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Wo Science-Fiction Wirklichkeit wird

Smart, klein, forschungsstark: Festakt und Fach-Symposium zum 35. Geburtstag des Zentrums für Mikro- und Nanotechnologien der TU Chemnitz mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer

Ein Forschungsleuchtturm feiert Geburtstag. Zum 35. Jahrestag der Gründung des Zentrums für Mikro- und Nanotechnologien (ZfM) der Technischen Universität Chemnitz schlug am 9. September 2026 ein Jubiläums-Symposium die Brücke von den herausragenden Erfolgen der letzten Jahrzehnte zu den Perspektiven von Mikrosystemen für eine smarte und nachhaltige Zukunft.

„Das Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien an der TU Chemnitz gehört zu den weltweit führenden im Bereich der Mikrosystemtechnologie und Nanotechnologie“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer beim Festakt auf dem Chemnitzer Garagencampus. „Die hier seit dreieinhalb Jahrzehnten geleistete wertvolle Arbeit gemeinsam mit Partnern wie dem Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme hat mit dazu beigetragen, dass Sachsen heute Europas bedeutendster Mikroelektronikstandort ist.“ Kretschmer hob ebenfalls die hervorragende Positionierung des ZfM und das Engagement des Landes Sachsen für dessen zukünftige Entwicklung hervor: „Exzellente Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sind entscheidend für Innovationen, eigene Stärke, Souveränität und damit auch für unseren künftigen Wohlstand. Es ist deshalb gut, dass hier am Zentrum in Chemnitz ein bereits seit längerem geplanter neuer Reinraum entstehen kann. Dies eröffnet neue Möglichkeiten und stärkt damit den Wissenschaftsstandort und zugleich die Wirtschaft in der Region und in ganz Sachsen.“ Insgesamt ist eine Investition in Höhe von 68 Millionen Euro geplant.

Der Direktor des ZfM, Prof. Dr. Harald Kuhn, betonte in seiner Ansprache, wie wichtig bei allem Stolz auf das seit der Gründung im Jahr 1991 Geleistete die Chancen und Herausforderungen des Zentrums für die Welt von morgen sind: „Mikro- und Nanotechnologie sind das Fundament moderner Innovationen in der heutigen Welt. In jeder Branche, in jedem Lebensbereich leisten sie einen unschätzbaren Beitrag, um Systeme smarter, besser und sicherer zu machen. Die Bedeutung dieser Technologie ist in den 35 Jahren seit Gründung des ZfM dramatisch gewachsen – und das war erst der Anfang! Die Modernisierung unserer Reinraum-Infrastruktur mittels neuem Reinraum wird uns dabei helfen, neue Innovationen die sich durch die rasante Entwicklung der Technologie immer wieder ergeben, im Interesse von Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft voran zu treiben.“

Kuhn wies zudem darauf hin, wie sehr die Einbettung in die Forschungs- und Wirtschaftslandschaft der Region zum Erfolg des ZfM beigetragen hat – und weiter beitragen wird: „Am Smart System Campus, wo unser Zentrum eine zentrale Rolle spielt, schätzen wir vor allem die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Firmen und die starke Wertschöpfung hier in der Region Südwestsachsen. Zu diesem erfolgreichen Umfeld gehören neben der TU Chemnitz und dem Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS auch unsere vielen regionalen Partner sowie das Land Sachsen.“

Der Kanzler der TU Chemnitz, Peter Bernshausen, würdigte in seinem Grußwort die enge Verbindung von Grundlagenforschung und ökonomischer Anwendung am ZfM: „Was heute nach Science-Fiction klingt, kann morgen schon Stand der Technik sein.“ Oberbürgermeister Sven Schulze erkennt in dieser Qualität des ZfM ein Stück „Chemnitz-DNA“ wieder: „Hier wussten Menschen schon früh, wie aus Ideen wirtschaftliche Stärke entstehen kann. Das ist noch heute so.“

Dr. Elisabeth Steimetz von der Europäischen Smart-Systems-Plattform EPoSS gab dem Jubilar zwei neue Aufgaben mit auf den Weg: die Entwicklung von marktfähigen Produkten aus der Forschung zu Quantentechnologien und die Beschäftigung mit autonomen Systemen: „Der Trend geht von Smart Systems zu Autonomous Systems, wie etwa bei Drohnen oder selbstfahrenden Autos.“ Wie Steimetz rief auch Prof. Dr. Martin Hoffmann vom Verbund Forschungslabore Mikroelektronik Deutschland (ForLab) dazu auf, die Lücke vom Labor zum Produkt zu schließen. „Dafür braucht es starke Forschungsstandorte – auch an den Universitäten“, sagte Hoffmann.

Im Anschluss an den Festakt veranstalten Forschende des ZfM, der TU Chemnitz und weiterer Partner-Institutionen ein Fach-Symposium zum Thema „Microsystems for a Smart and Sustainable Future“. Die Themenpalette reicht dabei von Quanten-Computing über die Plasmaforschung bis hin zu Thermo-Mechanik und Sensor-Technologie – ein klarer Beleg für die Diversität und die Relevanz der Arbeit am Zentrum für Mikro- und Nanotechnologie.

Weitere Informationen zum Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien: www.zfm.tu-chemnitz.de/index.php

Multimedia: In der ARD-Mediathek kann der TV-Beitrag „TU Chemnitz liefert sich internationales Forschungswettrennen“ vom MDR-Sachsenspiegel aufgerufen werden. 

Multimedia:

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Detlef Gürtler
09.09.2026

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