Im Fokus: Bedrohliche Veränderungen der politischen Kultur
Prof. Dr. Susanne Rippl vom Arbeitsbereich Politische Soziologie der TU Chemnitz ist Co-Autorin eines Buches, das aufzeigt, wie rechte Narrative die Demokratie unterwandern
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Prof. Dr. Susanne Rippl leitet den Arbeitsbereich Politische Soziologie an der TU Chemnitz. Foto: Lili Hofmann
Rechte Narrative durchdringen zunehmend politische, kulturelle und gesellschaftliche Diskurse. Sie werden gezielt genutzt, um rechte Grundüberzeugungen in der Bevölkerung zu verbreiten. Prof. Dr. Susanne Rippl vom Arbeitsbereich Politische Soziologie der Technischen Universität Chemnitz, und Christian Seipel, Akademischer Rat am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim, erklären in ihrem Buch, das am 22. April 2026 im Kohlhammer-Verlag erschienen ist, wie rechte Akteurinnen und Akteure mit ihren Erzählungen Einfluss auf Meinungen, Medien und Politik nehmen.
Sie zeigen, wie soziale Netzwerke, alternative Plattformen sowie Influencerinnen und Influencer systematisch genutzt werden, um Zweifel zu säen, Feindbilder zu schaffen und demokratische Grundwerte in Frage zu stellen. Anhand konkreter Beispiele werden zentrale Erzählmuster sichtbar gemacht und ihre Wirkung im Alltag, in politischen Entscheidungen und im gesellschaftlichen Miteinander beleuchtet. Und da sich aktuell die täglichen Ereignisse schneller bewegen, als Autorinnen und Autoren sowie Verlage arbeiten können, haben Rippl und Seipel im Vor- und im Nachwort ihres Buches Beispiele aus jüngerer Zeit hinzugefügt.
Bibliographische Angaben: Susanne Rippl, Christian Seipel, Umkämpfte Deutungshoheit: Wie rechte Narrative die Demokratie unterwandern, Kohlhammer, 2026, 136 Seiten, ISBN 3170458582, Preis: 28 Euro
Mario Steinebach
23.04.2026