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Premiere für den Wissenschaftscampus

Studentinnen und Absolventinnen der MINT-Fächer aus ganz Deutschland erhalten in Chemnitz und Freiberg Einblicke in die wissenschaftliche Forschungsarbeit von Frauen

Wie sieht der Alltag von Wissenschaftlerinnen aus? Wie lösen Forscherinnen komplexe Problemstellungen? Wie sehen ihre Karrierewege aus? Diese und viele weitere Themen können etwa 70 Absolventinnen und Studentinnen aus ganz Deutschland vom 12. bis 15. August 2013 beim "Wissenschaftscampus 2013. Das Sprungbrett für Frauen in die Forschung." mit Expertinnen von Forschungseinrichtungen in Chemnitz und Freiberg diskutieren. Veranstalter sind die Fraunhofer-Gesellschaft, vertreten durch das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, die Technische Universität Chemnitz sowie die TU Bergakademie Freiberg.

Die Teilnehmerinnen kommen aus höheren Fachsemestern bzw. sind sie Absolventinnen der Studienrichtungen Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Informatik (MINT). Sie werden sich in Workshops und Vorträgen weiterbilden, sich beraten lassen und Einblicke hinter die Kulissen der Forschungseinrichtungen bekommen. Die Studentinnen und Absolventinnen erfahren auch mehr über ihre eigene Kreativität und ihre Stärken und wie sie diese in der Forschung nutzen können. Die jungen Frauen können an diesen vier Tagen viele nützliche Kontakte für ihre zukünftige Karriere knüpfen.

Priv.-Doz. Dr.-Ing. Welf-Guntram Drossel, Kommissarischer Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, und Prof. Dr. Thomas Geßner, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Elektronische Nanosysteme ENAS, begrüßten die Gäste und informierten über aktuelle Forschungsprojekte und -visionen sowie die internationale Ausrichtung ihrer Institute. Diese reichen von der ressourceneffizienten Produktion bis hin zu autarken Sensornetzwerken zum Monitoring von Freileitungen. Prof. Dr. Arnold van Zyl, Rektor der Technischen Universität Chemnitz, hob die hohe Zahl von 140 Ausgründungen aus der TU Chemnitz hervor, in deren Folge mehr als 700 Arbeitsplätze - insbesondere im MINT-Bereich - generiert wurden. Er zeigte auch, wie wichtig bei Frauen Rollenmodelle für die Wahl von MINT-Studiengängen ist. "Deshalb hoffe ich, dass der Wissenschaftscampus viele Frauen zum Sprung in die Forschung motiviert - vielleicht auch in Chemnitz oder Freiberg", so der Rektor. Dr. Kristina Wopat, Direktorin der Graduierten- und Forschungsakademie und Leiterin der Career Centers der TU Bergakademie Freiberg, schlug auch in diese Kerbe, jedoch aus ganz privater Perspektive. Und Prof. Dr. Martina Schraudner, die das Fachgebiet Gender und Diversity in Organisationen am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb an der TU Berlin leitet, verdeutlichte, wie wichtig Diversity für die Kreativitätsentfaltung in Gruppen ist. "Wer neue Ideen entwickeln will, muss sich öffnen und verschiedene Perspektiven zulassen", appellierte sie an die Teilnehmerinnen des Wissenschaftscampus. Und auch Johannes Warth, der die Gäste motivierend durch die Eröffnungsveranstaltung navigierte und dabei viel Geist versprühte sowie jede Menge Schmunzeln produzierte, sorgte für einen guten Start in die informationsreiche Woche.

Übrigens: Die Fraunhofer-Gesellschaft zählt unter Ingenieuren und Naturwissenschaftlern zu den zehn beliebtesten Arbeitgebern. Sie setzt sich stark dafür ein, Frauen für die Wissenschaft zu begeistern. Auch die beteiligten Technischen Universitäten aus Chemnitz und Freiberg sind bestrebt, den Frauenanteil insbesondere im MINT-Bereich zu erhöhen. Der Wissenschaftscampus 2013, der in Sachsen seine Premiere erlebt, ist ein Beispiel für die umfangreichen Aktivitäten der Veranstalter auf diesem Gebiet.

Von der Eröffnung des Wissenschaftscampus in Chemnitz berichtet auch Sachsen-Fernsehen.

Mario Steinebach
12.08.2013

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