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Ehrendoktorwürde für einen herausragenden Ingenieur

Georg P. Holzinger, Vize-Präsident Technologies Injection Molding Machines Europe der KraussMaffei Technologies GmbH München, wurde von der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz die Ehrendoktorwürde verliehen

Die Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz verlieh am 31. Mai 2017 im Rahmen eines Akademischen Festaktes die Ehrendoktorwürde an Georg P. Holzinger. Holzinger ist Vize-Präsident der Technologies Injection Molding Machines Europe (IMM) der KraussMaffei Technologies GmbH München, zudem gegenwärtig auch Präsident der IMM China. Seit 2008 ist er in diesem Unternehmen tätig und seit 2012 für den Aufbau der Standorte Shanghai und Haiyan zuständig. Das Team rund um Georg P. Holzinger und auch er selbst beschäftigen sich mit den Themenschwerpunkten Innovations- und Prozessmanagement, Prozessoptimierung, Virtuelle Realität und Simulation im Bereich der Spritzgießtechnik. Seit 2014 bringt Georg P. Holzinger seine Expertise als Gründungsmitglied und Vorsitzender des Industriebeirats in den Bundesexzellenzcluster MERGE an der TU Chemnitz ein und bereichert vor allem den Leichtbau an der Fakultät für Maschinenbau.

Georg P. Holzinger wurde 1964 in Aalen geboren. In seiner Heimatstadt studierte er Maschinenbau an der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Nach seinem Studium war er bei Siempelkamp Pressen Systeme GmbH in Krefeld zunächst als Projektingenieur und zuletzt als Leiter des Entwicklungszentrums tätig. Während dieser Zeit absolvierte er in Teilzeit ein Zweitstudium an der Universität Augsburg und der Katz University in Pittsburgh und schloss 2003 mit dem MBA im Schwerpunkt Unternehmensführung ab. Seither begleitete er in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Projektmanagement, Vertrieb und in der Geschäftsführung verschiedene Führungstätigkeiten in international operierenden Unternehmen.

Die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Georg P. Holzinger würdigt seine herausragenden Leistungen und besonderen Verdienste um Wissenschaft und Technik – insbesondere auf dem Gebiet des Leichtbaus und im engen Zusammenwirken mit der TU Chemnitz. Dies unterstrichen bereits die Grußworte des Rektors der TU Chemnitz, Prof. Dr. Gerd Strohmeier, des CEO der KraussMaffei Group GmbH München, Dr. Frank Stieler, und des CEO China der Shanghai KraussMaffei Machinery Co. Ltd., Xiaojun Cui. Der Rektor hieß den Laureaten herzlich willkommen in der Gemeinschaft der TU Chemnitz. Und die beiden hohen Repräsentanten der KraussMaffei Group zeichneten ein eindrucksvolles Bild des Laureaten, der international auf vielen Feldern sehr erfolgreich agiere, der das Verständnis von Technologien mit unternehmerischem Gespür ebenso vereinen würde wie Wissen und Neugier sowie das Engagement und die Bereitschaft, sich neuen Herausforderungen mit ganzer Kraft zu stellen – wie beispielsweise auf dem chinesischen Markt.

Prof. Dr. Thomas Lampke, Dekan der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz, sparte in seiner Festansprache nicht mit lobenden Worten: „Insbesondere die visionären Anregungen von Herrn Holzinger, wodurch die Erforschung von Spritzgießtechnik und -entwicklung auf interdisziplinärer Ebene vorangetrieben wird, zeichnen ihn als Vorbild für Wissenstransfer aus.“ Durch seine herausragenden Leistungen und sein besonderes Engagement habe er sich um den Fortschritt der Schlüsseltechnologie Leichtbau außerordentlich verdient gemacht. „Mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Georg P. Holzinger verbindet die Fakultät für Maschinenbau zugleich eine starke Signalwirkung für die Vernetzung von Forschung und Lehre, Wissenschaft und Wirtschaft im internationalen Kontext“, so der Dekan. Zudem sei Georg P. Holzinger ein Garant dafür, dass neue Technologien schnell in die Praxis transferiert und in großserientaugliche Produktionsprozesse skaliert werden. Die Fakultät für Maschinenbau sei überzeugt, das mit Hilfe von Holzinger künftig noch mehr sehr gute Studierende aus Asien an die TU Chemnitz geholt werden können.

Der Koordinator des Bundesexzellenzclusters MERGE der TU Chemnitz, Prof. Dr. Lothar Kroll, hob in seiner Laudatio hervor, dass Georg P. Holzinger Probleme mit eigener effizienter Strategie schnell und einfach lösen könne. Deshalb habe er ihn als Industriefachmann für komplexe Verbundprojekte schätzen gelernt. Ob bei der Einrichtung der Stiftungsprofessur „Textile Kunststoffverbunde“ an der Fakultät für Maschinenbau oder bei der erfolgreichen Positionierung des Bundesexzellenzclusters MERGE im vom Bund geförderten Programm „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“ – immer wieder habe Holzinger die Chemnitzer Universität unterstützt.

Nach der akademischen Ehrung sprach Dr.-Ing E. h. Georg P. Holzinger selbst und dankte für die hohe Auszeichnung. Vor allem an die jungen Menschen, die kurz vor dem Abschluss stehen oder ihr Studium gerade beendet haben, richtete er seinen Appell: „Das Leben ist ein niemals endender Lernprozess – das ist gut so und macht großen Spaß. Dies sollte man sich immer wieder vor Augen führen!“ Die TU Chemnitz nehme eine besondere und herausgehobene Position in seinem Leben ein. Holzinger schätze insbesondere die herausragenden Kompetenzen der Universität: „Die TU Chemnitz entwickelt sich mehr und mehr zum Leichtbau-Kompetenzzentrum Europas“, so seine Einschätzung.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Thomas Lampke, Telefon 0371 531-36163, E-Mail thomas.lampke@mb.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
01.06.2017

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