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Know-how als wichtigstes Kapital

Nachwuchsforscher aus Chemnitz, Mittweida und Zwickau erarbeiten Anwendungen, um Produktions- und Planungsprozesse in kleinen und mittelständischen Unternehmen zu optimieren

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Die Projektgruppe aus Chemnitz, Mittweida und Zwickau. Foto: privat

"Fachkräftemangel, Kostendruck und eingeschränkte Ressourcen prägen gegenwärtig und in naher Zukunft die Wirtschaftlichkeit, die Wettbewerbsfähigkeit und somit die Standortsicherung von kleinen und mittelständischen Unternehmen der Komponentenfertigung und der Zulieferindustrie in Sachsen", schätzt Prof. Dr. Holger Dürr ein, Inhaber der Professur Fertigungslehre an der TU Chemnitz. Seine Professur leitet die Nachwuchsforschergruppe mit dem Titel "Zukunftsorientierte Kompetenzclusterungs- und -generierungsmethoden für Produktionsprozesse klein- und mittelständischer Unternehmen in Sachsen". "Ziel des Projektes ist es, Methoden und Instrumentarien zu entwickeln, die es den kleinen und mittelständischen Unternehmen in Zukunft ermöglichen, vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen und vor allem bestehendes Know-how als das wichtigste Unternehmenskapital zu sichern, zu erweitern und bedarfsgerecht einzusetzen", so Dürr.

Hierfür untersuchen die Wissenschaftler entlang der gesamten Wertschöpfungskette - beginnend von der Produktentwicklung bis hin zur Fertigung und Montage - die Problemstellungen, die heute kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) besonders beeinflussen. Nach einer Art Baukastensystem entwickeln sie Anwendungen und Tools, die die Produktions- und Planungsprozesse in KMU optimieren. Unter anderem kommen dabei Virtual Reality, multimediale Planungssysteme sowie neue Methoden des Wissensmanagements und der Entscheidungsunterstützung zum Einsatz.

Die insgesamt zehn Nachwuchsforscher kommen von den Professuren Fertigungslehre (TU Chemnitz, Projektleitung Prof. Dr. Holger Dürr, Projektkoordination Dr. Thomas Hänel), Produktionswirtschaft und Industriebetriebslehre (TU Chemnitz, Prof. Dr. Joachim Käschel), Produktionsinformatik (HS Mittweida, Prof. Dr. Leif Goldhahn), Wirtschaftsinformatik (WHS Zwickau, Prof. Dr. Tobias Teich) sowie Produktionsplanung und -steuerung (WHS Zwickau, Prof. Dr. Thomas Gäse). "Die TU Chemnitz bietet mit ihrer wissenschaftlichen Expertise auf dem Gebiet der Grundlagenforschung und angewandten Forschung die theoretische Basis für das Forschungsprojekt und die Hochschulen Mittweida und Zwickau bringen das technisch-praktische Know-how sowie Kenntnisse über typische KMU-Problemstellungen und -Anforderungen ein", sagt Dürr. Das Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) für drei Jahre mit 1,8 Millionen Euro gefördert.

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Holger Dürr, Telefon 0371 531-32217, E-Mail holger.duerr@mb.tu-chemnitz.de, sowie Dr. Thomas Hänel, Telefon 0371 531-32658, E-Mail thomas.haenel@mb.tu-chemnitz.de.

Katharina Thehos
02.10.2009

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