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„Open Library Badge 2016“ geht nach Chemnitz

Ausgezeichnetes Angebot zum freien Wissenszugang: Das Bekenntnis der Universitätsbibliothek der TU Chemnitz zu mehr Offenheit wird belohnt

Die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Chemnitz wurde mit dem „Open Library Badge 2016“ ausgezeichnet. Gewürdigt wird damit der bibliothekarische Einsatz der Universitätsbibliothek für mehr Offenheit in Wissenschaft und Gesellschaft. Beispiele dafür sind das Publizieren in Open Access und der Einsatz von Open-Source-Software etwa für die Universitätsbibliografie oder den Online-Katalog. Ziel der Initiative „Open Library Badge“ ist es, ein Anreizsystem für Bibliotheken zu schaffen, die das Konzept der Offenheit facettenreich verfolgen. Wichtig dabei ist immer, dass Wissen weitgehend barrierefrei verfügbar und auffindbar gemacht wird.

In der digitalen Welt sind Themen wie Open Access, Open Source und Open Data seit Jahren präsent. Wer hier mit Vorbildwirkung voranschreitet und nach erfolgreicher Begutachtung den „Badge“ erhält, kann damit seine Aktivitäten und Angebote für mehr Offenheit noch besser sichtbar machen. „Mit dem Erhalt dieser Auszeichnung bekräftigt unsere Universitätsbibliothek ihre Rolle als Motor für Open Access an der TU Chemnitz“, sagt Angela Malz, Direktorin der Chemnitzer Universitätsbibliothek. Sie fügt hinzu: „Wir können künftig auf der Homepage unserer Bibliothek und in sozialen Netzwerken den Badge auch als Logo grafisch einbinden und so unsere Nutzer noch besser auf unsere im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneten offenen Angebote aufmerksam machen.“ Vor der Universitätsbibliothek Chemnitz haben bisher nur zwei größere Bibliotheken diese Auszeichnung erhalten, die einem Zertifikat ähnelt: die Universitätsbibliothek der TU Berlin und die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Der Badge wird jährlich verliehen.

An der Universitätsbibliothek der TU Chemnitz wurde unter anderem gewürdigt, das sie eine eigene „Open-Access-Policy“ erlassen hat, welche die Empfehlungen der „Open-Access-Policy“ der TU Chemnitz erweitert. „Beispielsweise stehen alle Schulungsmaterialien unter einer Open-Definition-konformen Lizenz zur Nachnutzung zur Verfügung“, berichtet die Open-Access-Beauftragte Ute Blumtritt. Eigene Publikationen werden mit der sogenannten Lizenz CC-BY zur Verfügung gestellt, wenn keine Vereinbarungen mit Verlagen oder Dritten entgegenstehen. „Dies ist die freieste Open-Access-Lizenz für eine maximale Verbreitung und Nutzung“, erläutert Blumtritt. Einzige Bedingung sei die Nennung des Urhebers.

„Wer sich hier tiefgründiger informieren möchte, kann an einer Schulung zur Verwendung von Open Access-Lizenzen teilnehmen“, lädt Martin Bauschmann vom Open-Access-Team ein. Die nächste findet am 9. Mai 2017 von 16 bis 18 Uhr als Fortbildung im Zentrum für den wissenschaftlichen Nachwuchs der TU Chemnitz statt. Das Team „Open Access“ bietet darüber hinaus weitere Schulungen und individuelle Beratungen zur Zweitveröffentlichung im Open Access an und verlinkt auf der Website der Bibliothek zu entsprechenden Informationen. Wer über Neuigkeiten zu Open Access und den Entwicklungen im Urheberrecht informiert sein möchte, kann auch den Open-Access-Newsletter abonnieren: https://mailman.tu-chemnitz.de/mailman/listinfo/openaccess.

Weitere Informationen zum „Open Library Badge“: http://badge.openbiblio.eu

Kontakt zum Open-Access-Team der Universitätsbibliothek Chemnitz: Ute Blumtritt und Martin Bauschmann, Telefon 0371 531-31290, E-Mail oa@bibliothek.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
23.02.2017

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