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Den wissenschaftlichen Austausch fördern

Gastwissenschaftler Michael A. Woodley of Menie stärkt im Rahmen des „Scientist in Residence“-Stipendiums die Chemnitzer Kernkompetenz „Mensch und Technik“

  • Michael A. Woodley of Menie forscht am Institut für Psychologie der TU Chemnitz. Foto: Steve Conrad

Ein Experte auf dem Gebiet der Intelligenzforschung ist zu Gast an der Technischen Universität Chemnitz: Michael A. Woodley of Menie, Honorarwissenschaftler des Center Leo Apostel for Interdisciplinary Research (CLEA) an der Vrije Universität Brüssel, forscht und arbeitet für zwei Jahre im Rahmen des „Scientist in Residence“-Stipendiums an der Chemnitzer Universität. Hier tritt er mit Forschenden in einen intensiven Austausch und treibt insbesondere Forschungsaktivitäten in der Kernkompetenz „Mensch und Technik“ mit voran. Der gebürtige Engländer beschäftigt sich interdisziplinär mit Aspekten der menschlichen Intelligenz und des Humankapitals und fokussiert dabei die Einflüsse auf den technologischen sowie wirtschaftlichen Fortschritt. „An der TU Chemnitz schätze ich insbesondere die Offenheit gegenüber innovativen Ideen sowie die hohe Interdisziplinarität in Forschung und Lehre. Verschiedene Ideen und Forschungsströme wirken als wissenschaftliche Impulsgeber. In meinen Forschungsprojekten setzte ich mich aktuell vorrangig mit Intelligenzkonstrukten und den kognitiven Fähigkeiten des Menschen auseinander. Dank der hohen Freiheitsgrade, die einem als Forscher hier an der Universität eingeräumt werden, gestaltet sich das Arbeiten als sehr interessant und zielführend“, verdeutlicht der Wissenschaftler.

Seine akademische Laufbahn begann Woodley of Menie an der britischen Royal Holloway University of London, wo er im Jahr 2011 im Bereich Ökologie promoviert wurde. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Manuskripte als unabhängiger Nachwuchsforscher in Kooperation mit der Ross University in Dominica sowie der University of Arizona. Anfang des Jahres 2013 begann er im Rahmen eines Forschungsstipendiums für Postdoktoranden an der schwedischen University of Umea sowie in seiner Funktion als Honorarwissenschaftler am belgischen CLEA, verhaltensgenetische Fragestellungen der menschlichen Intelligenz und Persönlichkeit zu fokussieren. Von dem von der TU Chemnitz ausgeschriebenen Stipendium erfuhr der 31-Jährige vom Entwicklungspsychologen Prof. Dr. Heiner Rindermann, zu dem er bereits zuvor in wissenschaftlichem Austausch stand. „Das Chemnitzer Institut für Psychologie genießt einen exzellenten Ruf. In dem Stipendium sah ich die Gelegenheit, an einigen der großen Projekte mitzuwirken und zugleich meine eigenen Kompetenzen einzubringen, um somit die Forschungsaktivitäten in der Kernkompetenz ‚Mensch und Technik‘ voranzubringen“, so Woodley of Menie. Auch zum Standort Chemnitz äußert er sich lobend: „Chemnitz als Stadt der Moderne ist durch die Kombination aus Altem und Neuem geprägt. Mir gefällt vor allem der Stil der Bauten aus der Kaiserzeit. Das Hauptgebäude der TU Chemnitz in der Straße der Nationen ist meines Erachtens eines der schönsten Bauwerke der Stadt und ich finde es großartig, dass sich mein Büro dort befindet.“

Durch die enge Verknüpfung der Stadt mit der Chemnitzer Universität ergeben sich zudem wertvolle Synergien, die durch die Anwesenheit Woodleys zusätzlich gestärkt werden. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir Michael Woodley of Menie als Gastwissenschaftler gewinnen konnten. Er ist zweifelsohne eine große Bereicherung für die TU Chemnitz sowie die gesamte Wissens- und Wirtschaftsregion Südwestsachsen“, verdeutlicht Prof. Dr. Heinrich Lang, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, und fügt hinzu: „Neben rein wissenschaftlichen Tätigkeiten bringt sich Woodley auch in das Stadtgeschehen ein. So bietet er unter anderem hochschulöffentliche Vorträge an, in denen aktuelle Forschungsarbeiten und -ergebnisse vorgestellt werden.“ Die städtisch-universitäre Zusammenarbeit zeigt sich zudem in Unterstützungsleistungen seitens der Stadt Chemnitz: Die Grundstücks- und Gebäudewirtschafts-Gesellschaft GGG unterstützt Woodley für den Zeitraum seines Aufenthaltes beim Wohnen in Chemnitz.

Das „Scientist in Residence“-Stipendium wurde zum 1. April 2015 an der TU Chemnitz eingerichtet und ermöglicht der Universität, weltweit renommierte Gastwissenschaftler an die Chemnitzer TU einzuladen, um den wissenschaftlichen Austausch zu fördern und internationale Beziehungen zu pflegen. „Ziel des Programms ist es, die Chemnitzer Kernkompetenzen in Forschung und Lehre mit Forschungsprojekten und Forschungsvorhaben hervorragender Wissenschaftler und Wissenschaftlerteams zu untersetzen“, erklärt Dr. Rainer Kittig, Referent (Schwerpunkt Forschung) im Büro des Rektors der TU Chemnitz, und ergänzt: „Bei uns findet profilierte Spitzenforschung statt, die sich auf die drei Kernkompetenzen ‚Materialien und Intelligente Systeme‘, ‚Ressourceneffiziente Produktion und Leichtbau‘ sowie ‚Mensch und Technik‘ fokussiert. Mit Michael A. Woodley of Menie konnte die TU Chemnitz einen ausgewiesenen Spitzenforscher gewinnen, der die Kernkompetenz ‚Mensch und Technik‘ interdisziplinär stärkt und unser Forschungsprofil bereichert.“ Für den Gastaufenthalt in Chemnitz bewarben sich renommierte Nachwuchswissenschaftler aus der ganzen Welt mit innovativen Forschungsvorhaben. Über die Vergabe des „Scientist in Residence“-Stipendiums entschied das Rektorat auf Vorschlag der Kommission für Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der TU Chemnitz unter der Leitung von Prof. Dr. Heinrich Lang.

(Autorin: Katharina Preuß)

Katharina Thehos
04.02.2016

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