Angela Malz erhielt die Ehrenmedaille der Technischen Universität Chemnitz
Langjähriger Direktorin der Universitätsbibliothek wurde die Auszeichnung in Anerkennung ihrer herausragenden Verdienste für die TU Chemnitz verliehen
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Rektor Prof. Dr. Gerd Strohmeier überreichte die Ehrenmedaille der Technischen Universität Chemnitz an Angela Malz. Foto: Jacob Müller -
Angela Malz: „Ich bin sehr stolz auf diese Auszeichnung, die auch meinem Team und meinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen gebührt.“ Foto: Jacob Müller
Zur Würdigung ihres besonderen Engagements und in Anerkennung ihrer herausragenden Verdienste für die Technische Universität Chemnitz erhielt die Direktorin der Universitätsbibliothek (UB), Angela Malz, die Ehrenmedaille der TU Chemnitz. Der Rektor, Prof. Dr. Gerd Strohmeier, überreichte die Medaille im Rahmen der Ruhestandsverabschiedung am 26. März 2026. „Angela Malz hat die Universitätsbibliothek hervorragend geleitet und viele Erfolge hervorgebracht“, sagte der Rektor. Es sei ihm deshalb eine große Ehre und besondere Freude, ihr die höchste Auszeichnung der TU Chemnitz verleihen zu können. Gern erwähnte der Rektor ein Zitat aus einem Beitrag, der vor wenigen Tagen in der Berliner Zeitung erschienen ist: „Die Universitätsbibliothek dürfte zu den historisch sehenswertesten Orten der Wissenschaftswelt gehören und den Wettbewerb mit Oxford, Cambridge oder Stanford nicht scheuen. Man sollte sie gesehen, besser noch dort studiert haben.“ Eine Einschätzung, über die sich auch Angela Malz und ihr Bibliotheksteam sehr freuen.
Angela Malz ist bereits seit 1984 an der TU Chemnitz bzw. ihren Vorgängereinrichtungen tätig – zuerst als Bibliothekarin und später als Direktionsreferentin. 2006 wurde sie mit der Wahrnehmung der Geschäfte der Leitung der UB beauftragt, seit September 2010 ist sie deren Direktorin. Bereits im Jahr 2006 galt die UB Chemnitz laut Bibliotheksindex (BIX) als wirtschaftlichste Uni-Bibliothek Deutschlands. Zudem war die UB Vorreiterin bei der Nutzung elektronischer Medien. Der bibliothekarische Einsatz der UB für mehr Offenheit in Wissenschaft und Gesellschaft – insbesondere im Bereich Open Access – wurde u. a. in den Jahren 2017 und 2020 mit dem „Open Library Badge“ gewürdigt. Malz ist seit 2013 eine zentrale Akteurin und Moderatorin des „Literarisches Quintetts“, einem gemeinsamen Veranstaltungsformat der UB, der Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft und des Fachschaftsrates der Philosophischen Fakultät. Die größte Herausforderung für Malz war die Zusammenführung der bisherigen Bibliotheksstandorte in der „Alten Aktienspinnerei“. Nach fünfjähriger Bauphase öffnete die neue UB am 1. Oktober 2020. Dem vorausgegangen war ein Umzug von rund 1,2 Millionen Büchern und einem Großteil des umfangreichen Archivgutes der Universität. 2025 beteiligte sich die UB facettenreich am Chemnitzer Kulturhauptstadtjahr. In viele Projekte war Malz mit eingebunden, ebenso in unzählige Veranstaltungen, die in der UB stattfanden. Als herausragende Netzwerkerin suchte sie immer die Nähe zu vielen Einrichtungen in Chemnitz, darunter die Stadtbibliothek, die Städtischen Theater und zahlreiche Museen. Gern berichtete Angela Malz bei ihren Führungen durch die UB von der Geschichte des Hauses und von der erfolgreichen Entwicklung, die die Universitätsbibliothek genommen hat.
„Ich bin sehr stolz auf diese Auszeichnung, die auch meinem Team und meinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen gebührt“, sagte Malz nach der Überreichung der Ehrenmedaille. Auch wenn sie in wenigen Tagen die UB verlasse, werde sie ihrer Universität treu bleiben. „Ich habe mich deshalb bereits in die Alumni-Datenbank der TU Chemnitz eingetragen.“
Stichwort: Ehrenmedaille der Technischen Universität Chemnitz
Um Personen für ihr besonderes Engagement oder außergewöhnliche Verdienste auszuzeichnen, bestehen an der TU Chemnitz mehrere Möglichkeiten. Neben der Ehrendoktorwürde und der Würde eines Ehrensenators bzw. einer Ehrensenatorin wird auch die Ehrenmedaille der Technischen Universität Chemnitz verliehen. Erstmals wurde diese Medaille am 9. Oktober 2007 an Ihre Königliche Hoheit Prinzessin von Thailand Maha Chakri Sirindhorn überreicht, die sich für die Vernetzung zwischen dem King Mongkut`s Institute of Technology North Bangkok sowie weiteren Hochschulen ihres Landes und der Chemnitzer Universität stark gemacht hat. Insgesamt wurde die Ehrenmedaille bisher an 18 Personen verliehen. Hergestellt wurde sie in der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meißen.
Mario Steinebach
26.03.2026