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Wissenschaftsministerium auf Stippvisite an der TU Chemnitz

Vertreterinnen und Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus besuchten am 23. Oktober 2025 die Universität

Im Rahmen ihres jährlichen Betriebsausflugs ging es für die Beschäftigten des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) diesmal in die Kulturhauptstadt Europas 2025 Chemnitz. Eine Station ihres Besuchs am 23. Oktober 2025 galt der Technischen Universität Chemnitz (TUC). Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TUC, begrüßte die Gäste um Prof. Dr. Heike Graßmann, Staatssekretärin im SMWK, herzlich „an der laut StudyCheck beliebtesten Universität Deutschlands in der Kulturhauptstadt Europas“. Er stellte die Universität, ihre Aktivitäten und ihre jüngsten Erfolge vor. Besonders betonte er dabei die steigenden Studierendenzahlen. Zudem zeigte er auf, wie sich die TUC in das Kulturhauptstadtjahr einbringt. Abschließend lud er die Gäste zu einem Rundgang ein: „Heute bekommen Sie die Universität, die sie aus ihren Akten kennen, zum Anfassen.“

Im Anschluss führten Dr. Camilo Zopp, Geschäftsführer des Forschungscluster MERGE in Vertretung von Prof. Dr. Lothar Kroll, MERGE-Koordinator und Leiter der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung, sowie Dr. Thomas Blaudeck, Geschäftsführer des Zentrums für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen (MAIN) in Vertretung von Prof. Dr. Oliver G. Schmidt, Inhaber der Professur Materialsysteme der Nanoelektronik an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und Wissenschaftlicher Direktor des Forschungszentrums MAIN, durch die beiden Zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen der TU Chemnitz. Dabei präsentierten sie den Gästen Highlights aus den TUC-Kernkompetenzen „Ressourceneffiziente Produktion und Leichtbau“ sowie „Materialien und Intelligente Systeme“.

Beim Rundgang durch die Hallen des Forschungscluster MERGE zeigten die Gäste großes Interesse an den Arbeiten rund um die Schlüsseltechnologie Leichtbau. Die präsentierten Exponate finden beispielsweise im Automobilsektor Anwendung und sind durch eine ressourceneffiziente Fertigung gekennzeichnet, die auf einer Technologiefusion zur Kombination verschiedener Kunststoffe, Textilien, metallischer Komponenten und der gleichzeitigen Integration von Sensorik und Aktorik basiert. Neben aktuellen Entwicklungsbeispielen, wie etwa einem speziellen Fahrersitz, der in Pisten-Bullis eigesetzt wird, oder der ersten Helikoptertür aus Naturfasern, die ihren Testflug bereits erfolgreich meisterte, verwies Dr. Camilo Zopp auch auf Projekte zum Thema Recycling, unter anderem zur Verwertung von Altreifen. Zum Schmunzeln brachte die Gäste die Schilderung eines Projekts mit Bezug zur Kulturhauptstadt: Innerhalb eines Workshops gemeinsam mit der FUNKEN Akademie für künstlerisch-technologische Forschung unter dem Motto „FUNKEN X TUC“ wird das bio-basierte Material GEOBRIS, das aus Mehlwurmkot gewonnen wird, erforscht und dessen ästhetische und technologische Potenziale durch Studierende der sächsischen Kunst- und Musikhochschulen unter Anleitung der Künstlerin Yana Zschiedrich kreativ genutzt.

Interessantes zur Verbindung von Wissenschaft und Kunst erfuhren die Gäste anschließend auch bei einem kurzen Zwischenstopp am Stelenkunstwerk „Denk- und Wahrnehmungsmodell zum Phänomen der Farbe" von Künstler Stefan Nestler Halt, das seit 1998 den Campusvorplatz ziert. Tobias Bollig, Doktorand an der Fakultät für Naturwissenschaften und Mitglied des Teams des TUCculture2025-Vorhabens „Wellenspiele", erläuterte, wie das Kunstwerk die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus theoretischer und experimenteller Physik, Materialforschung und Elektroingenieurwesen zur interdisziplinären Arbeit sensibilisierte und durch Zusammenführung wissenschaftlicher Methoden aus den verschiedenen Fachgebieten zur Entdeckung der weltweit größten Realisierung eines photonischen Kristalls führte.

Im Forschungszentrum MAIN leitete Dr. Vineeth K. Bandari, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Materialforschung für Nanoelektronik, in die Forschungsthematik der Mikrorobotik ein und stellte die jüngsten Forschungsergebnisse für eine neue Generation modularer Mikroroboter, sogenannten Smartlets, vor. Diese können in wässrigen Umgebungen kommunizieren, agieren und zusammenarbeiten. Unter Anleitung der MAIN-Forschenden Dr. Yeji Lee, Amir Jafari und Soroosh Laleh konnten die Gäste anschließend in einem Analytiklabor die Smartlets mit eigenen Sinnen ertasten, sie mittels Magnetfelds kontrollieren, ihre Herstellung durch Mikro-Origami-Technik im Rasterkraftmikroskop nachvollziehen und ihre Lokalisierung mittels akustischer Verfahren in Umgebungen, in denen visuelle oder optische Methoden an ihre Grenzen stoßen, erleben. Wie sich diesem Themenkomplex auch Studierende sächsischer Kunst- und Musikhochschulen im Projekt „FUNKEN X TUC“ aus ihren jeweils künstlerischen Perspektiven nähern, berichtete abschließend Künstlerin Sanja Star, die spontan einige Eindrücke mit den Gästen teilte.

Anne Eichhorn
04.11.2025

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