Verständnis der Gegenwart.

Dies wird auch durch die im Nebenfach vermittelten Kompetenzen verstärkt: Der Umgang mit Texten und Quellen des Mittelalters schult die Absolventinnen und Absolventen in Kompetenzen, die für ihre berufliche Laufbahn in der Gegenwart wichtig sind. Hierzu zählen ein Verständnis etwa von Historizität, Perspektivität, Literarizität und den verschiedenen Bezugnahmen und Verbindungen zwischen unserer Moderne und dem Mittelalter. Ohne Mittelalter gibt es keine Moderne und ohne ein Verständnis von Mittelalter bleibt das Verständnis der Moderne begrenzt.

 

Aufbau des Nebenfachs

Das Nebenfach erschließt die Felder mediävistischen Wissens durch eine disziplinär-solide Einführung in die fachspezifischen Methoden und die Spezifik der jeweiligen Quellengattungen in interdisziplinärer Vielfältigkeit.

Die Studierenden werden in die Methoden und Theorien

- der Geschichtswissenschaft eingeführt, was ihnen ermöglicht, historische Ereignisse und deren Kontexte kritisch zu analysieren.

- der Germanistik eingeführt, was ihnen ermöglicht, literarische Texte des Mittelalters und deren Kontexte kritisch zu analysieren. Hierbei spielt die Interdisziplinarität eine wesentliche Rolle.

Einen standortbezogenen Schwerpunkt setzt das Curriculum mit dem Bereich der Rezeption des Mittelalters und der Frühen Neuzeit: den Mittelalterbildern in Renaissance, Romantik und Moderne, der kritischen Auseinandersetzung mit mittelalterlichen Strukturen und deren Einfluss auf heutige Gesellschaften sowie der literarischen und künstlerischen Mittelalterrezeption. In interdisziplinärem Zugang verbinden sich historische und literaturwissenschaftliche Ansätze unter Einbeziehung weiterer geistes- und kulturwissenschaftlicher Perspektiven.

 

Basismodule vermitteln sprachliche, literaturhistorische und historische Grundlagen. Vertiefungsmodule ermöglichen eine fachwissenschaftliche Spezialisierung mit exemplarischen Tiefenbohrungen. Mit den Ergänzungsmodulen besteht die Möglichkeit zur individuellen Schwerpunktsetzung im interdisziplinären Angebot. Hier werden die Studierenden zudem an die aktuelle Forschung herangeführt und erhalten die Möglichkeit, ihre erworbenen Kompetenzen auf einer Tagesexkursion unter Beweis zu stellen.

Ansprechpartner*innen

Portrait: Dr. Sylvia Jurchen
Dr. Sylvia Jurchen

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