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Erfolgreiche Bleibeverhandlungen mit Prof. Dr. Sarah Désirée Lange

Inhaberin der Professur „Schulpädagogik der Primarstufe“ an der TU Chemnitz wurde zur W3-Professorin ernannt

Mit Prof. Dr. Sarah Désirée Lange, Inhaberin der Professur „Schulpädagogik der Primarstufe“ am Zentrum für Lehrkräftebildung und Bildungsforschung, wurden erfolgreiche Bleibeverhandlungen geführt. Nun erhielt sie ihre Ernennungsurkunde zum W3-Professor mit Wirkung zum 1. Februar 2026 aus den Händen von Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz.

An der TU Chemnitz konnte Lange seit ihrer Berufung die Schulpädagogik der Primarstufe in der empirisch-ausgerichteten Grundschulforschung in den Bereichen Lehrkräfteprofessionalität, Informatische Bildung und KI im Unterricht sowie Mehrsprachigkeit und Inklusion in der Grundschule profilieren. In den letzten zwei Jahren hat sie erfolgreich die DFG-geförderte BLUME II-Vignettenstudie durchgeführt und abgeschlossen sowie die empirischen Ergebnisse in 29 Artikeln veröffentlicht – davon 13 Artikel in angesehenen Peer review-Zeitschriften der Erziehungswissenschaft.

In ihrer Forschung setzt sich Lange mit aktuellen globalen und gesellschaftlichen Entwicklungen und ihren Implikationen für die Zukunftsaufgaben der Schulpädagogik auseinander. Besonders nimmt sie drängende Fragen im inklusiven Umgang mit Heterogenität in den Blick sowie grundlegende Bildungs- und Erziehungsprozesse im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung und Fragen zu digitalen Medien im Grundschulunterricht. Für die Lehrkräftebildung sieht sie auch weiterhin forschungsbasierte Lehrkräfteprofessionalisierung und Theorie-Praxisverknüpfungen als zentrale Aufgaben in der Ausbildung von Grundschullehrkräften und hat dazu die inklusive UNIKlasse als Leuchtturmprojekt in der Lehrkräftebildung in Chemnitz aufgebaut und etabliert.

„An der Chemnitzer Grundschule Weststraße haben wir 2025 die erste UNIKlasse in Sachsen eingerichtet, um praxisbezogene Lehrkräfteausbildung auszurichten sowie videobasierte Unterrichtsforschung durchzuführen. Damit haben Studierende die Möglichkeit, Unterricht durchzuführen, zu beobachten, zu reflektieren und sich sowohl aus theoretischer als auch unterrichtspraktischer Perspektive mit der Frage zu beschäftigen, wie inklusiver Unterricht qualitätsvoll gestaltet werden kann. Ich freue mich auf viele spannende Forschungsprojekte und die Erprobung innovativer Lehr-Lern-Formate. Aktuell liegt unser Fokus darauf, Schülerinnen und Schülern informatische Inhalte und Künstliche Intelligenz kindgerecht zu vermitteln“, sagt Lange.

Zur Person: Prof. Dr. Sarah Désirée Lange

Nach ihrem Studium des Lehramts an Grundschulen und des Erweiterungsstudiengangs der Didaktik des Deutschen als Zweitsprache an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg arbeitete Sarah Désirée Lange dort von 2010 bis 2013 als Stipendiatin des Bayerischen Elitenetzwerks am Lehrstuhl für Allgemeine Erziehungswissenschaft I an ihrer Promotion, die sie im Dezember 2015 an der Universität Bamberg im Fach Pädagogik abschloss. Ihre Dissertationsschrift ist auf Englisch verfasst und lässt sich an der Schnittstelle der Schulentwicklung und der Lehrkräfteprofessionalisierung im Kontext der International en und Vergleichenden Erziehungswissenschaft verorten und trägt den Titel „Achieving Teaching Quality in Sub-Saharan Africa – Empirical findings from a Cascade Training“. Für Ihre Promotion erhielt Lange den „Waynne James Outstanding Dissertation Award for Global Education 2017“ der Association of North America.

Es folgte eine Tätigkeit als Akademische Rätin an der Professur für Didaktik der Grundschule an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Im Jahr 2018 wechselte Lange an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wo sie 2023 ihre kumulative Habilitation zum Thema „Lehrkräfteprofessionalität im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen – Mehrsprachigkeit und Fluchtmigration in der Grundschule“ abschloss und die Lehrbefähigung und Lehrbefugnis im Fachbereich Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Grundschulpädagogik erhielt. Für die Einwerbung der DFG-Studie BLUME („ÜBerzeugungen von GrundschulLehrkräften zum Umgang mit MEhrsprachigkeit“) und mittlerweile zwei Zusatzstudien, wurde sie mit dem Forschungspreis der Fakultät für Humanwissenschaften der Universität Würzburg ausgezeichnet.

Am 1. Dezember 2023 wurde Lange an die TU Chemnitz berufen und leitet seitdem die Professur „Schulpädagogik der Primarstufe“ am Zentrum für Lehrkräftebildung und Bildungsforschung. Lange ist Mitglied in mehreren Gesellschaften und Vereinen, u. a. in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, im Grundschulverband e. V. und im Deutscher Hochschulverband. Außerdem ist sie als Gutachterin tätig, u. a. für die Deutsche Forschungsgemeinschaft, den Deutschen Akademischen Austauschdienst sowie zahlreiche Fachzeitschriften auf den Gebieten der Bildungsforschung, Entwicklungspädagogik und Erziehungswissenschaft.

Seit Oktober 2024 leitet sie – mit Prof. Dr. Simone Seitz von der Universität Bozen/Italien – das internationale und interdisziplinäre Forschungsnetzwerk (IRN) bei der World Education Research Association (WERA), an dem 21 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus neun Ländern gemeinsam zu Ungleichheitsfragen an Grundschulen forschen.

Mario Steinebach
29.01.2026

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