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Professur Maschinenelemente und Produktentwicklung
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Neuigkeiten

IKAT holt dritten Platz auf FVA Infotagung

16.02.2026

Auf der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) Infotagung vom 9.–10. Dezember 2025 war das IKAT mit einer Vielzahl von Fachvorträgen vertreten und unterstrich damit einmal mehr seine starke Präsenz in der antriebstechnischen Forschungsgemeinschaft.

Besonders hervorzuheben ist der Beitrag von Herrn Muhammedi zum Thema „Neukonzeptionierung DIN 6892“. In seinem Vortrag adressierte er die Drehmomentübertragbarkeit von Passfederverbindungen unter Berücksichtigung einer plastischen Verformung der Wellennut – ein Ansatz, der sowohl wissenschaftlich fundiert als auch klar praxisorientiert ist. Die vorgestellten Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der normativen Auslegung von Passfederverbindungen und stießen auf großes Interesse im Fachpublikum.

Die Qualität und Relevanz des Beitrags spiegelte sich auch in der Bewertung durch die Teilnehmenden wider: Herr Muhammedi erreichte einen hervorragenden dritten Platz im Rahmen der Vortragsprämierung der Tagung. Diese Auszeichnung würdigt nicht nur die persönliche Leistung des Referenten, sondern steht zugleich für die hohe wissenschaftliche Qualität der am IKAT erzielten Forschungsergebnisse.

Die Resonanz auf der Tagung zeigt deutlich, dass die Arbeiten des IKAT auf breites Interesse in Industrie und Forschung stoßen. Der gezielte Praxistransfer ist dabei eine wesentliche Säule unserer Forschungsstrategie: Erkenntnisse aus der Grundlagen- und Methodenforschung werden systematisch in anwendungsnahe Lösungen überführt und aktiv in die Fachcommunity eingebracht.

Wir danken der FVA herzlich für die hervorragende Organisation der Infotagung und gratulieren Herrn Muhammedi sehr herzlich zu seinem ausgezeichneten dritten Platz.

Einladung zum 15. SAXSIM: Fachtagung Saxon Simulation Meeting am 17. März 2026 in Chemnitz

10.02.2026

Das branchenübergreifende Sächsische Simulationsanwendertreffen SAXSIM (Saxon Simulation Meeting) lädt am 17. März 2026 Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen in das Zentrale Hörsaal- und Seminargebäude der Technischen Universität Chemnitz ein. Bereits zum 15. Mal bietet die etablierte Fachveranstaltung eine Plattform für den Austausch zu aktuellen Simulationstechnologien, Modellierungsmethoden und innovativen Anwendungen aus Forschung und Industrie.

Das SAXSIM hat sich als wichtiges Forum für Expert:innen entlang der gesamten Wertschöpfungskette etabliert – von der wissenschaftlichen Grundlagenforschung über die Produktentwicklung bis hin zur industriellen Praxis. In zahlreichen Fachvorträgen werden aktuelle Forschungsansätze, Best-Practice-Beispiele sowie konkrete Anwendungen präsentiert. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem:

• Modellbasiertes Systems Engineering
• CAE sowie Mehrkörper-, FEM- und CFD-Simulationen
• Digitale Zwillinge und KI-gestützte Simulationsmethoden
• Mensch-Maschine-Interaktion und digitale Menschmodelle

Die Tagung wird von der Fakultät für Maschinenbau – Technische Universität Chemnitz ausgerichtet und fachlich durch das ICM – Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V. unterstützt.

Bereits am Vortag, dem 16. März 2026 ab 14:30 Uhr, findet ein begleitendes Rahmenprogramm mit Workshops, Institutsführung und Meet & Greet statt. Parallel zu den Fachvorträgen am 17. März wird zudem ein COMSOL-Multiphysics-Workshop zur Erstellung digitaler Zwillinge und Simulations-Apps angeboten.

Die Anmeldung ist bis zum 27. Februar 2026 unter folgendem Link: mytuc.org/jrmv möglich.

IKAT auf dem PA AK Gleitlager in Frankfurt am Main

03.02.2026

Beim gemeinsamen Arbeitskreis Gleitlager der Forschungsvereinigungen FVV und FVA beim VDMA wurden die Ergebnisse des Projektes „Kombilager II“ FVA 884 II durch Herrn Friedrich vorgestellt. Zudem gab es ein Update zum Vorhaben „Gleitlagersystemtoleranzen“ FVA 803 III von Herrn Ebermann. Für 2026 sind weitere Projekte geplant – u. a. zum Losringlager sowie ein Folgeprojekt zur Schmierstoffqualifizierung, deren Planung Herr Prase vorgestellt hat.

