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Chemnitzer Delegation erhält die höchste Auszeichnung in New York

Bei der weltweit größten UN-Simulation erhielt das Team der TU Chemnitz vier Auszeichnungen, darunter den höchsten Award für Delegationen, und gehört somit zu den besten Teilnehmern der Konferenz

  • Faculty Advisor Dr. Antje Nötzold (M.) präsentiert mit den Head Delegates Robert Baumgart und Anastasia Bass stolz den Outstanding Delegation Award, die höchste Auszeichnung. Alle Fotos: privat
  • Die NMUN-2014-Delegation der TU Chemnitz vor dem vorübergehenden Gebäude der Generalversammlung.
  • Robert Baumgart (l.) und Benedict Wendler erhielten einen Award für ihr Position Paper im 3. Komitee der Generalversammlung.
  • Anastasia Bass wurde mit einem Award für ihr Position Paper im Human Rights Council ausgezeichnet.
  • Und ein Award für sein Position Paper im der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen ging an Jonas Heid.

Die Studentendelegation der Technischen Universität Chemnitz zählt zu den besten Teams, die vom 30. März bis zum 3. April 2014 an der National Model United Nations (NMUN)-Konferenz teilgenommen haben. Zu dieser weltweit größten UN-Simulation kommen jedes Jahr etwa 5.000 Studierende von mehr als 300 Hochschulen nach New York. Die 15 Chemnitzer Studierenden erhielten in diesem Jahr erneut vier der begehrten Preise. Für ihre hervorragende Vorbereitung auf die UN-Simulation wurden sie in drei Komitees - dem Menschenrechtsrat, der Organisation für das Verbot chemischer Waffen sowie dem 3. Komitee der Generalversammlung - mit dem "Outstanding Position Paper Award" ausgezeichnet. In den vor der Simulation einzureichenden Position Papers müssen die jeweiligen Positionen und Ziele des zu vertretenden Landes hinsichtlich der drei möglichen Simulationsthemen dargestellt werden.

Neben den Preisen für die Vorbereitung werden die Delegationen insgesamt hinsichtlich engagierter und regelkonformer Mitarbeit sowie einer authentischen Repräsentation ihres Landes bewertet. Dabei wurde die Chemnitzer Delegation für hervorragende Mitarbeit und Repräsentation Libyens während der Konferenz mit der höchsten möglichen Auszeichnung geehrt, dem "Outstanding Delegation Award". Damit stellte die TU Chemnitz die zweitbeste deutsche Delegation, die an der NMUN-Konferenz 2014 teilgenommen hat. Die TU Chemnitz ist die einzige sächsische Universität die an der NMUN-Konferenz in New York teilnimmt - und das bereits zum elften Mal. Dieses Jahr vertraten die Chemnitzer Studierenden in ihrer Rolle als Diplomaten die Interessen des nach der Revolution von 2011 noch jungen Staates Libyen.

Während ihres Aufenthaltes in den USA nahmen die Studierenden aus Chemnitz nicht nur an der Simulation in New York teil, bei der sie Reden hielten, Interessen vertraten und Kompromisse aushandelten sowie schließlich Resolutionen verfassten und verabschiedeten - genau wie echte UN-Delegierte. Um für ihre Aufgabe gewappnet zu sein, bereiteten sich die Studierenden seit Oktober bei wöchentlichen Treffen und Blocksitzungen intensiv vor. Neben der Einarbeitung in die Positionen Libyens mussten die "Rules of Procedure", der Ablauf und die speziellen Verfahrensregeln von UN-Sitzungen, eingeübt werden. Nach Probesimulationen in Hamburg und Chemnitz bildete die Reise in die USA den Höhepunkt des NMUN-Projekts. In Washington D.C. und New York erhielten sie vor Beginn der Simulation zahlreiche Einblicke in die Weltpolitik und die libyschen Positionen - unter anderem von der Deutschen Botschaft und der Deutschen Repräsentanz bei der UN, dem Middle East Institut, der US-Libya Business Association sowie als besonderes Highlight bei der Libyan Mission to the UN vom libyschen Botschafter Seine Exzellenz Ibrahim Dabbashi persönlich.

Team-Leiterin Dr. Antje Nötzold freut sich sehr über das hervorragende Abschneiden der Chemnitzer Studierenden. "Die Preise würdigen die intensive und sehr gute Vorbereitung unserer Delegation. Dadurch konnten die Studierenden als Diplomaten auf Zeit bei der UN-Simulation mit ihren Kenntnissen der UN-Arbeitsweise und der realitätsgetreuen Repräsentation der libyschen Interessen überzeugen. Ich bin sehr stolz auf `meine´ Delegates!", sagt die Mitarbeiterin der Professur Internationale Politik, an der das Projekt betreut wird. Auch Prof. Dr. Beate Neuss, Inhaberin dieser Professur, ist beeindruckt von dem hohen Niveau, das das "Uni goes UNO"-Projekt erreicht hat, sowie von der wiederholten Auszeichnung eines Chemnitzer NMUN-Teams: "Die Studierenden der TU Chemnitz waren 2014, wie auch in den Jahren zuvor, besser als die Delegationen von vielen namhaften Hochschulen rund um den Globus. Dafür gilt ihnen meine Hochachtung."

Am Projekt "Uni Goes UNO", das auch für die nächste NMUN-Konferenz 2015 fortgeführt wird, können Studierende aller Studiengänge der TU Chemnitz teilnehmen. "Wir freuen uns schon darauf, dass sich auch 2015 wieder ein motiviertes Team findet, das nicht nur auf dem diplomatischen Parkett in New York glänzt, sondern bereits in der intensiven Vorbereitung enorm viel lernt über die Abläufe in der Weltpolitik, das Debattieren in der Konferenzsprache Englisch, den Austausch mit anderen internationalen Simulationsteilnehmer und natürlich auch über das Arbeiten im Team", ergänzt Prof. Neuss.

Stichwort: UN-Simulation (National Model United Nations)

In 35 Ländern der Welt simulieren jährlich tausende Studenten Sitzungen und Verhandlungen der Vereinten Nationen bei den so genannten "Model United Nations (MUN)". Die NMUN - die größte und bekannteste dieser Simulationen - findet jedes Jahr in New York, dem Tagungsort der Vereinten Nationen, statt. 2014 haben wieder rund 5.000 Studenten über mehrere Tage Verhandlungsstrategien entworfen, die Positionen ihrer Länder vertreten sowie über Resolutionen beraten und abgestimmt. Neben interkulturellem Austausch sind Hauptziele der NMUN, das Verständnis der Studenten für die Arbeit der Vereinten Nationen, und die komplexen Sachverhalte internationaler Beziehungen zu wecken. Seit 2004 nehmen auch studentische Delegationen der TU Chemnitz an der NMUN-Konferenz teil. Sie vertraten bisher die Interessen von Mazedonien, Georgien, Estland, Vietnam, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Israel, Namibia, Ukraine, Türkei, Kasachstan und in diesem Jahr von Libyen.

Informationen zum Projekt und der Chemnitzer NMUN-Delegation: http://www.tu-chemnitz.de/nmun

Einblicke in das Reisetagebuch der Chemnitzer NMUN-Delegation 2014: http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/aktuell/2/5673

Weitere Informationen erteilt Dr. Antje Nötzold, Professur Internationale Politik, Telefon 0371 531-35570, E-Mail antje.noetzold@phil.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Dr. Antje Nötzold)

Katharina Thehos
04.04.2014

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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