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Faszinierende Reise in die Nanowelt

19. Schüler-Sommerschule für Physik bietet am 9. und 10. Juli 2012 auch für weitere Interessenten spannende Themen

"Es gibt eine Menge Platz da unten", sagte 1959 Nobelpreisträger Richard P. Feynman aus den USA beim jährlichen Treffen der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft und lud ein, ein neues Feld der Physik zu erkunden. Heute ist die Nanotechnologie ein etabliertes und spannendes Forschungsfeld und eröffnet ungeahnte Anwendungen. Am 9. und 10. Juli 2012 werden 64 Schüler der 10. und 11. Klassen aus Gymnasien der Region an der Technischen Universität Chemnitz die faszinierende Nanowelt kennenlernen. "Sie können bei unserer Schüler-Sommerschule am Institut für Physik selbst drei Experimente durchführen. Das Spektrum reicht von der Rastertunnelmikroskopie bis hin zur Herstellung extrem dünner Schichten", sagt Organisator Dr. Steffen Seeger.

"Zudem erfahren sie im öffentlichen Rahmenprogramm, was Nanotechnologie heute schon zu leisten vermag und woran in Zukunft geforscht wird", ergänzt Seeger. Dabei gehen die Jungen und Mädchen auch der Frage nach, ob es möglich sein wird, Nanomaschinen zu bauen und zu beherrschen, die im Körper des Menschen Krankheiten heilen und helfen können, besser zu diagnostizieren. Prof. Dr. Oliver Schmidt, Inhaber der Professur für Materialsysteme der Nanoelektronik an der TU Chemnitz, wird am 9. Juli 2012 um 16 Uhr im Raum N012 des Hörsaalgebäudes, Reichenhainer Straße 90, über aktuelle Entwicklungen seiner Arbeitsgruppe berichten. Er zeigt auf, welche Teile von Nanomaschinen bereits heute realistisch sind. Am 10. Juli geht es dann um "Die verbotene Schönheit der Quasikristalle". Prof. Dr. Michael Schreiber, Inhaber der Professur "Theoretische Physik III - Theorie ungeordneter Systeme" der TU Chemnitz, erläutert im Raum N013 des Hörsaalgebäudes faszinierende quasi-kristalline Strukturen, deren mathematische Grundlagen und physikalische Eigenschaften sowie mögliche Anwendungen. Und er verdeutlicht auch, warum der israelische Physiker Dan Shechtman 2011 den Nobelpreis für die Entdeckung der Quasikristalle bekommen hat. Auch Kunst und Architektur kommen in diesem Vortrag nicht zu kurz. An beiden Vorträgen können auch weitere Interessenten teilnehmen.

Die 19. Schüler-Sommerschule für Physik ist ein gemeinsames Projekt der TU Chemnitz und der Sächsischen Bildungsagentur. Sie wird unterstützt von der Initiative Südwestsachsen und der Sparkasse Chemnitz.

Weitere Informationen erteilt Dr. Steffen Seeger, Telefon 0371 531-33279, E-Mail seeger@physik.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
04.07.2012

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