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Preisgekrönte Forscher und Netzwerker

Unter den Gewinnern des futureSAX-Ideenwettbewerbs 2014 finden sich auch das Chemnitzer Projektteam "Corant" und das von der TU aus geleitete Gründungsnetzwerk SAXEED

Etwa 200 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Politik trafen sich am 16. Juli 2004 in Dresden zum 4. Sächsischen Innovationsgipfel. Unter dem Motto „Open Innovation“ diskutierten sie über Möglichkeiten und Wege der effektiven Integration von Kunden in Innovationsprozesse. Im Rahmen der Veranstaltung ehrte Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok, auch die Gewinner des diesjährigen futureSAX-Ideenwettbewerbs. Der futureSAX-Ideenwettbewerb, bei dem in diesem Jahr 70 Gründungskonzepte eingereicht wurden ist insgesamt mit 30.000 Euro dotiert. Das Siegerteam kommt von der Technischen Universität Dresden, der zweite und dritte Preis gingen an Teams der TU Chemnitz sowie der Hochschule Mittweida.

Dieser Ideenwettbewerb findet seit 2002 jährlich statt. „Gesucht wurden die besten sächsischen Geschäftsideen und -konzepte. Ganz gleich, ob die Idee erst umgesetzt werden soll oder bereits umgesetzt ist. Wichtig bei der Auswahl war, dass die Idee ein hohes Markt- und Wachstumspotenzial besitzt und, soweit sie schon realisiert ist, dass die Markteinführung nicht länger als 24 Monate zurückliegt“, hob futureSAX-Projektleiter Dr. Andreas Stricker hervor.

Preisgekröntes Chemnitzer Forschungsprojekt „Corant“: Messen im Extrembereich

Den zweiten Preis, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, überreichte Staatsminister Sven Morlok an das Team „Corant Technologie GmbH“ von der TU Chemnitz. Vier Wissenschaftler hatten sich mit einem Sensorsystem beworben, das bei hohen Temperaturen eine fortlaufende automatische und exakte Temperaturkontrolle ermöglicht. Insbesondere für die Produktion von Stahl, Zement und Glas sowie in der chemischen Industrie ist dies von großer Bedeutung.

Als erstes Sensorsystem ist „Corant“ in der Lage, Temperaturen im Bereich von 1.200 bis 1.800 Grad Celsius automatisch, kontinuierlich und präzise zu messen. Durch eine genaue Temperaturmessung und -verfolgung lassen sich zum Beispiel manuelle Prozesse automatisieren und die Produktion optimieren. Auch die Produktqualität erhöht sich, da durch zu hohe oder zu niedrige Temperaturen bedingte Qualitätsprobleme vermieden werden. Besondere Bedeutung hat dies etwa bei sensiblen Produkten wie aus dem medizinischen Bereich oder in der Bauindustrie. Darüber hinaus lassen sich durch präzise Temperaturmessungen enorme Mengen von elektrischer und fossiler Energie einsparen sowie Gefahren für Menschen in ansonsten gesundheitsschädlichen Umgebungen zum Beispiel in der Nähe von Schmelzen und Hochtemperaturöfen reduzieren.

Die technische Idee zu diesem innovativen Sensorsystem wurde im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojektes an der TU Chemnitz entwickelt. Auf Basis der Innovation gründeten die Beteiligten ein Start-up-Unternehmen als Kooperationsprojekt der Professuren für Halbleiterphysik sowie Marketing und Handelsbetriebslehre der TU Chemnitz. Zum Gründerteam gehören der Volkswirt Mario Körösi sowie die Physiker Dr. Daniel Lehmann, Dr. Steve Pittner und Dr. Michael Fronk. Die Innovation in eine neue Firma zu überführen, wird beflügelt durch eine erfolgreiche Finanzierung durch den vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten "EXIST Forschungstransfer". Mehr als 500.000 Euro stehen den ausgründungswilligen Forschern der TU Chemnitz für den Wissens- und Technologietransfer für die Weiterentwicklung des Sensors und den Weg zum Start-up-Unternehmen zur Verfügung.

Beste Hochschulnetzwerke für Gründer geehrt

Im Rahmen des futureSAX-Ideenwettbewerbs 2014 wurden zusätzlich die drei sächsischen Hochschulnetzwerke ausgezeichnet, die ihre Gründerteams erfolgreich für den futureSAX-Ideenwettbewerb vorbereitet haben. Neben dem Netzwerk „dresden exists“, das die meisten nominierten Gründungsideen in den futureSAX-Ideenwettbewerb 2014 einbrachte, wurden die Hochschulnetzwerke „SAXEED“ (Chemnitz, Freiberg, Zwickau und Mittweida) und „SMILE“ aus Leipzig geehrt.

Das von der TU Chemnitz aus geführte Gründernetzwerk SAXEED betreute seit 2006 bis heute allein in Chemnitz 369 Gründungsprojekte, die sich teilweise noch in der Entwicklung befinden. Bisher entstandenen daraus hier 100 erfolgreiche Gründungen, die inhaltlich breit gestreut sind - von kleineren Unternehmungen neben dem Studium bis hin zur Venture Capital finanzierten High-Tech-Gründung. Insgesamt wurden so bereits mehr als 300 Arbeitsplätze geschaffen.

Weitere Informationen zu „Corant“ erteilen Dr. Daniel Lehmann, Telefon 0371 531-35667, daniel.lehmann@physik.tu-chemnitz.de, sowie Mario Körösi, Telefon 0371 531-32642, E-Mail mario.koeroesi@corant.de. Auskünfte zu SAXEED erteilt Dr. Marc Banaszak, Telefon 0371 531-19907, E-Mail marc.banaszak@saxeed.net.

Mario Steinebach
17.07.2014

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