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PEGIDA und der neue Populismus

Podiumsdiskussion der Professur Politische Theorie und Ideengeschichte geht am 28. Januar 2016 der Frage nach, wie PEGIDA und andere populistische Bewegungen wissenschaftlich untersucht werden können

Seit Oktober 2014 versammeln sich in Dresden regelmäßig Tausende zu Protesten der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (PEGIDA). Die Protestbewegung ist für die Demonstranten Ausdruck eines Vertrauensverlusts gegenüber den gesellschaftlichen Institutionen. Die Reden, Sprechchöre und Transparente dokumentieren eine Unzufriedenheit mit den Regierenden, den „etablierten“ Parteien und den Medien, die nicht selten in Verachtung gipfelt. Mit ihren „islam-“ und „flüchtlingsfeindlichen“ Losungen bedienen sie Ängste vor Überfremdung bis hin zu nationalistisch aufgeladenen Ressentiments. Angefangen hat PEGIDA mit einer Facebook-Gruppe befreundeter Personen. Innerhalb weniger Wochen entwickelte sich daraus eine Bewegung, die im Januar 2015 zeitweilig bis zu 25.000 Demonstranten mobilisierte. Reagierten einzelne Beobachter in den ersten Wochen verblüfft und ratlos, bestimmen PEGIDA und die neuen rechtspopulistischen Bewegungen nunmehr die Debatten in Politik, Medien und Wissenschaft. 2015 entstanden erste Studien zu den Motivlagen und politischen Einstellungen der Protestierenden. Sie suchten eine Antwort auf: Was ist PEGIDA und wie lässt sich diese Bewegung sozialwissenschaftlich einordnen? Zwar ließ der Zulauf zu den Dresdener Montagsdemonstrationen bis Mitte 2015 nach, doch erhielt die Bewegung aufgrund der Asyldebatte neuen Auftrieb.

Die Professur Politische Theorie und Ideengeschichte der Technischen Universität Chemnitz veranstaltet am 28. Januar 2016 an der TU eine Podiumsdiskussion zum Thema „PEGIDA und den neuen Populismus untersuchen“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Dresden, Göttingen, Jena und Chemnitz erhellen aus verschiedenen Perspektiven die Fragen: Was zeichnet PEGIDA und andere Demonstrationen als neue Protestbewegungen aus? Vor welchen Herausforderungen stehen wissenschaftliche Beobachterinnen und Beobachter und welchen Beitrag leisten sie in der Debatte um einen neuen Populismus? Es nehmen teil: Nico Dietrich (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Christian Eichardt (TU Dresden), Dr. Lars Geiges (Göttinger Institut für Demokratieforschung), Michael Hilbert (TU Dresden), Dr. Piotr Kocyba (TU Chemnitz), Dr. Steven Schäller (TU Dresden) sowie Dr. Anna-Maria Schielicke (TU Dresden). Moderiert wird die Podiumsdiskussion von PD Dr. Tom Thieme (TU Chemnitz). Alle Diskutanten sind Autorinnen und Autoren von ersten wissenschaftlichen Studien zu PEGIDA.

Die Podiumsdiskussion beginnt am 28. Januar 2016 um 17.15 Uhr im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße, Raum N 111. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen erteilt Dr. Ellen Thümmler, E-Mai ellen.thuemmler@phil.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
22.01.2016

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