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Die "Ökobiene" fliegt wieder

Vom 21. bis 25. Mai 2015 tritt die studentische Initiative "Fortis Saxonia" der TU Chemnitz mit dem verbesserten Fahrzeug "Umicore EcoBee" beim Shell Eco-marathon in Rotterdam an

  • Zum zweiten Mal geht das Team "Fortis Saxonia" mit seinem Fahrzeug "Umicore EcoBee" an den Start. Foto: Fortis Saxonia

Auch 2015 beteiligt sich das Team "Fortis Saxonia" am Shell Eco-marathon. Die studentische Initiative der Technischen Universität Chemnitz ist als einziges Team aus Sachsen vom 21. bis 25. Mai in Rotterdam am Start. In den vergangenen Monaten haben die Studierenden ihr Fahrzeug "Umicore EcoBee" optimiert. Der Shell Eco-marathon ist ein Wettkampf mit dem Grundsatz "Je weniger, desto besser". Es gilt, eine größtmögliche Strecke mit einem Liter Kraftstoff beziehungsweise einer Kilowattstunde Strom zurückzulegen. Zur Messung müssen die Fahrzeuge eine 25 Kilometer lange Strecke in maximal 50 Minuten zurücklegen. Dabei wird der Energieverbrauch gemessen. Da die Vorbereitungen des Chemnitzer Teams trotz Zeitdrucks nach dem angesetzten Zeitplan laufen, schauen die Studierenden optimistisch in Richtung Rotterdam.

Nachdem sich Fortis Saxonia Ende 2013 erfolgreich gegen andere Bewerber durchsetzen konnte, wurde der belgische Materialtechnologie-Konzern Umicore zum Hauptsponsor und zugleich Namensträger des Gefährts der Chemnitzer Studenten. Das Unternehmen unterstützt im Rahmen seiner Initiative "Powered by YOU" langfristig Studententeams, die umweltfreundliche und nachhaltige Mobilitätskonzepte entwickeln. Dazu zählt auch die von Fortis Saxonia entwickelte, mit Wasserstoff über eine Brennstoffzelle angetriebene Umicore EcoBee.

Die 20 Vereinsmitglieder haben im Vergleich zum vergangenen Jahr unter anderem den Powertrain-Bereich der "Ökobiene" weiterentwickelt. Neben einer optimierten Luftführung mit verändertem Saugkonzept findet ein von Grund auf neu konzipiertes, hochintegriertes Brennstoffzellengehäuse im Fahrzeug Platz. „Wir haben uns hierbei für generative Fertigungsverfahren entschieden - FDM genannt - die eine möglichst kompakte Gestaltung des Gehäuses ermöglichen. Gleichzeitig können so alle zusätzlichen Komponenten wie die Steuerung, diverse Ventile, Druckregler und Sensorik in optimaler Nähe angebracht werden“, erklärt Martin Rößler vom Powertrain-Team.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Motors schließt sich eine weitere Optimierung im Antriebsstrang an. Anstelle des bisherigen DC-Motors nutzen die Chemnitzer Studierenden jetzt eine Synchronmaschine, von der sich das Team eine Effizienzsteigerung erhofft. Auch die angestrebte Gewichtsreduzierung konnten sie durch geeignete Optimierungen verwirklichen. Von 200 Kilogramm im vergangenen Jahr hat sich das Gewicht auf 180 Kilo verringert. "Es ist uns gelungen, das Gewicht des Antriebsstrangs fast zu halbieren", sagt TU-Studentin Sophia Wonczikowski und erklärt: "Erreichen konnten wir diese Leistung dank des Umstiegs auf einen radnahen Antrieb, bei dem sich der Motor direkt am Radträger befindet. Auf diese Weise entfallen die Triebwellen und das Differential. Auch das Hinzufügen ungefederter Massen verringert die Belastungen auf den Rahmen. "

Fortis Saxonia im Internet (ab 21. Mai mit aktuellen Berichten vom Rennen): http://www.fortis-saxonia.de

Der Shell Eco-marathon im Internet: http://www.shell.de/eco-marathon

Kontakt: Linda Blumkowski, E-Mail linda.blumkowski@s2012.tu-chemnitz.de

(Autorinnen: Sophia Wonczikowski, Yasmina Ramdani)

Katharina Thehos
19.05.2015

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