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Bild oben: TU-Studentin Janka Engbertz lässt Maßnehmen. Mit Hilfe eines 3D-Bodyscanners werden ihre Körpermaße innerhalb weniger Sekunden berührungslos erfasst. Bild in der Mitte: Anke Klepser von den Hohensteiner Instituten (r.) erläutert Janka Engbertz das Meßergebnis am "digitalen Zwilling" im PC. Bild unten: Auch die deutsche Fußballnationalmannschaft wurde mit dem Scanner vermessen - darunter der Ex-Chemnitzer Michael Ballack. Auf Basis der 3D-Daten wurden Figuren hergestellt, die den Probanden der Reihenmessung als Präsent mit nach Hause gegeben werden. Fotos: Mario Steinebach

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Neue Maße braucht das Land

Passform von Kleidung soll optimiert werden - Reihenmessung "SizeGERMANY" ist bis zum 27. Juni 2008 an der TU Chemnitz zu Gast

Die Körperproportionen der deutschen Bevölkerung haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert - die Deutschen sind heute im Durchschnitt größer und kräftiger als ihre Eltern und Großeltern. Die Folge: Immer mehr Menschen haben Schwierigkeiten, im Handel Bekleidung mit optimaler Passform zu finden. Diese Lücke schließen soll nun eine Reihenmessung vom Textilforschungszentrum Hohensteiner Institute und Human Solutions, dem weltweiten Marktführer im Bereich Vermessung, Bodyscanning und Ergonomie. Deutschlandweit werden bis Ende 2008 insgesamt etwa 12.000 Frauen, Männer und Kinder vermessen.

"Maßnehmen für die Wissenschaft" heißt es nun auch für Studenten, Mitarbeiter und Besucher der Technischen Universität Chemnitz. Bis zum 27. Juni 2008 ist im Uni-Teil Straße der Nationen 62 die deutsche Reihenmessung "SizeGERMANY" mit einem modernen 3D-Scanner zu Gast. Im Raum 010 (Eingang Georgstraße) werden jeden Tag mehrere Personen von Kopf bis Fuß vermessen. Die Terminvergabe erfolgt Montag bis Mittwoch von 10 bis 18 Uhr und Donnerstag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr. Einzelpersonen oder Gruppen können sich für die Messungen an der TU unter der Telefonnummer 07143 271-550 oder über die Website http://www.sizegermany.de anmelden.

"Mit einer Beteiligung an der Reihenmessung kann jedermann helfen, die Passform von Kleidung zu optimieren. Denn nur ständig aktualisierte Körpermaße ermöglichen es den Herstellern und dem Handel, passgenaue Kleidungsstücke zur Verfügung zu stellen, die den vielfältigen menschlichen Körperproportionen gerecht werden", sagt Martin Rupp von den Hohensteiner Instituten. Anhand der Vermessung und Befragung erhält jeder Proband darüber hinaus eine individuelle Beratung zur eigenen Konfektionsgröße. Diese hilft, sich beim Kauf von Bekleidung besser zurechtzufinden.

Bei der Vermessung mittels Scannertechnologie tastet ein Laserstrahl die Körperoberfläche innerhalb weniger Sekunden berührungslos von Kopf bis Fuß ab. Die ermittelten Körperdaten werden anschließend an einen Rechner weitergeleitet, wo sie mittels einer speziellen Software statistisch ausgewertet werden. Auf diese Weise kann wesentlich schneller und für die Testpersonen angenehmer gemessen werden, und es lassen sich deutlich mehr Einzelmaße erfassen, als es früher mit dem Maßband von Hand möglich war.

"Auch die Wissenschaft profitiert von den neuen Maßreihen", so Dr. Holger Unger von der Professur Arbeitswissenschaft an der TU Chemnitz, die die Reihenmessung "SizeGERMANY" in der Vorbereitung mit unterstützt hat. "Die bis heute verwendeten Daten stammen aus Reihenmessungen der 90er Jahre, die zudem nur recht grob zwischen kleinen, mittleren und großen Personen unterscheiden. Eine detaillierte Zusammenstellung aktueller anthropometrischer Daten hilft auch uns Arbeitswissenschaftlern bei der Produkt- und Prozessgestaltung - etwa im Automobilbau oder von Arbeitsmaschinen, die mit der Hand geführt werden", ergänzt Unger.

Weitere Informationen: http://www.sizegermany.de

Mario Steinebach
06.06.2008

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