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Südwestsachsen soll Region für High-Tech-Gründungen werden

Vier Partnerhochschulen des Gründernetzwerks SAXEED sind im bundesweiten Wettbewerb "EXIST-Potentiale" erfolgreich – Unterstützungsangebote sollen nun gemeinsam mit regionalen Partnern ausgebaut werden

Am 3. Dezember 2019 erfolgte die feierliche Bekanntgabe der Förderentscheidungen im Wettbewerb „EXIST-Potentiale“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin. Dabei wurde das Gründernetzwerk SAXEED mit seinem Verbundantrag der vier südwestsächsischen Hochschulen – der Technischen Universität Chemnitz, der TU Bergakademie Freiberg, der Hochschule Mittweida sowie der Westsächsischen Hochschule Zwickau – im Förderschwerpunkt „Regional vernetzen“ ausgewählt. Die vier Hochschulen haben im Verbund für die Projektlaufzeit von vier Jahren rund 4 Millionen Euro beantragt, um die Region Südwestsachsen als Standort für High-Tech-Gründungen zu stärken.

Ziel des prämierten Projektes ist es, die Anzahl sowie die Qualität technologieorientierter Gründungen durch die Etablierung einer nachhaltigen regional verankerten Start‐up‐Kultur zu steigern. Dies geschieht durch eine enge Vernetzung der Wissenschaft und Gründungsinitiativen mit regionalen Partnern in der Wirtschaft und Finanzierung sowie mit weiteren regionalen wie überregionalen Akteuren der Gründungsunterstützung. „Etwa 50 Partner haben ihre Unterstützung für unsere Projekt bekundet und freuen sich auf eine noch intensivere Zusammenarbeit mit SAXEED zum Wohle zukünftiger Gründer“, so Prof. Dr. Uwe Götze, Prorektor für Transfer und Weiterbildung an der TU Chemnitz und Projektleiter des neuen Projekts.

„Aktuell finden bei SAXEED vielfältige Maßnahmen zur breiten Sensibilisierung, Qualifizierung, zum proaktiven Technologiescouting innerhalb der Hochschulen und zur systemischen Gründungsbetreuung statt. Dieses Basisangebot ist sehr erfolgreich, wie auch die Ergebnisse des Gründungsradar 2018 belegen. Daher sollen sie auch über die aktuelle Förderung des Europäischen Sozialfonds, des Freistaates Sachsen und der beteiligten Hochschulen über das Jahr 2020 hinaus fortgeführt werden. Darauf aufbauend wollen wir über EXIST-Potentiale abgrenzbare, spezifische Maßnahmen gemeinsam mit regionalen und überregionalen Partnern umsetzen, um Teams noch intensiver und länger auf dem Weg zum Erfolg unterstützen zu können und die Region weiterzuentwickeln, da wie hier erhebliches Potential sehen“, erklärt Dr. Susanne Schübel, Projektgeschäftsführerin des Gründernetzwerks.

So wurden spezifische Maßnahmen konzipiert, die das SAXEED-Angebot ab April 2020 für die Laufzeit von vier Jahren ergänzen sollen. Im Mittelpunkt der neuen Förderung steht ein 12‐ bis 18‐monatiges Inkubatorprogramm an den Universitäten in Chemnitz und Freiberg, die SAXEED-Masterclass, welche auf die strukturierte Betreuung und den offenen Austausch der Gründungsprojekte während einer EXIST‐Förderung ausgerichtet ist. Der Fokus liegt auf der Validierung des Geschäftsmodells, der Produktentwicklung, der Akquirierung der Folgefinanzierung und dem Teammanagement. Im Rahmen dieser strukturierten und intensiven Betreuung werden verstärkt regionale und überregionale Partner frühzeitig einbezogen. Gleiches gilt für die Ausweitung des SAXEED-Angebots auf die Nachgründungsphase. So wurde Bedarf zur weiterführenden Unterstützung nach erfolgter Gründung identifiziert, der nun über das neue Projekt abgedeckt werden soll. „Bisher war es SAXEED nur möglich, bis zur Fertigstellung des finalen Businessplans zu unterstützen. Nun haben wir die Möglichkeit, auch darüber hinaus den Aufbau eines Partnernetzwerks zur Nachgründungsunterstützung zu forcieren und die Vernetzung von Partnern und Teams stärker voranzutreiben“, freut sich Götze. Ergänzend hinzukommen Maßnahmen zur Projektakquise, wie ein spezifisches Rapid-Prototyping-Angebot zur Unterstützung bei der Ideengenerierung, Konkretisierung und Validierung einer Geschäftsidee oder eine Verwertungs-School für Wissenschaftler der vier Partnerhochschulen.

Stichwort: Gründernetzwerk SAXEED  

Das Gründernetzwerk SAXEED als Projekt am Zentrum für Wissens- und Technologietransfer der TU Chemnitz ist wesentlicher Akteur der Gründungsunterstützung. SAXEED sensibilisiert und motiviert Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Absolventinnen und Absolventen für die Idee der eigenen Unternehmensgründung. Durch das breite Angebot an Netzwerk- bzw. Lehrveranstaltungen werden Gründerinnen und Gründer qualifiziert und von erfahrenen Gründerbetreuern und -betreuerinnen von der Bewertung der Geschäftsidee über die Entwicklung des Geschäftsmodells bis zur Gründung des eigenen Startups begleitet.

Das Verbundprojekt SAXEED existiert seit 2006 an der TU Chemnitz, der TU Bergakademie Freiberg, der Hochschule Mittweida und der Westsächsischen Hochschule Zwickau. In dieser Zeit wurden standortübergreifend mehr als 1.100 Gründungsprojekte betreut, aus denen über 300 Gründungen entstanden sind. Rund 40 Prozent davon sind technologieorientierte Unternehmen mit hohem Wachstumspotential.

Stichwort: Programm „EXIST-Potentiale“

220 Hochschulen und Universitäten aus ganz Deutschland hatten sich mit Anträgen an diesem Ende 2018 gestarteten Programm zur Stärkung der akademischen Gründungs- und Start-up-Kultur beteiligt. Dabei gab es drei Förderschwerpunkte: „Regional vernetzen“, „Potentiale heben“ und „International überzeugen“, in denen die drei Expertenjurys 142 Anträge zur Förderung durch das BMWi auswählten. Ziel von „EXIST-Potentiale“ ist es, bisher nicht gehobene Potentiale für wissensbasierte Ausgründungen aus Hochschulen zu heben, exzellente Standorte zu internationalen Leuchttürmen der Gründungsförderung zu entwickeln und die regionale Verankerung und Profilbildung von Hochschulen nachhaltig auszubauen. Damit soll ein Beitrag zur Verankerung von unternehmerischen Denken und Handeln in Hochschulen geleistet werden.

Weitere Informationen zum Projekt: www.saxeed.net

Kontakt: Dr. Susanne Schübel , E-Mail susanne.schuebel@saxeed.net, Telefon +49(0)371 531-37689

Mario Steinebach
04.12.2019

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