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Chemie ist, wenn es knallt und stinkt - oder doch nicht?

Schüler des Berufsschulzentrums Oschatz besuchten im Rahmen einer Praktikumswoche das Institut für Chemie

  • Foto: Max Hofmann

In der Woche vom 16. bis 20. März 2015 tauchten 21 Schüler des Berufsschulzentrums Oschatz in den Laboratorien des Institutes für Chemie der TU Chemnitz in die Naturwissenschaften ein. Der Besuch wurde im Rahmen des Leistungskurses „Ernährungslehre mit Chemie“ in der Klassenstufe 12 durchgeführt.

Die Schüler erhielten dabei Einblicke in verschiedene Bereiche der Forschung und Lehre an der Universität. An den ersten vier Tagen wurden insgesamt 49 Versuche an sieben Stationen absolviert. Es wurden unter anderem Experimente zu Kunststoffen, zur photometrischen Bestimmung einer unbekannten Eisenmenge und zur Stickstoffbestimmung von den Schülern selbstständig durchgeführt. Im Versuch „Ionennachweise“ wurde geklärt, welche Chemikalien sich in alltäglichen Dingen wie Backpulver, Deo oder Speisesalz befinden. Außerdem erlebten die Schüler, dass auch Malventee und Rohtkohlsaft als Nachweismittel genutzt werden können. Ein Versuch zur Kalorimetrie klärte dann noch über den Energiegehalt verschiedener Lebensmittel auf, um den Praxisbezug chemischer Untersuchungen zu unterstreichen.

In eine andere Richtung gingen die Versuche „Verseifung“ und „Computerchemie“. Bei letzterem wurden Reaktionsmechanismen beleuchtet und am Computer simuliert, um die Aktivierungsenergien von Reaktionen zu bestimmen. Aktivierungsenergien konnten auch bei der Verseifung von Essigsäureethylester über die Bestimmung von Reaktionsgeschwindigkeitskonstanten ermittelt werden. Die Schüler erhielten einen ersten Eindruck davon, dass auch in der Wissenschaft der Satz „Viele Wege führen nach Rom“ durchaus seine Berechtigung hat.

Am Ende der Woche warteten Titrationsversuche zur Bestimmung der Wasserhärte auf. Schnell wurde klar, dass sich Geschicklichkeit und Geduld in sehr genauen Resultaten auszahlen. „Die Praxis ist eine willkommene Abwechslung zum theorielastigen Schulstoff“ sagt Michelle (19) aus Oschatz. Sie war nicht die Einzige, der die Woche eine Menge Spaß bereitete.

Auch ohne großen Knall und mit erträglichen Gerüchen standen am Ende viele neue Eindrücke und zufriedene Schüler, die einiges für die Schule mitnehmen konnten. Manch einer hatte das Chemiestudium als Ziel nach dem angestrebten Abitur schon fest im Blick. Die TU Chemnitz als potentieller, zukünftiger Studienort konnte durch das Praktikum zumindest ins Blickfeld gerückt werden. Die Aktionswoche wurde nun schon im dritten Jahr in Folge vom BMBF-Projekt „TUChemnitz4U“ in Abstimmung mit dem BSZ Oschatz organisiert und von den Professuren Koordinationschemie, Physikalische Chemie, Polymerchemie und der Juniorprofessur Theoretische Chemie unterstützt.

Weitere Informationen erteilt Max Hofmann, Telefon 0371 531- 39891, E-Mail max.hofmann@chemie.tu-chemnitz.de

(Autor: Max Müller)

Mario Steinebach
20.03.2015

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