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Auf der Suche nach der „Biographie“ eines Buches

Wenn Forschende nach den rechtmäßigen Eigentümerinnen und Eigentümern von Büchern fahnden – Öffentliche Veranstaltung zur Provenienzforschung in der Universitätsbibliothek der TU Chemnitz am 8. April 2025

Schon mal etwas von der Provenienzforschung gehört? Sie widmet sich der Herkunft von Kunstwerken und Kulturgütern. Und auch Bücher rücken zunehmend in den Fokus dieses besonderen Forschungszweiges der Geschichte. Bestimmte Merkmale in und an den Büchern sind vor allem dann von Bedeutung, wenn der Verdacht besteht, dass die Bücher ihren eigentlichen Eigentümerinnen und Eigentümern unrechtmäßig entzogen wurden oder zumindest die Besitzverhältnisse daran unklar sind. Dies ist vor allem bei Kulturgütern aus der Zeit des Nationalsozialismus der Fall, da hier besonders häufig derartige Objekte verfolgungsbedingt unrechtmäßig entzogen oder unter Zwang weggenommen wurden („NS-Raubgut“). Daher stellt dieser Zeitraum auch einen Schwerpunkt der Provenienzforschung dar.

Mit dem besonderen Fokus auf dieses Forschungsgebiet lädt am 8. April 2025 die Universitätsbibliothek der TU Chemnitz gemeinsam mit der Koordinierungsstelle NS-Raubgut an der Landesfachstelle für Bibliotheken, Dresden, zur Veranstaltung „Provenienzforschung – Auf der Suche nach der ‚Biografie‘ eines Buches“ ein. Interessierte können sich ab 17:30 Uhr im IdeenReich der Universitätsbibliothek, Straße der Nationen 33, dem Thema nähern und dabei verschiedene Provenienz-Merkmale, die u. a. für Forschende interessant sind, kennenlernen. Dies sind beispielsweise Stempel, handschriftliche Eintragungen oder in das Buch eingeklebte, zum Teil künstlerisch gestaltete Einleger – oft mit Eigentumsvermerken („Exlibris“) versehen.  

Zu Beginn können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr bereits vorhandenes Wissen zur Provenienzforschung in einem Quiz testen und sich mit Grundlagen zur Provenienzforschung vertraut machen. Anschließend wird Volker Cirsovius von der Koordinierungsstelle NS-Raubgut in einem Vortrag Einblicke in das noch sehr junge Feld der Provenienzforschung und deren Nutzen geben sowie Ergebnisse von bisher durchgeführten Stichproben in den Beständen der Universitätsbibliothek präsentieren. Im Anschluss können verschiedene Provenienz-Merkmale in einer kleinen Buchausstellung ganz plastisch erkundet werden. Darunter finden sich auch einige kuriose Funde.

Weitere Informationen erteilt Dr. Wolfgang Lambrecht, Telefon 0371 531-35679, E-Mail wolfgang.lambrecht@bibliothek.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
31.03.2025

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