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Gestickte Sensorik sorgt für das entscheidende Plus

IMM Holding GmbH und zwei Ausgründungen aus der TU Chemnitz wollen mit Weiterentwicklung der Reaktionswand "twall" in den Gesundheits- und Medizintechnikmarkt einsteigen

Die Entwicklung der interaktiven Reaktionswand "twall" der Mittweidaer Firma IMM geht einen entscheidenden Schritt nach vorn. Mit dem bisher mehr aus dem Eventbereich kommenden interaktiven Sport- und Trainingsgerät will IMM nun vor allem in den Gesundheits- und Rehabilitationsbereich einsteigen. Bei der "twall" geht es nicht nur darum, auf spielerische Art Reaktion, Koordination und Bewegungsfähigkeit zu messen und zu schulen. Insbesondere im Reha-Bereich soll damit künftig die Kondition von Patienten gefördert und deren Beweglichkeit aktiviert werden. Bei der Weiterentwicklung der "twall" setzte das Unternehmen in den vergangenen vier Jahren auf die enge Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Strukturleichtbau e.V. (SLB) und der LSE Lightweight Structures Engineering GmbH – zwei Ausgründungen aus der Technischen Universität Chemnitz. Mit Hilfe der vom SLB entwickelten Technologie der gestickten Sensoren, die Bewegungen in Signale umsetzen können, wurde die neue "twall"-Generation erst möglich. Schlagkraft und Treffer können jetzt mit den in einer großflächigen Kunststoffverbundplatte integrierten Sensoren präziser gemessen werden. Wo bisher zum Löschen von Lichtern die in der Reaktionswand eingearbeiteten mechanischen Schalter kraftvoll und somit lautstark betätigt werden mussten, reicht nun ein geringerer Druck auf die Aktionsfelder auf einer Kunststofffläche aus. Damit empfiehlt sich die "twallPLUS" überhaupt erst für den Gesundheitsmarkt.

Um die Serienfertigung der neuen Aktionsfrontplatte der Reaktionswand mit strukturintegrierter Erfassungssensorik kümmerte sich die Firma LSE, die auf dem Smart Systems Campus in Chemnitz auch bei der Entwicklung der Herstellungstechnologie von der Nähe zur Technischen Universität und zum Bundesexzellenzcluster MERGE profitiert. "Bereiche wie Maschinenbau und Chemie, Mikrosystemtechnik und Physik, Textilindustrie und Werkstofftechnik greifen bei der sensiblen Sticksensorik und deren Integration in Bauteile eng ineinander", versichert LSE-Geschäftsführer Holg Elsner. Das Besondere am Standort sei, dass Wissen und Know-how von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung bis zur konkreten Technologieentwicklung auf engstem Raum unter verschiedenen Einrichtungen mit unterschiedlichen Rechtsformen sehr schnell transferiert werden. Somit gelang es innerhalb von 18 Monaten, die Serienfertigung der neuen "twallPLUS" auf sichere Beine zu stellen. Mittlerweile ist das aus der TU ausgegründete Unternehmen im Fertigungsprozess der twallPLUS ein wichtiger Zulieferer der Kunststoffverbundplatten inklusive gestickter Sensoren. Bei den IMM Tagen in Mittweida stellt Elsner am 12. Juni 2014 den Weg der „twallPLUS“ von der Entwicklung bis zur Serienreife vor.

Weitere Informationen erteilen Holg Elsner, Geschäftsführer der LSE Lightweight Structures Engineering GmbH, Telefon 0371 5347-642, E-Mail info@lse-chemnitz.de, sowie Sebastian Voigt, IMM Holding GmbH, Vertrieb Exergaming, Telefon 03727 6205628, E-Mail s.voigt@imm-gruppe.de

Mario Steinebach
10.06.2014

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