Neue Neurotechnologien – Ethik, Recht und Gesellschaft
Prof. Dr. Bertolt Meyer, Inhaber der Professur Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der TU Chemnitz, bringt am 19. März 2026 seine Expertise bei einer öffentlichen Anhörung des Deutschen Ethikrates ein
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Bertolt Meyer ist Professor für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der TU Chemnitz. Foto: Smina Bluth
Ob in Arbeitswelt, Freizeit, Bildung oder Wellness: Neurotechnologie könnte schon bald zu unserem Alltag gehören. Welche ethischen, rechtlichen sowie gesellschaftlichen Herausforderungen ergeben sich dadurch? In Vorbereitung auf seine Stellungnahme befragt der Deutsche Ethikrat dazu am 19. März 2026 sieben Expertinnen und Experten in einer öffentlichen Anhörung, unter ihnen Prof. Dr. Bertolt Meyer, Inhaber der Professur Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Technischen Universität Chemnitz.
Zur Sprache kommen u. a. Themen wie Gedankenfreiheit, mentale
Selbstbestimmung, Enhancement oder auch der Schutz mentaler Daten. Im Mittelpunkt der Anhörung, die online unter Ethikrat LIVE ab 13:00 Uhr übertragen wird, stehen folgende Fragen:
- Welche Herausforderungen ergeben sich, wenn Neurotechnologien die Gefühle, Aufmerksamkeit oder Gedanken vieler Menschen erfassen oder beeinflussen?
- Wer trägt die Verantwortung, wenn Neurotechnologien angesichts fortschreitender Mensch-Maschine-Kopplungen Prozesse im Gehirn und menschliche Handlungen beeinflussen – womöglich ohne, dass man es merkt?
- Wie können sich Personen und ihr Selbstverständnis durch die Nutzung von Neurotechnologien verändern?
- Welche neuen Abhängigkeiten und Zwänge könnten sich ergeben, wenn Neurotechnologien breit eingesetzt werden, z. B. im Job, in der Bildung oder in anderen Alltagssituationen?
- Welche gesellschaftlichen Risiken ergeben sich angesichts der maßgeblichen Beteiligung großer Tech-Konzerne an aktuellen neurotechnologischen Entwicklungen?
- Wie könnte sich das gesellschaftliche Miteinander verändern, wenn sich infolge allgegenwärtiger Neurotechnologien Normalitätsvorstellungen verändern, Ungleichheit zunimmt oder Werte sich verschieben?
Die Anhörung beginnt um 13:00 Uhr und endet gegen 17:30 Uhr. Der Redebeitrag von Prof. Meyer ist für 13:25 Uhr eingeplant. Das vollständige Programm sowie weitere Informationen finden sich hier.
Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Bertolt Meyer, Telefon +49 (0)371 531-32972, E-Mail bertolt.meyer@psychologie.tu-chemnitz.de.
Mario Steinebach
18.03.2026