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Aus der Forschung ins Verkaufsregal

Forschungsprojekt SARALON entwickelt kostengünstige gedruckte Elektronik für Verpackungen - Im Programm "EXIST Forschungstransfer" wird eine Ausgründung aus der TU Chemnitz vorbereitet

  • Das Team von SARALON - von links: Dr. Moazzam Ali, Deep Prakash, Steve Paschky, Jan Joachim, Björn Engler. Foto: SAXEED

Verpackungen, die aktiv auf Kundenfang gehen oder Markenfälschungen vorbeugen - wie kann das funktionieren? Dieser Frage ist ein Team aus Wissenschaftlern des Instituts für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz seit längerem nachgegangen. "Ausgangspunkt der Idee war die Erkenntnis, dass traditionelle Elektronik keine kostengünstige Integration in Verpackungen erlaubt. Wir wollen dieses Problem durch die Entwicklung innovativer Elektronik mit Standarddruckverfahren lösen", erläutert Dr. Moazzam Ali, der das Forscherteam leitet. Mit ihrem Ansatz überzeugten die Wissenschaftler im vergangenen Herbst eine Expertenjury und waren erfolgreich im Förderprogramm EXIST-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Am 1. April 2014 starteten sie nun das Vorhaben "SARALON - simplifying electronics".

Das Wort SARALON ist eine Kombination des Wortes saral und der Silbe "on" von Elektronik. Saral ist ein Begriff der alten indischen Sprache Sanskrit und bedeutet "die einfachen Mittel". "Die Bezeichnung passt ideal zur Philosophie des Projektes", betont Dr. Moazzam Ali. Denn im Kern gehe es darum, auf einfache und kostengünstige Art und Weise Elektronik zu produzieren. "Unser Ziel ist es, mit Hilfe vielseitig einsetzbarer, kostengünstig gedruckter Elektronik den Markt für Produktverpackungen zu revolutionieren", ergänzt Dr. Ali. Durch die Integration von Elektronik in Verpackungen solle der Wert des Produktes verstärkt werden. "Die Einsatzfelder hierfür sind sehr vielfältig", schätzt der Teamleiter ein.

Das interkulturelle Gründerteam, zu dem neben Dr. Moazzam Ali die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter Deep Prakash und Björn Engler vom Institut für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz sowie der kaufmännische Verantwortliche Steve Paschky gehören, möchte in den kommenden 18 Monaten die Entwicklung integrierter gedruckter elektronischer Komponenten für den Einsatz in marktfähigen Produkten vorantreiben. Unterstützt wird es dabei durch den Leiter des Instituts für Print- und Medientechnik, Prof. Dr. Arved C. Hübler. Im kommenden Jahr soll eine GmbH als Spin-off der TU Chemnitz gegründet werden. Das ist erklärtes Ziel des Förderprogrammes: Die aus EXIST-Forschungstransfer hervorgehenden Gründungen sollen nach Abschluss der Förderung in der wissenschaftlichen Einrichtung und der Anschubförderung als Unternehmen in der Lage sein, externe Finanzierungsmittel zum forcierten Unternehmensaufbau und Markteintritt einzuwerben. Die beteiligten Wissenschaftler werden dabei für die Gründung eines technologieorientierten Unternehmens qualifiziert und betreut. EXIST wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert.

Auch der Hochschulentwicklungsplan der TU Chemnitz betont die Bedeutung solcher Projekte: "Existenzgründungen aus der TU Chemnitz sind wichtige und wirksame Instrumente eines erfolgreichen Personal-, Wissens- und Technologietransfers." Der Prorektor für Wissens- und Technologietransfer, Prof. Dr. Andreas Schubert, betont, der aktuelle Erfolg des SARALON-Teams beim EXIST-Forschungstransfer-Programm zeige, auf welchem guten Weg die TU Chemnitz hierbei mit Instrumenten wie dem Gründernetzwerk SAXEED und der Unterstützung der Erfinder- und Schutzrechtstätigkeit sei.

Weitere Informationen erteilen Dr. Moazzam Ali, Telefon 0371 531-39242, E-Mail moazzam.ali@mb.tu-chemnitz.de, sowie Steve Paschky, Telefon 0341 2236-957, E-Mail steve.paschky@saralon.com, http://www.saralon.com

Katharina Thehos
10.04.2014

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