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Professur Maschinenelemente und Produktentwicklung
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Professur Maschinenelemente und Produktentwicklung 

Neuigkeiten

Neue Veröffentlichung zu Passfederverbindungen im Journal Engineering Research

13.03.2026

Das IKAT freut sich, eine neue wissenschaftliche Veröffentlichung von Herrn Muhammedi im renommierten Fachjournal Engineering Research bekannt zu geben. Die Arbeit widmet sich der Auslegung von Passfederverbindungen und untersucht diese unter dem Kriterium einer zulässigen plastischen Verformung der Wellennut.

Im Mittelpunkt der Veröffentlichung steht ein neu entwickelter Berechnungsansatz, der eine verbesserte Bewertung der Drehmomentübertragungsfähigkeit von Passfederverbindungen ermöglicht. Dabei werden zentrale Einflussgrößen wie der Wellendurchmesser sowie unterschiedliche Werkstoffe systematisch berücksichtigt.

Der vorgestellte Ansatz trägt dazu bei, die Auslegung solcher Verbindungen praxisnäher und zugleich fundierter zu gestalten. Damit leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung von Berechnungsmethoden im Maschinenbau und zur sicheren sowie effizienten Gestaltung von Welle-Nabe-Verbindungen.

Das IKAT gratuliert Herrn Muhammedi herzlich zu dieser Veröffentlichung.

IKAT richtet das KT-Kolloquium 2026 in Chemnitz aus

04.03.2026

Das IKAT übernimmt im Jahr 2026 die Ausrichtung des KT-Kolloquiums. Die Nachwuchskonferenz im Bereich Konstruktionstechnik und Maschinenelemente findet vom 01.10.2026 bis zum 02.10.2026 in Chemnitz statt. Bereits am 30.09.2026 besteht für Teilnehmende die Möglichkeit, im Rahmen eines Vorprogramms die Stadt Chemnitz kennenzulernen.

Das KT-Kolloquium bietet Nachwuchsforschenden eine etablierte Plattform zur Präsentation ihrer individuellen Forschungsstrategien sowie aktueller wissenschaftlicher Ergebnisse. Ziel der Veranstaltung ist es, den fachlichen Austausch zu fördern und Impulse für zukünftige Entwicklungen in der Konstruktionstechnik zu setzen.

Die eingereichten Abstracts werden in einem Peer-Review-Verfahren begutachtet. Nach erfolgreicher Präsentation besteht für die Autorinnen und Autoren die Möglichkeit, ihren Beitrag in der renommierten Fachzeitschrift „Konstruktion“ zu veröffentlichen.

Das Team des IKAT rund um Professor Hasse freut sich darauf, Forschende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum in Chemnitz begrüßen zu dürfen und einen intensiven wissenschaftlichen Austausch zu aktuellen Themen und Trends der Konstruktionstechnik zu ermöglichen.

Einreichung von Beiträgen:
http://www.kt-kolloquium.de/de/submission

Hervorragende Bachelorarbeit am IKAT

27.02.2026

Es ist besonders erfreulich, wenn engagierte Studierende ihre wissenschaftlich fundierten Arbeiten auf eigene unternehmerische Fragestellungen und reale Herausforderungen ausrichten und sich dabei bewusst für die Forschenden des IKAT als akademische Betreuer entscheiden.

Diese Entscheidung geht über individuelles Engagement hinaus. Sie steht für Vertrauen in ein Lehr- und Forschungsverständnis, das wissenschaftliche Exzellenz systematisch mit praktischer Relevanz verbindet. Unsere praxisorientierte Lehre versteht sich nicht als abstrakte Wissensproduktion, sondern als strukturierter Erkenntnisprozess mit konkretem Anwendungsbezug. Reale organisationale Kontexte werden differenziert analysiert, theoretisch eingeordnet und in tragfähige, umsetzbare Lösungsansätze überführt.

Dieser anspruchsvolle Wissenstransfer in die Praxis ist ein zentraler Bestandteil unseres Selbstverständnisses. Durch die Verbindung von methodischer Sorgfalt, reflektierter Analyse und strategischer Umsetzungsorientierung qualifizieren wir Studierende, die komplexe Herausforderungen nicht nur verstehen, sondern auch verantwortungsvoll gestalten können.

IKAT holt dritten Platz auf FVA Infotagung

16.02.2026

Auf der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) Infotagung vom 9.–10. Dezember 2025 war das IKAT mit einer Vielzahl von Fachvorträgen vertreten und unterstrich damit einmal mehr seine starke Präsenz in der antriebstechnischen Forschungsgemeinschaft.

Besonders hervorzuheben ist der Beitrag von Herrn Muhammedi zum Thema „Neukonzeptionierung DIN 6892“. In seinem Vortrag adressierte er die Drehmomentübertragbarkeit von Passfederverbindungen unter Berücksichtigung einer plastischen Verformung der Wellennut – ein Ansatz, der sowohl wissenschaftlich fundiert als auch klar praxisorientiert ist. Die vorgestellten Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der normativen Auslegung von Passfederverbindungen und stießen auf großes Interesse im Fachpublikum.

