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Chemnitzer Start-ups im Finale

Drei Ausgründungen der TU Chemnitz sind 2019 für die Sächsischen Staatspreise für Gründer und für Innovation nominiert – das Voting für den futureSAX-Publikumspreis ist noch bis 31. Mai möglich

Bei den diesjährigen Nominierungen für den Sächsischen Innovationspreis und den Sächsischen Gründerpreis ist die Technische Universität Chemnitz mit drei Ausgründungen vertreten: VRENDEX, die inca-fiber GmbH und die Mr. Snow GmbH.

Insgesamt 98 Start-ups und Gründungsprojekte hatten sich 2019 für den Sächsischen Gründerpreis beworben, unter den zwölf besten finden sich mit VRENDEX und der inca-fiber GmbH zwei Start-ups aus Chemnitz. Und aus den insgesamt 24 Einreichungen für den Sächsischen Innovationspreis sind zehn Unternehmen für das Finale nominiert, darunter die Mr. Snow GmbH, die 2013 aus der TU Chemnitz ausgegründet wurde. Die Gewinner in diesen beiden Kategorien werden am 19. Juni 2019 im Rahmen der futureSAX-Innovationskonferenz in Dresden prämiert. Insgesamt sind Preisgelder in Höhe von 80.000 Euro ausgelobt. Zudem wird der futureSAX-Publikumspreis vergeben, für den vier Chemnitzer Gründungsprojekte ins Rennen gehen

Hintergrund: VRENDEX und inca-fiber GmbH sind nominiert für den Sächsischen Gründerpreis

Egal ob virtuelle Prototypen, komplexe Fertigungsmaschinen oder ganze Hallenlayouts: Das Team um Manuel Dudczig, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Werkzeugmaschinen und Umformtechnik der TU Chemnitz und Gründer von VRENDEX, bietet Unternehmen die 3D-Visualisierung von Produkten und Prozessen mit Hilfe von Virtual Reality und 3D-Rendering an. So wird es möglich, neue Ideen, Konzepte oder Verfahren gegenüber potenziellen Kunden, Entscheidern und Investoren „zum Leben zu erwecken“ und frühzeitig interaktiv zu präsentieren.

Das zweite Start-up im Finale mit Bezug zur TU Chemnitz ist die inca-fiber GmbH. Die Geschäftsidee des jungen Unternehmens setzt bei Carbonbauteilen an. Diese ersetzen zunehmend metallische Werkstoffe, da sie hervorragende mechanische Eigenschaften und ein geringes Gewicht bieten. Die Nachteile einer geringen Strom- und Wärmeleitfähigkeit werden aufgehoben, indem die Fasern mit einer metallischen Schicht versehen und das Eigenschaftsspektrum von Carbon so für eine Vielzahl an Anwendungen erweitert wird. Geleitet wird das Unternehmen von den beiden TU-Absolventen Dr. Falko Böttger-Hiller und Toni Böttger. Maßgeblich betreut wurde das Team in der Anfangsphase durch die Professoren Thomas Lampke, Bernhard Wielage und Uwe Götze. Weitere wichtige Unterstützer sind das Gründernetzwerk SAXEED und die Ideentransfer GmbH. Das EXIST-Forschungstransfer-Projekt inca-fiber hat sich aus der Nachwuchsforschergruppe TranS-Ver (Transfer neuartiger Smart Fiber Verbunde in die Sächsische Industrie), die von 2011 bis 2014 an der TU Chemnitz vom Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie durch den Freistaat Sachsen gefördert wurde, entwickelt.

Mit dem Sächsischen Gründerpreis (ehemals futureSAX-Ideenwettbewerb) unterstützt der Freistaat Sachsen bereits zum 19. Mal die Entwicklung von guten Ideen zu tragfähigen Geschäftskonzepten sowie besonders innovative und wachstumsorientierte Gründungsvorhaben.

Hintergrund: Mr. Snow GmbH ist nominiert für den Sächsischen Staatspreis für Innovation

Die Mr. Snow GmbH hat ihre Wurzeln an der Professur Fördertechnik der TU Chemnitz. Hier wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes und eines anschließenden einjährigen EXIST-Gründerstipendiums des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie eine textile Skipiste entwickelt, die als Schneeersatz den Wintersport bei allen Wetterbedingungen absichert. 2018 brachte das Unternehmen eine neue textile Loipe auf den Markt, die komplett präpariert und gespurt ist wie eine winterliche Loipe. Zu den Kunden von Mr. Snow zählen heute Betreiber von Skischulen, Skihängen, Freizeitparks sowie Event-Veranstalter.

Der Sächsische Staatspreis für Innovation würdigt innovative Unternehmen, die neuartige Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Verfahren oder Geschäftsmodelle in den Markt gebracht haben. Er richtet sich an in Sachsen ansässige mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern oder bis zu 100 Millionen Euro Umsatz im Jahr, deren Gründung mindestens fünf Jahre zurückliegt.

futureSAX-Publikumspreis: Voten Sie jetzt!

Zusätzlich wird auch dieses Jahr wieder ein Publikumspreis vergeben. Hier sind neben der beiden bereits für den Sächsischen Gründerpreis nominierten Firmen mit TU-Bezug, inca-fiber GmbH und VRENDEX, auch die LiGenium GmbH vertreten: Die Ingenieure Dr. Sven Eichhorn, Dr. Ronny Eckardt und Christoph Alt aus der TU Chemnitz forschen bereits seit mehreren Jahren zum Einsatz von Holz in fördertechnischen Anlagen. Die Vorteile moderner Holzwerkstoffe, wie leichtere Bauweise bei vergleichbarer mechanischer Leistungsfähigkeit, geringe Temperaturdehnung und Wärmeleitung sowie erhöhte Schwingungsdämpfung und Lärmreduktion, gelangen zunehmend in das Bewusstsein der Anwender. Das Chemnitzer LiGenium-Team, zu dem auch Angela Grimmer zählt, arbeitet daran, Maschinenelemente, Maschinen und komplette Anlagen in Holzbauweise zu entwickeln, herzustellen und zu vertreiben. Erste Pilotprojekte wurden bereits erfolgreich bei Erstausrüstern in der Automobilindustrie etabliert. Mit ihrem Geschäftskonzept überzeugte das LiGenium-Team im Oktober 2018 im Finale des „TUClab-Wettbewerbs“ der TU Chemnitz. Dieser Wettbewerb um Gründungsförderung von Start-ups wurde seitens der Sächsischen Aufbaubank als Förderbank des Freistaates Sachsen und der TU Chemnitz durch die Einrichtung eines sogenannten „TUClab“ zur gemeinsamen unbürokratischen Unterstützung und Förderung für Gründerinnen und Gründer initiiert.

Neben diesen drei Ausgründungen sind auch die ATNA Industrial Solutions GmbH aus Leipzig, Hermit Labs aus Freiberg und Enactus TU Bergakademie Freiberg e.V. und damit insgesamt sechs Teams aus der Chemnitzer und Freiberger SAXEED-Gründerbetreuung unter den Nominierten des Publikumspreises vertreten. Gewinner des futureSAX-Publikumspreises wird das Team mit den meisten Stimmen. Noch bis zum 31. Mai 2019 kann jeder online für seinen Favoriten abstimmen.

(Autoren: Jana Mitschke, Mario Steinebach)

Mario Steinebach
13.05.2019

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