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Impulse in der sächsischen Landesgeschichte

Projekt „Erinnerndes Gedenken” geht zu Ende - Überblicksdarstellung zur Geschichte Sachsens im Ersten Weltkrieg und Sammelband zu Ringvorlesungen zum Ersten und Zweiten Weltkrieg sind in Vorbereitung

  • Der letzte Referent der Ringvorlesung „Sachsen, Europa und der Zweite Weltkrieg”, Prof. Dr. Matthias Stickler (Würzburg), eingerahmt von den Projektverantwortlichen, Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll (TU Chemnitz) und Dr. Dirk Reitz (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Sachsen). Foto: Dr. Hendrik Thoß

Am 4. Februar 2015 fand die Ringvorlesung „Sachsen, Europa und der Zweite Weltkrieg” mit einem Vortrag von Prof. Dr. Matthias Stickler (Würzburg) ihren Abschluss. Damit endete zugleich auch ein zentraler Teil des vom Sächsischen Staats­ministerium für Soziales geförderten Projektes „Erinnerndes Gedenken”, das von den Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der TU Chemnitz in enger Kooperation mit dem Landesverband Sachsen des Volksbundes Deutsche Kriegs­gräber­fürsorge e.V. realisiert wird. Im Zentrum steht hierbei die Frage nach der Position, der Rolle Sachsens im Zeitalter der Weltkriege des 20. Jahrhunderts, im Kaiser­reich, in der Weimarer Republik und im National­sozialismus.

Im Rahmen von zwei Ring­vorlesungen haben sich im Sommer­semester 2014 und im Winter­semester 2014/2015 25 Historiker und Museologen mit einer Vielzahl von Aspekten der sächsischen, deutschen und europäischen Geschichte dieser Zeit auseinandergesetzt. Dabei zeigten sich die Organisatoren, Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll, Inhaber der Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der TU Chemnitz, und Dr. Dirk Reitz, Landes­geschäfts­führer des Volksbundes Deutsche Kriegs­gräber­fürsorge e.V. Sachsen, gleichermaßen erfreut von der beständig großen Resonanz unter der Studenten­schaft wie aus der Chemnitzer Bürgerschaft, die jeder einzelne Vortrag der beiden Reihen gefunden hat. Die Ergebnisse der beiden Vortrags­reihen werden nun in einem Sammelband zusammengefasst, der noch in diesem Jahr in dem Berliner Verlag Duncker & Humblot erscheinen wird.

Teil des Projektes „Erinnerndes Gedenken” ist auch eine Überblicks­darstellung zur Geschichte Sachsens im Ersten Weltkrieg, die von Kristin Lesch, einer früheren Mitarbeiterin der Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, verfasst wurde und deren Veröffent­lichung in den nächsten Wochen geplant ist. Beide Projektpartner verfolgten dabei auch das Ziel, Desiderate in der Forschung zur regionalen Dimension der Geschichte beider Weltkriege herauszuarbeiten und ihre Bearbeitung, etwa in Form studentischer Abschluss­arbeiten oder von Qualifikations­schriften, anzuregen. Dies betrifft beispielsweise die regionale und die lokale Ebene der Erinnerung an beide Kriege in den Nachkriegs­gesell­schaften oder die Möglichkeiten und Grenzen der Reorganisation von Verwaltung und Wirtschaft unter den Bedingungen des ersten totalen Krieges. Dadurch könnte das Projekt „Erinnerndes Gedenken” auch über seine unmittelbare Laufzeit hinaus Impulse auf diesem Feld der sächsischen Landes­geschichte setzen.

Weitere Informationen erteilt Dr. Hendrik Thoß, Telefon 0371 531-32615, E-Mail hendrik.thoss@phil.tu-chemnitz.de.

(Autor: Dr. Hendrik Thoß)

Katharina Thehos
09.02.2015

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