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Mit Kompass, Karte und Kollegen durchs Gelände

Premiere am Fichtelberg: Erstmals wird am 8. Juli 2006 dank der Initiative von TU-Mitarbeiter Marko Rößler in Sachsen ein "Rogaine" durchgeführt, eine spezielle Variante des Orientierungslaufes

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Er holt den "Rogaine"-Orientierungslauf von Australien nach Sachsen: Der Chemnitzer TU-Mitarbeiter Marko Rößler. Foto: privat

Unter dem Dach der Sektion Orientierungslauf der Chemnitzer Universitätssportgemeinschaft (USG) kommt es am 8. Juli 2006 um 14 Uhr zu einer Sachsen-Premiere: Erstmals wird hierzulande der „Rogaine“, eine besondere Form des Orientierungslaufes, durchgeführt. Auf einer 100 Quadratkilometer großen Waldfläche zwischen dem Luftkurort Oberwiesenthal und dem Pumpspeicherkraftwerk Markersbach gilt es, innerhalb von sechs beziehungsweise zwölf Stunden insgesamt 50 Posten aufzuspüren. Hierin liegt auch der wesentliche Unterschied zum klassischen Orientierungslauf: Beim Orientierungslauf wird ein gesetzter Kurs von Kontrollpunkten in der schnellstmöglichen Zeit absolviert. Beim Rogaining hingegen ist das Ziel, in einer festgesetzten Zeit eine möglichst große Abdeckung des Kurses zu erreichen.

Im Vordergrund stehen dabei Teamwork, Wettkampf aber auch Freude an der Natur. „Rogaine steht für ein sportliches Abenteuer für jung und alt, vom Sportler bis zum Anfänger. Es gehen Teams aus zwei bis fünf Teilnehmern an den Start, die mit Karte und Kompass bei freier Routenwahl nach den Kontrollpunkten jagen. Die Posten haben unterschiedliche Wertigkeiten und sind überall im anspruchsvollen Gelände verteilt. Am Ende gewinnt das Team mit der höchsten Punktzahl“, erklärt Veranstalter Marko Rößler.

Noch bis zum 1. Juni 2006 können sich Interessierte ohne Nachmeldegebühr für den Wettkampf anmelden (online unter http://www.sachsen-rogaine.de oder per Mail an anmeldung@sachsen-rogaine.de). Die Startgebühr beträgt 20 Euro. Enthalten sind darin bereits die Kosten für die Orientierungs-Karte sowie die Übernachtung vor Ort, die in Jurten oder Zelten erfolgt. „Glücklicherweise konnten wir den Studentenrat der TU Chemnitz und das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau für unsere Sache gewinnen, so dass Studenten zehn Euro weniger bezahlen müssen“, freut sich Marko Rößler.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Chemnitz kam mit dem Rogaine, dessen Wurzeln in Australien liegen, während seines Auslandsaufenthaltes in „Down Under“ intensiver in Berührung. „Bei meinem einjährigen Studienaufenthalt in Adelaide habe ich diese Sportart extensiv betrieben. Dabei kam mir die Idee, einen derartigen Sportevent auch in Deutschland durchzuführen“, erklärt Rößler. Dass ihm das gelingen wird, davon ist auch der Rogaine-Weltverband überzeugt. Neil Phillips, der Präsident der International Rogaining Federation, steht dem Chemnitzer mit Rat und Tat zur Seite und machte Marko Rößler kurzerhand zum Vertreter des Rogaine in Deutschland. Als einer der "Väter" des Rogaining sorgte Neil Phillips auch für die weltweite Publikation des Wettbewerbes und hat dabei ganze Arbeit geleistet: "Die erste Zusage kam kurioserweise aus der Mongolei. Der mongolische Verband für Orientierungslauf sendet ein zweiköpfiges Team nach Oberwiesenthal", staunt Rößler.

Somit wird die Jagd nach Kontrollpunkten durchs Erzgebirge zugleich zum diesjährigen Treffpunkt der internationalen Rogaine-Gemeinschaft: "Das Rogaine dient als Anlass eines Treffen von Australien-Freunden aus ganz Europa beispielsweise aus Slowenien, Österreich, Frankreich oder Holland. Wir haben uns down under kennen gelernt und treffen uns seit dem jährlich. Dieses Jahr wurde Sachsen als Treffpunkt gewählt, und ein Rogaine ist natürlich die perfekte Gelegenheit dafür", fiebert der Veranstalter der Premiere am Fichtelberg entgegen.

Der Sachsen-Rogaine im Internet: http://www.sachsen-rogaine.de

Weitere Informationen gibt Marko Rößler, E-Mail marko.roessler@sachsen-rogaine.de

(Autor: Thomas Doriath)

Mario Steinebach
23.05.2006

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