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Weiterer Brückenschlag in die Mongolei

Chemnitzer Informatik-Labor, in dem eingebettete Systeme erforscht werden, erhält internationale Außenstelle in Ulaanbaatar

Eingebettet Systeme sind Computer, die nicht aussehen wie Computer. Sie werden in der Robotik, der Industrieautomatisierung und anderen technischen Anwendungen eingesetzt. Im Forschungsschwerpunkt „ESS - eingebettete Selbstorganisierende Systeme“ der Fakultät für Informatik der Technischen Universität Chemnitz entwickeln Studierende in internationalen Teams gemeinsam Software für derartige Systeme. Im Vordergrund stehen dabei Real-Time-Anwendungen und die automatische Bildverarbeitung. „Studierende aus Thailand, Indien und der Mongolei haben hier bereits sehr erfolgreich Kommunikationsprotokolle und eine automatische Videoanalyse auf der leistungsstarken RasberryPI-Plattform im Labor entwickelt“, berichtet Prof. Dr. Tugdevdagva Uranchimeg, die sich 2014 erfolgreich an der Chemnitzer Informatik-Fakultät habilitierte und dann an die Mongolian University of Science & Technology (MUST) in Ulaanbaatar zurückkehrte. An beiden Universitäten wurde dann schnell die Idee geboren, das erfolgreiche Chemnitzer ESS-Labor zu internationalisieren.

„Am 16. September 2015 war es endlich soweit“, freut sich Prof. Dr. Wolfram Hardt, Inhaber der Professur Technische Informatik. In Ulaanbaatar eröffnete das internationale ESS-Lab mit zunächst fünf vollständig ausgestatteten Programmierplätzen. „Die Begeisterung der Studierenden über die neuste Quadcore-Technologie einschließlich Sensorik und Kommunikationsschnittstellen ist riesengroß“, so Hardt, der zugleich Prodekan für Internationales der Fakultät für Informatik der TU Chemnitz ist. In Ulaanbaatar wurde er mit vielen Ideen für neue Anwendungen bestürmt. Prorektor und Kanzler der MUST sowie der zuständige Dekan ließen es sich nicht nehmen, der Laboreröffnung beizuwohnen und sie lassen wissen, dass in Kooperation mit der Stiftung Internationales Informatik- und Begegnungszentrum Sachsen, die internationale Nachwuchswissenschaftler fördert, ein länderübergreifender Wettbewerb für Studierende auf Grundlage dieser modernen Hardware-Plattform ausgeschrieben werden soll. „Schon bald wetteifern hier Studierende aus aller Welt um die besten Ideen“, sagt Prof. Hardt.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Wolfram Hardt, Telefon 0371 531-25550, E-Mail hardt@cs.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
21.09.2015

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