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Stephan Luther wurde zum zweiten Bundessprecher der Archive an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen gewählt

Auf dem Deutschen Archivtag in Wolfsburg wurde der Leiter des Chemnitzer Universitätsarchivs, Stephan Luther, zum zweiten Bundessprecher der Archive an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen und damit auch gleichzeitig zum Vorstandsmitglied des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. (VdA) gewählt. Für das Archiv in Chemnitz bedeutet diese Wahl eine Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit und beweist, dass die Leistungen und das Engagement des Archivleiters von den Kolleginnen und Kollegen in Deutschland positiv wahrgenommen werden. Am 1. November 2017 beginnt die Amtsperiode des neuen Vorstandes.

Luther war bereits von 2001 bis 2017 im Vorstand des Landesverbandes Sachsen aktiv und vertrat hier die Interessen der Sächsischen Hochschul- und Wissenschaftsarchive. Diese Tätigkeit förderte die Zusammenarbeit mit den anderen sächsischen Kolleginnen und Kollegen in diesem Bereich, eröffnete einen tieferen Einblick in neueste Entwicklungen und gestattete einen guten Überblick zu den Entwicklungen des gesamten Archivwesens in Sachsen. Das betrifft unter anderem das Entstehen und der Werdegang des neuen Sächsischen Archivgesetzes, aber auch die Einführung des Elektronischen Staatsarchivs zur Langzeitarchivierung elektronischer Unterlagen im staatlichen Bereich sowie die Beratungen im kommunalen Bereich zur Schaffung eines gemeinsamen elektronischen Langzeitarchivs. Die in dieser Tätigkeit hinzugewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen konnten auch nutzbringend in die Arbeit des Universitätsarchivs Chemnitz eingebracht werden.

Stichwort: Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.

Laut der Satzung ist der Zweck des VdA die Förderung von Wissenschaft, Kultur und Berufsbildung durch aktive und unmittelbare Förderung des Archivwesens und der Information im Interesse der Allgemeinheit, der Kooperation aller Archive und archivischer Einrichtungen sowie der Archivwissenschaft. Der VdA nimmt sich zudem der gemeinsamen Sachfragen des Archivwesens an. Für eine effektivere Arbeit gliedert sich der Verband zum einen regional in sieben Landesverbände und zum anderen sachthematisch in acht Fachgruppen: Staatsarchive, Kommunalarchive, Kirchenarchiven, Herrschafts- und Familienarchive, Wirtschaftsarchive, Parlamentsarchive, Medienarchive und eben die Archive an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen (vgl. http://www.vda.archiv.net). In letzterer Fachgruppe sind derzeit ca. 250 Archivarinnen und Archivare aus Universitäts- und Hochschularchiven, Archiven wissenschaftlicher Einrichtungen, Kulturarchiven und Archiven sozialer Bewegungen aus allen Teilen der Bundesrepublik Deutschland versammelt. Aller vier Jahre werden zwei Archivarinnen oder Archivare gewählt um zum einen die Interessen dieser Sparte im Gesamtverband zu vertreten sowie zum anderen den fachlichen Austausch in dieser speziellen Fachgruppe zu organisieren und zu fördern.

Mario Steinebach
19.10.2017

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