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TU Chemnitz unterstützt Kulturhauptstadt-Bewerbung der Stadt

Für die internationalste Universität in Sachsen sind Wahrung und Förderung kultureller Vielfalt sowie die Erhöhung der Chemnitzer Sichtbarkeit ein zentrales Anliegen

Die Stadt Chemnitz hat gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Kultur, Wirtschaft und auch Wissenschaft die Idee zur Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ erarbeitet. Dieser Idee werden nun Taten folgen, denn der Stadtrat entschied in seiner Sitzung am 25. Januar 2017, dass eine Bewerbung von Chemnitz vorbereitet werden soll. „Die Technische Universität Chemnitz begrüßt dies außerordentlich und sichert ihre größtmögliche Unterstützung zu“, sagte Rektor Prof. Dr. Gerd Strohmeier. Er hatte bereits gegenüber der Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zugesagt, persönlich in der Lenkungsgruppe mitzuwirken, die für die strategische Steuerung des Bewerbungsprozesses verantwortlich ist.

„Kulturhauptstadt wird man nur, wenn möglichst viele Chemnitzerinnen und Chemnitzer gemeinsam an der Bewerbung mitwirken. Dabei kommt unserer Universität mit ihren mehr als 11.400 Studierenden aus etwa 100 Ländern, ihren rund 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ihren vielen internationalen Gästen eine bedeutende Rolle zu. „Die regionale Verankerung der TU Chemnitz zu stärken und deren internationale Vernetzung voranzutreiben, ist mir, u.a. auch im Rahmen der Kulturhauptstadt-Bewerbung, ein äußerst wichtiges Anliegen“, versicherte Strohmeier, der dies bereits in seinem offenen Brief am Tag seines Amtsantritts zum Ausdruck brachte.

Die TU Chemnitz kann wesentliche Beiträge für die Bewerbung beisteuern. „Mit Blick auf den höchsten Anteil ausländischer Studierender unter Sachsens Universitäten ist die TU Chemnitz die internationalste Universität im Freistaat“, betonte der Rektor. In Forschung, Lehre und Transfer sei die TU Chemnitz in Europa und darüber hinaus ein gefragter Partner. Leuchtturm-Projekte in der Forschung mit weitreichender Ausstrahlung, mehrere internationale Studiengänge sowie erfolgreiche Kooperationen in europäischen und weltweiten Netzwerken zeigen, wie die Universität das Bild der Stadt – nach innen wie nach außen – positiv prägt und auch künftig prägen wird. „Die Wahrung und Förderung der Vielfalt der Kulturen sowie die Erhöhung der Chemnitzer Sichtbarkeit sind für uns ein zentrales Anliegen“, so Strohmeier.

Schon seit vielen Jahren verbindet die Universität mit der Stadt Chemnitz eine starke Partnerschaft, die sich auch in einem Kooperationsvertrag wiederspiegelt. Ziel dieser engen Vernetzung ist es, durch gemeinsame Anstrengungen den Standort Chemnitz in Bildung und Wissenschaft, Wirtschaft sowie Kultur und Sport weiterzuentwickeln. Jüngstes herausragendes Beispiel war der Zuschlag als Modellstadt im Innovationsnetzwerk der Fraunhofer-Gesellschaft: In der weltweiten „Morgenstadt City Challenge“ wurde Chemnitz als eine von drei Gewinnerstädten in Europa ausgewählt. An dieser erfolgreichen Bewerbung wirkte auch die TU Chemnitz mit.

Attraktivität von der lokalen bis zur europäischen Ebene ist eines der herausragenden Ziele einer Kulturhauptstadt Europas. Um dies zu erreichen, bringt sich die TU Chemnitz stark ein. Gemeinsam mit der Stadt geht sie infrastrukturell weitreichende Projekte an, die einer Kulturhauptstadt Europas würdig sind. Dazu zählt nicht zuletzt die Entwicklung des Stadtquartiers Brühl mit der Bibliothek zum neuen Universitätsquartier.

Stichwort: Kulturhauptstadt Europas ("European City of Culture")

Der Titel „Kulturhauptstadt Europas“ wird seit 1985 jährlich von der Europäischen Union vergeben – seit 2004 an mindestens zwei Städte. Die Benennung soll dazu beitragen, den Reichtum, die Vielfalt und die Gemeinsamkeiten des kulturellen Erbes in Europa herauszustellen und ein besseres Verständnis der Bürger Europas füreinander zu ermöglichen. Nach dem aktuellen Vergabeverfahren ist erst im Jahr 2025 eine deutsche gemeinsam mit einer slowenischen Stadt berechtigt, den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ zu tragen. Der Titel hierfür wird im Jahr 2018 ausgeschrieben und im Jahr 2021 beschieden. In Deutschland haben sich bisher drei Städte erfolgreich um den Titel beworben: West-Berlin (1988), Weimar (1999) und Essen (2009). 2017 sind Aarhus (Dänemark) und Paphos (Zypern) Kulturhauptstädte.

Mario Steinebach
25.01.2017

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