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Ankommen in der deutschen Lebenswelt

Philosophische Fakultät der TU Chemnitz lädt zum Europa-Jahr ein: Am 7. Dezember 2016 referiert der Kulturpolitikexperte Prof. Dr. Matthias Theodor Vogt aus Görlitz

Das Jahr 2016 steht an der Philosophischen Fakultät der Technischen Universität Chemnitz unter dem Motto „Europa ist überall“. Im Rahmen des Europa-Jahres referiert am 7. Dezember 2016 Prof Dr. Matthias Theodor Vogt. Der Professor für Kulturpolitik und Kulturgeschichte leitet das Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen in Görlitz und lehrt an der Hochschule Zittau/Görlitz. Vogt ist Hauptautor der aktuellen Studie „Ankommen in der deutschen Lebenswelt. Migranten-Enkulturation und regionale Resilienz in der Einen Welt“, die er Anfang Oktober gemeinsam mit Bundestagspräsidentin a.D. Rita Süssmuth und Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, in Berlin vorstellte. Nun wird er auch in Chemnitz über die Untersuchungsergebnisse sprechen. Der öffentliche Vortrag findet um 19 Uhr im „Alten Heizhaus“ im Universitätsteil Straße der Nationen 62 statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Laut Aussage des Deutschen Kulturrates ist die Studie deutschlandweit die erste, die Potentiale und Schwierigkeiten der Kulturaneignung im Integrationsprozess untersucht und dabei die Aufnahmegesellschaft und die Aufzunehmenden in den Blick nimmt. Den Ausgangspunkt der einjährigen Untersuchungen bildeten Interviews mit zwanzig Verantwortungsträgern aus Wirtschaft, Politik und Kunst sowie rund zweihundert Polizisten. Die weiteren Analysen zeigten, welch erhebliches Theorie- und Datendefizit für die Kulturaneignungsprozesse vorliegt. Gleichzeitig wurden strukturelle Schwächen des deutschen Staates deutlich. Diese sind in den politischen Verwerfungen der sogenannten „Flüchtlingskrise“ sichtbarer geworden und wären nun einer Lösung zuzuführen, auch im Kontext der „Einen Welt“ der Vereinten Nationen. In einer Reihe von Handlungsempfehlungen wird aufgezeigt, wie Integration funktionieren, eine mentale oder räumliche Ghetto-Bildung vermieden werden und eine höhere Kohäsion der bundesdeutschen Gesellschaft erreicht werden könnte. In der Studie findet der Leser eine Vielzahl von Perspektiven und Argumenten, die über die bisherige Diskussion um Zuwanderung, Kulturaneignung und Integration weit hinausreichen.

Übrigens: Die Neuerscheinung „Ankommen in der deutschen Lebenswelt. Migranten-Enkulturation und regionale Resilienz in der Einen Welt“ ist 2016 im Berliner Wissenschaftsverlag erschienen.

Weitere Informationen erteilt Ilona Scherm, Koordinatorin des Europajahres im Dekanat der Philosophischen Fakultät, Telefon 0371 531-34503, E-Mail ilona.scherm@phil.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
03.12.2016

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