Diskurs über Bildungsungleichheit, Teilhabe und Integration im Kontext von Migration und Flucht
Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft der TU Chemnitz gestaltete Symposium auf dem 30. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)
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Forschende der TU Chemnitz brachten ihre Expertise beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) ein. Foto: privat
Auf dem 30. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), der vom 22. bis 25 März 2026 in München stattfand, organisierte die Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft der Technischen Universität Chemnitz (Leitung: Prof. Dr. Ulrike Deppe) ein eigenes Symposium zum Thema „Brüche oder Übergänge? Immigrierte und geflüchtete Jugendliche im deutschen Bildungs- und Kinder- und Jugendhilfesystem“.
In vier Beiträgen aus dem durch das BMBFSJ/ESF+-geförderten Projekt „Integration durch Bildung für immigrierte und geflüchtete Jugendliche in den Hilfen zur Erziehung (ImmEr)“ thematisierten die Mitarbeitenden der TU Chemnitz Brüche in den Bildungsbiografien der migrierten Jugendlichen, in Behörden sowie in schulischen und außerschulischen pädagogischen Angeboten:
- „Brüchige Bildungswege? Herausforderungen der (Bildungs-) Integration immigrierter und geflüchteter Jugendlicher in das Bildungs- und Hilfesystem“ von Prof. Dr. Ulrike Deppe und Sarah Klepp
- „Brüche in der Bildungsintegration? Ethnografische Einblicke in die Anforderungen und Praktiken in Behörden“ von Dr. Ulf Bohmann und Sandra Förster
- „Brüche und Übergänge in der pädagogischen Arbeit mit immigrierten und geflüchteten Jugendlichen in Kinder- und Jugendhilfe und Schule“ von Prof. Dr. Ulrike Deppe, Jost Hermann Eisenmenger und Floreal Raul Keller
- „Brüche oder Übergänge? Bildungsbiografien von migrierten Jugendlichen in Hilfen zur Erziehung“ von Dr. Susanne Siebholz und Luisa Burgmer
Das Forschungsprojekt „ImmEr“ hat zum Ziel, die Wahrnehmung, Erfahrung und Bildungsstrategien migrierter und geflüchteter Jugendlicher in Hilfen zur Erziehung im Rahmen von informellen, formalen bzw. non-formalen Bildungssettings empirisch zu untersuchen. Hierfür werden mehrebenenanalytisch und mithilfe von qualitativ rekonstruktiven Forschungsmethoden die Perspektiven, Potenziale und Bearbeitungsstrategien verschiedener bildungsrelevanter Akteure sowie der Jugendlichen selbst in den Blick genommen.
Der Kongress der DGfE, der wichtigsten Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum, bietet alle zwei Jahre die Möglichkeit für einen intensiven fachlichen Austausch der gesamten Disziplin.
Mit ihrer Beteiligung am DGfE-Kongress 2026 leisteten die Forschenden der Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft der TU Chemnitz einen wichtigen Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs über Bildungsungleichheit, Teilhabe und Integration im Kontext von Migration und Flucht.
Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Ulrike Deppe, E-Mail ulrike.deppe@phil.tu-chemnitz.de.
(Autorin: Luisa Burgmer)
Mario Steinebach
23.04.2026