Technik-Zuwachs aus der Slowakei: Schaeffler spendet Prüfstand für die Forschung

27.01.2026

Dank einer großzügigen Spende der Firma Schaeffler konnten wir kürzlich einen Wälzlagerprüfstand an deren Standort in Skalica abholen. Nach einem symbolischen Handschlag vor Ort wurde die Anlage sicher verladen, wobei unsere Fahrbereitschaft das schwere Gerät souverän durch die logistischen Herausforderungen steuerte. Trotz frostiger Temperaturen in der Slowakei verlief die Reise reibungslos und bot neben technischem Austausch auch herzliche Begegnungen mit den slowakischen Kollegen. Der Prüfstand soll künftig unsere Forschung bereichern. Unsere genauen Pläne mit dieser Anlage verraten wir aber noch nicht. Dieses Projekt unterstreicht erneut die wertvolle Kooperation zwischen Industrie und Wissenschaft und eröffnet uns neue Experimentiermöglichkeiten. Ein großes Dankeschön geht an Schaeffler für diese Unterstützung sowie an unser Team für den vollen Einsatz. Wir freuen uns darauf, die Anlage bald offiziell in Betrieb zu nehmen.

Forschung

Das tiefe Lernen (DL) und die künstlichen neuronalen Netze (ANN) gehören beide zum Bereich des maschinellen Lernens (ML), der wiederum der KI zugeordnet ist. ANNs sind in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu erlernen und auszuführen, was in den letzten Jahren zu bemerkenswerten Ergebnissen geführt hat.
Die zulässigen Beanspruchungen von ausgewählten Welle-Nabe-Verbindungen (Kegel-, Zylinderpressverband sowie Passfeder-, Rändel-, Polygonverbindung, etc.) werden im Bereich der Dauer-, Zeit- und Betriebsfestigkeit seit Jahrzehnten schwerpunktmäßig am IKAT untersucht. Dabei wird des Verhalten sowohl unter einzelnen Belastungen (Biegung, Torsion) wie auch kombinierten dynamischen Lasten analysiert.
Im Kontakt verschiedener Bauteile initiieren Verformungen in Verbindung mit dem vorherrschenden Fugendruck den Schädigungsprozess der Reibdauerermüdung (Reibkorrosion). Aktuelle Forschungsaktivitäten am Institut konzentrieren sich auf die grundlagenorientierte Erforschung des Schadensphänomens Reibkorrosion und verfolgen die Zielstellung der Erarbeitung eines wirkungskonformen Berechnungsverfahrens.
Wachsender ökologischer und ökonomischer Druck führt in der Entwicklung der Gleitlager zu immer höheren und komplexeren Beanspruchungen. Die Forschung am Institut beschäftigt sich daher vorrangig mit der Untersuchung und Entwicklung von alternativen Gleitwerkstoffen und dem Einfluss geometrischer Abweichungen. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt im Verschleißverhalten bei unterschiedlichsten Betriebsbedingungen (Partikel, Mischreibung, Hydrodynamik).
Während konventionelle Mechanismen ihre Verformbarkeit den gleitenden oder rollenden Schnittstellen in den Gelenken verdanken, erfüllen nachgiebige Mechanismen ihre Funktion durch elastische Dehnungen an Stellen, die beim Entwurf bewusst flexibel gestaltet werden. Dieses Funktionsprinzip ermöglicht neuartige, formadaptive Strukturen, welche beispielsweise in der Softrobotik oder bei formvariablen Tragflächen Anwendung finden können. Die Professur setzt hierbei den Forschungsschwerpunkt auf optimierungsbasierte Synthesemethoden.
Die Festigkeitsuntersuchungen fokussieren auf die Zahnfußtragfähigkeit von Schneckenradgetrieben. Die Herausforderung zur numerischen Abbildung liegt in der komplexen Geometrie und im speziellen Werkstoff Bronze.
Der Haftreibwert (auch: Reibbeiwert oder Reibungszahl) ist als eine Systemgröße mit einer Vielzahl beeinflussender Parameter zu verstehen. Um bestehende Potentiale in reibschlüssigen Verbindungen (u. a. Schrauben-, Flansch-, Pressverbindungen) zu nutzen, ist eine experimentelle Untersuchung unerlässlich. Mit Hilfe standardisierter Prüfverfahren an Modellproben werden an der Forschungsstelle verschiedenste tribologische Konfigurationen hinsichtlich ihres Übertragungsverhaltens betrachtet. Ein Hauptforschungsgebiet ist dabei die Synthese neuer Auslegungs-/Auswahlwerkzeuge für reibwerterhöhende Maßnahmen (z. B. Mikro-/Laserstrukturen, Hartpartikel, Beschichtungen) für statische und dynamische Belastungsfälle.
Wie lässt sich Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung schon gleich zu Beginn mit Denken? Wie lassen sich Grundprinzipien der Nachhaltigkeit: Menschenrechte, Kreislaufwirtschaft, Natur- und Ressourcenschutz und betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit in Produkten verankern? Welche Methoden und Fähigkeiten benötigen Entwickler, Konstrukteure und Manager zur Umsetzung nachhaltiger Produkte in ihrer ganzen Komplexität?