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Uni aktuell Vorgestellt

Als Politikwissenschaftler interdisziplinäre Impulse setzen

Elf Fragen an Prof. Dr. Eric Linhart, der seit Dezember 2015 Inhaber der Professur Politische Systeme ist

Prof. Dr. Eric Linhart (40) ist seit Dezember 2015 Inhaber der Professur Politische Systeme an der Philosophischen Fakultät. In elf Antworten gibt er den Lesern von „Uni aktuell“ Einblicke in seinen Werdegang, seine Ziele und seine Zeit in Chemnitz.

Was versteht man eigentlich unter politischen Systemen?

Ein politisches System beinhaltet alle politische Institutionen, Akteure und Prozesse sowie konkrete Politiken. Zentral ist das Zusammenspiel dieser Elemente. Wir untersuchen in der Regel politische Systeme einzelner Staaten wie der Bundesrepublik Deutschland, sind aber nicht auf die nationale Ebene beschränkt. Auch beispielsweise die Europäische Union oder der Freistaat Sachsen besitzen ihr eigenes politisches System.

Die TU Chemnitz ist für mich als Professor die richtige Wahl, weil ...

... sie ein angenehmes Arbeitsumfeld bietet mit netten Kolleginnen und Kollegen und motivierten Studierenden.

Stellen Sie uns kurz Ihre akademische Laufbahn vor.

Ich habe an der Universität Mannheim Politikwissenschaft und Mathematik studiert und mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossen. Später wurde ich in Mannheim im Fach Politikwissenschaft promoviert. Meine nächste Station war die Universität Kiel, an der ich Juniorprofessor für Angewandte Politische Ökonomie war und mich auch habilitierte. Dazwischen war ich Vertretungsprofessor in Göttingen und Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst. Bevor ich nach Chemnitz kam, unterrichtete ich außerdem noch ein Semester lang an der Universität Heidelberg.

Beschreiben Sie Ihre Studienzeit in maximal 15 Worten.

Sie ist die Zeit im Leben, in der man die größten Freiheiten genießt.

Hatten Sie während Ihrer Studienzeit Vorbilder, die Sie zur wissenschaftlichen Karriere ermutigt haben?

Dazu zählt auf jeden Fall mein späterer Doktorvater, Franz Urban Pappi, bei dem ich schon während meiner Studienzeit als Hilfskraft arbeitete.

Was geben Sie jungen Studierenden und Absolventen mit auf den Weg?

Studieren Sie nur Fächer, für die Sie wirklich ein tiefes Interesse haben, und nicht solche, von denen Sie vermuten, dass sie karriereförderlich sind oder mit vermeintlich wenig Aufwand verbunden sind! Wenn Sie etwas ohne Interesse studieren, wird das Studium zur Qual.

Was möchten Sie künftig in der Lehre erreichen?

Mir ist wichtig, Studierende für das Fach Politikwissenschaft zu begeistern und ihnen aufzuzeigen, wie spannend Forschung sein kann. Dies wird mir sicher nicht immer und bei jedem gelingen, aber es leitet stets meine Lehre an.

Welche Impulse setzen Sie in der Forschung an der TU Chemnitz?

Die TU ist in Bereichen wie Maschinenbau, Informationstechnologien, Naturwissenschaften und ähnlichen sehr gut aufgestellt. Auf den ersten Blick haben diese Gebiete wenig mit Politikwissenschaft zu tun. Beim zweiten Hinsehen fällt aber auf, dass Innovationen in diesen Bereichen auch politische und gesellschaftliche Akzeptanz finden müssen, um keine rein akademischen Projekte zu bleiben. Hierzu kann ich als Politikwissenschaftler beitragen und interdisziplinäre Impulse setzen.

Es gibt rund 45.000 Professoren an deutschen Hochschulen. Was hebt Sie ab?

Ich glaube, mich hebt gar nicht so viel ab. Ich bemühe mich, Lehre und Forschung miteinander zu verbinden und dadurch in beiden Bereichen gute Arbeit zu leisten. Dieses Ziel teile ich eher mit der Masse meiner Kolleginnen und Kollegen, als dass ich mich dadurch von ihnen abhebe.

Welchen Ort in Chemnitz zeigen Sie Gästen am liebsten?

Ich wohne selbst erst seit kurzer Zeit in Chemnitz und freue mich noch darauf, die Stadt und das Umland zu erkunden. Sehr schön finde ich aber jetzt schon den Chemnitzer Marktplatz und bin auf seine Stimmung in der Adventszeit gespannt.

Wie bringen Sie sich ins Leben der Stadt ein?

Es ist wichtig, auch außerhalb der Universität aktiv zu sein, um einfach auch einmal ein anderes Umfeld zu haben – zum Beispiel in Sport- oder Musikvereinen. Dort ist viel ehrenamtliches Engagement gefordert, wie ich aus meiner Mannheimer und Kieler Zeit weiß. Wie genau ich mich in Chemnitz einbringen werde, kann ich aber jetzt im Detail noch nicht beantworten.

Weitere Informationen zur Professur: https://www.tu-chemnitz.de/phil/politik/pspi/professur/professur.php

Mario Steinebach
23.06.2016

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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