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InnoTeam »Presence« der Technischen Universität Chemnitz entwickelt Technologien und Verfahren zur Steigerung des Präsenzempfindens in virtuellen Umgebungen

Virtuelle Technologien ermöglichen die Darstellung von computergenerierten Umgebungen. Mit sogenannten Virtual-Reality-Brillen kann sich der Nutzer gänzlich in die künstlich geschaffenen Welten begeben. Besonders in Bereichen der Produktentwicklung oder der Planung und Schulung von Arbeitsprozessen wird dieser Technologie in zukünftigen Arbeitswelten eine hohe Bedeutung beigemessen. Für deren Erfolg im praktischen Einsatz spielt das Präsenzempfinden, also das Gefühl, sich wirklich in dieser virtuellen Umgebung zu befinden und ein Teil davon zu sein, eine wesentliche Rolle. Bisherige Lösungen adressieren meist den visuellen Eindruck, während andere Sinne nur rudimentär angesprochen werden und nicht aufeinander abgestimmt sind.

Diesem Thema widmet sich seit 1. Juli 2018 ein von der TU Chemnitz initiiertes InnoTeam »Presence«. In einem Verbund mit der TU Dresden und vier regionalen Unternehmen werden Experten und Expertinnen verschiedener Fachrichtungen zusammenarbeiten, um Virtual-Reality-Systeme zu analysieren und deren verschiedene Komponenten aufeinander abgestimmt weiterzuentwickeln. Ziel des zweieinhalbjährigen Projektes ist es, ein ganzheitliches System zu entwerfen, das verschiedene Sinneskanäle anspricht und zur Interaktion zwischen Mensch und virtueller Welt nutzt.

Die federführende Professur Werkzeugmaschinen und Umformtechnik unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Putz fungiert als zentraler Integrator dieses InnoTeams und kann dabei auf eine über fünfzehnjährige, in einer Vielzahl nationaler und internationaler Forschungs- und Industrieprojekte erworbene Erfahrung in der Erforschung von Virtual- und Augmented-Reality-Technologien zurückgreifen. Spezielle Entwicklungsziele innerhalb des Projekts liegen für die Professur in der Verbesserung der Bereiche Visualisierung, Interaktion und Datenhandling und der Analyse der Möglichkeiten der multilateralen Verknüpfung der verschiedenen Ein- und Ausgabemethoden sowie der dabei auftretenden Aus- und Wechselwirkungen auf das Präsenzempfinden. Als Entwicklungspartner unterstützen die Sikom Software GmbH, Hersteller von Systemen zur Sprachinteraktion, sowie die plavis GmbH als VR-Anwender im Bereich Fabrikplanung die Vorhabenziele.

Das im Kompetenzfeld »Mensch und Technik« angesiedelte Projekt wird seitens der TU Chemnitz durch die Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement unter Leitung von Prof. Dr. Angelika Bullinger-Hoffmann komplettiert. Die Professur setzt dabei den Faktor Mensch in den Mittelpunkt der Technologieentwicklung, mit dem Ziel, nutzerfreundliche und an die Bedürfnisse des Menschen angepasste Lösungen zu entwickeln. Zusammen mit den Unternehmenspartnern Interactive Minds Dresden GmbH und WESOM Textil GmbH stehen die Sinnesmodalitäten »Sehen« und »Fühlen« im Fokus. So sollen sogenannte Eye-Tracking-Systeme und Interaktionsstrategien für Blickbewegungssteuerungen sowie haptische Feedbacksysteme zur Simulation von virtuellen Berührungen entwickelt werden.

Mit dem Programm »InnoTeam« unterstützt die Sächsische Aufbaubank Kooperationen von Unternehmen und Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen bei der Bildung von Kompetenzteams, die ein neues Produkt oder ein technologisches Verfahren entwickeln oder eine solche Entwicklung vorbereiten. Ziel der Förderung ist die Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Wirtschaft. Diese Maßnahme wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Weitere Informationen erteilen Dr.-Ing. Philipp Klimant, Professur Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, Tel. +49 (0)371 531-36911, E-Mail philipp.klimant@mb.tu-chemnitz.de und Dr. Frank Dittrich, Professur Arbeitswissenschaft und Innovationmanagement, Tel. +49 (0)371 531-37878, E-Mail frank.dittrich@mb.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
01.10.2018

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