Die Qualität und Relevanz des Beitrags spiegelte sich auch in der Bewertung durch die Teilnehmenden wider: Herr Muhammedi erreichte einen hervorragenden dritten Platz im Rahmen der Vortragsprämierung der Tagung. Diese Auszeichnung würdigt nicht nur die persönliche Leistung des Referenten, sondern steht zugleich für die hohe wissenschaftliche Qualität der am IKAT erzielten Forschungsergebnisse.

Die Resonanz auf der Tagung zeigt deutlich, dass die Arbeiten des IKAT auf breites Interesse in Industrie und Forschung stoßen. Der gezielte Praxistransfer ist dabei eine wesentliche Säule unserer Forschungsstrategie: Erkenntnisse aus der Grundlagen- und Methodenforschung werden systematisch in anwendungsnahe Lösungen überführt und aktiv in die Fachcommunity eingebracht.

Wir danken der FVA herzlich für die hervorragende Organisation der Infotagung und gratulieren Herrn Muhammedi sehr herzlich zu seinem ausgezeichneten dritten Platz.

Forschung

Das tiefe Lernen (DL) und die künstlichen neuronalen Netze (ANN) gehören beide zum Bereich des maschinellen Lernens (ML), der wiederum der KI zugeordnet ist. ANNs sind in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu erlernen und auszuführen, was in den letzten Jahren zu bemerkenswerten Ergebnissen geführt hat.
Die zulässigen Beanspruchungen von ausgewählten Welle-Nabe-Verbindungen (Kegel-, Zylinderpressverband sowie Passfeder-, Rändel-, Polygonverbindung, etc.) werden im Bereich der Dauer-, Zeit- und Betriebsfestigkeit seit Jahrzehnten schwerpunktmäßig am IKAT untersucht. Dabei wird des Verhalten sowohl unter einzelnen Belastungen (Biegung, Torsion) wie auch kombinierten dynamischen Lasten analysiert.
Im Kontakt verschiedener Bauteile initiieren Verformungen in Verbindung mit dem vorherrschenden Fugendruck den Schädigungsprozess der Reibdauerermüdung (Reibkorrosion). Aktuelle Forschungsaktivitäten am Institut konzentrieren sich auf die grundlagenorientierte Erforschung des Schadensphänomens Reibkorrosion und verfolgen die Zielstellung der Erarbeitung eines wirkungskonformen Berechnungsverfahrens.
Wachsender ökologischer und ökonomischer Druck führt in der Entwicklung der Gleitlager zu immer höheren und komplexeren Beanspruchungen. Die Forschung am Institut beschäftigt sich daher vorrangig mit der Untersuchung und Entwicklung von alternativen Gleitwerkstoffen und dem Einfluss geometrischer Abweichungen. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt im Verschleißverhalten bei unterschiedlichsten Betriebsbedingungen (Partikel, Mischreibung, Hydrodynamik).
Während konventionelle Mechanismen ihre Verformbarkeit den gleitenden oder rollenden Schnittstellen in den Gelenken verdanken, erfüllen nachgiebige Mechanismen ihre Funktion durch elastische Dehnungen an Stellen, die beim Entwurf bewusst flexibel gestaltet werden. Dieses Funktionsprinzip ermöglicht neuartige, formadaptive Strukturen, welche beispielsweise in der Softrobotik oder bei formvariablen Tragflächen Anwendung finden können. Die Professur setzt hierbei den Forschungsschwerpunkt auf optimierungsbasierte Synthesemethoden.
Die Festigkeitsuntersuchungen fokussieren auf die Zahnfußtragfähigkeit von Schneckenradgetrieben. Die Herausforderung zur numerischen Abbildung liegt in der komplexen Geometrie und im speziellen Werkstoff Bronze.
Der Haftreibwert (auch: Reibbeiwert oder Reibungszahl) ist als eine Systemgröße mit einer Vielzahl beeinflussender Parameter zu verstehen. Um bestehende Potentiale in reibschlüssigen Verbindungen (u. a. Schrauben-, Flansch-, Pressverbindungen) zu nutzen, ist eine experimentelle Untersuchung unerlässlich. Mit Hilfe standardisierter Prüfverfahren an Modellproben werden an der Forschungsstelle verschiedenste tribologische Konfigurationen hinsichtlich ihres Übertragungsverhaltens betrachtet. Ein Hauptforschungsgebiet ist dabei die Synthese neuer Auslegungs-/Auswahlwerkzeuge für reibwerterhöhende Maßnahmen (z. B. Mikro-/Laserstrukturen, Hartpartikel, Beschichtungen) für statische und dynamische Belastungsfälle.
Wie lässt sich Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung schon gleich zu Beginn mit Denken? Wie lassen sich Grundprinzipien der Nachhaltigkeit: Menschenrechte, Kreislaufwirtschaft, Natur- und Ressourcenschutz und betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit in Produkten verankern? Welche Methoden und Fähigkeiten benötigen Entwickler, Konstrukteure und Manager zur Umsetzung nachhaltiger Produkte in ihrer ganzen Komplexität?