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Schritt für Schritt zur Digitalisierung

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz zeigt Unternehmen auf der Hannover Messe praxisnahe Schritte auf dem Weg zur Industrie 4.0

Mensch und Digitalisierung – was passiert mit uns? Alle machen mit, keiner weiß wirklich Bescheid? Was ist alt, was ist neu? Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz mit seinen Fachexperten antwortet auf diese und weitere Fragen und begleitet Unternehmen mit kostenfreien Informations-, Qualifizierungs- und Unterstützungsangeboten auf ihrem Weg in die digitale Welt. Es ist deshalb auch auf der Hannover Messe Industrie vom 24. bis 28. April 2017 vertreten. Am Stand A45 in Halle 2 präsentiert das Zentrum an praktischen Beispielen einfache Lösungen einer digitalisierten und vernetzten Arbeitswelt. So werden an einem Demonstrator – der vollautomatisierten digitalen Schlauchbeutelmaschine – die Schritte zur Industrie 4.0 praxisnah nachvollzogen. „Eine Besonderheit dieser vernetzten Maschine ist dabei ein Modul für den abgesicherten Fernzugriff, um die Datenhoheit im Unternehmen zu belassen. Damit zeigen wir Unternehmen einfache Lösungen von der Industrie für die Industrie. Gern helfen wir bei individuellen Herausforderungen weiter und geben verständliche Antworten auf komplizierte Fragen“, sagt Prof. Dr. Egon Müller, Sprecher des Chemnitzer Kompetenzzentrums.

Ein zweiter Demonstrator beschäftigt sich mit dem Thema „Smart Maintenance“ – der intelligenten digitalen Instandhaltung. Kernstück dieser beispielhaften Anwendung ist eine herkömmliche in Maschinenanlagen eingesetzte Steuerung mit Erweiterung um einen kleinen Computer (Raspberry Pi) als eingebettetes System. So können alle Maschinendaten dezentral in der Anlage vorgehalten, ausgewertet und bei Bedarf kontextspezifisch zur Verfügung gestellt werden. Im Falle einer Störung bekommt der Instandhalter alle notwendigen Informationen für die Behebung des Fehlers über ein mobiles Assistenzsystem angezeigt. Zusätzlich wird ihm der fehlerbezogene Lösungskatalog aus der Datenbank digital und mobil bereitgestellt.

Kostenfreie und praxistaugliche Angebote für den Mittelstand

Das Chemnitzer Zentrum steht dem Mittelstand mit zahlreichen kostenfreien Angeboten zur Seite. „In unseren praxistauglichen Veranstaltungen erfahren Unternehmer, Fertigungs- und  Produktionsleiter, Logistiker, Arbeitsvorbereiter etc. Unterstützung bei der Digitalisierung und Vernetzung ihrer bestehenden Prozesse. Sie erhalten zudem konkrete Hilfestellungen beim schrittweisen Aufbau eines digitalen Geschäftsmodells. Unser Leistungsangebot baut aufeinander auf und reicht von der Sensibilisierung über den Kompetenzaufbau bis hin zur Umsetzung im Unternehmen“, so Dr. Hendrik Hopf, Geschäftsleiter des Kompetenzzentrums in Chemnitz. Das Zentrum verfolgt dabei jedoch den Ansatz, keine teuren neuen Maschinen anschaffen zu müssen, sondern bereits vorhandene Technik mit einfachen und kostengünstigen Lösungen aufzuarbeiten und miteinander zu vernetzen.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz ist Teil des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) initiiert wurde, um die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und im Handwerk voranzutreiben.

Über Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse

In der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ werden bundesweit Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren, ein Kompetenzzentrum Digitales Handwerk und vier Mittelstand 4.0-Agenturen im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Der Förderschwerpunkt unterstützt Unternehmen beim intelligenten Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und stärkt damit ihre Wettbewerbsfähigkeit. „Mittelstand-Digital“ setzt sich zusammen aus den Förderinitiativen „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“ und „Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand“. Weitere Informationen finden sich unter www.mittelstand-digital.de.

Durchgeführt wird das Transferprojekt gemeinschaftlich von fünf Konsortialpartnern: der TU Chemnitz mit dem federführenden Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme mit der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb und der Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement sowie der Professur für Privatrecht und Recht des geistigen Eigentums; dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU); dem ICM – Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V.; der TUCed – An-Institut für Transfer und Weiterbildung GmbH mit dem Geschäftsbereich Chemnitz Automotive Institute (CATI) sowie der Industrie- und Handelskammer Chemnitz.

Weitere Informationen zum Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz: www.betrieb-machen.de

Kontakt: Romy Kertzsch, Telefon 0371 531-19935, E-Mail romy.kertzsch@betrieb-machen.de

(Autorin: Romy Kertzsch)

Mario Steinebach
25.04.2017

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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