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Von Chemnitz nach Warschau

Prof. Dr. Miloš Rezník, Inhaber der Professur Europäische Regionalgeschichte an der TU Chemnitz, ist neuer Direktor des Deutschen Historischen Instituts Warschau

  • Prof. Dr. Milos Reznik bringt die Forschungsschwerpunkte aus seiner Tätigkeit an der TU Chemnitz in seine neue Funktion als Direktor des Deutschen Historischen Instituts Warschau ein. Foto: DHI Warschau

Am 1. April 2014 trat Prof. Dr. Miloš Řezník den Posten als Direktor des Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Warschau an. Er wurde von Prof. Dr. Heinz Duchhardt, Präsident der Max Weber Stiftung, in das Amt berufen. Damit wurde zum ersten Male in der Geschichte der Deutschen Historischen Institute im Ausland ein Professurinhaber von einer Universität in den ostdeutschen Bundesländern nach einem offenen Auswahlverfahren zum Direktor ernannt. "Ich empfinde das als eine große Anerkennung für die Arbeit unseres Instituts in Chemnitz", sagt Řezník.

Das 1993 gegründete DHI Warschau zählt zu insgesamt sieben Deutschen Historischen Instituten weltweit und gehört zur bundesunmittelbaren Stiftung öffentlichen Rechts Max Weber Stiftung-Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland. Es setzt sich zur Aufgabe, die Geschichte Polens und der deutsch-polnischen Beziehungen im internationalen wie europäischen Kontext zu erforschen und betreibt auf diesem Themenfeld Grundlagenforschung, die innovativ, thematisch breit und chronologisch tief angelegt ist. Konkret realisiert wird dies über die Projektforschung, die sich auf einige Schwerpunkte konzentriert. Zu den zukünftigen Schwerpunkten sollen laut dem neuen Direktor einerseits die Fragen der Regionalitäten und Regionalisierungsprozesse in der Vergangenheit, andererseits die Problematik der Funktionalität der Geschichte in der gegenwärtigen, spätmodernen Gesellschaft gehören. Auch die Erforschung der sächsisch-polnischen Union (1697-1763), die in beiden Ländern eine wichtige historische Epoche darstellt, soll neue Impulse erhalten. Darin sieht Prof. Řezník auch seinen spezifischen Beitrag vor dem Hintergrund seiner bisherigen Forschungsschwerpunkte in Chemnitz.

Weiterhin fördert das Institut in einer vermittelnden Rolle den Forschungstransfer sowie die Kooperation und Kommunikation zwischen deutschen und polnischen Geschichtswissenschaftlern und unterstützt den geschichtswissenschaftlichen Diskurs auf nationaler als auch internationaler Ebene. Zudem werden regelmäßig wissenschaftliche Veranstaltungen angeboten, Publikationen herausgegeben und Stipendien vergeben.

Seit 2002 ist Prof. Dr. Miloš Řezník an der TU Chemnitz tätig: von 2002 bis 2008 als Juniorprofessor für Europäische Regionalgeschichte mit besonderer Berücksichtigung des sächsisch-böhmischen Grenzraums und seit 2009 als Inhaber der Professur Europäische Regionalgeschichte. Am Institut für Europäische Geschichte und an der Philosophischen Fakultät nahm er diverse Ämter wahr, unter anderem als Prodekan, und arbeitete in zahlreichen Gremien der Universität mit. Durch die Realisierung internationaler Projekte sowie durch seine Tätigkeit als Ko-Vorsitzender der Deutsch-Tschechischen Historikerkommission ist er in die wissenschaftliche Zusammenarbeit zur Geschichte Ostmitteleuropas transnational verankert.

Weitere Informationen erteilt Stefanie Troppmann, Telefon 0371 531-39513, E-Mail stefanie.troppmann@phil.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Stefanie Troppmann)

Katharina Thehos
09.05.2014

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