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Dissertationspreis für herausragende wissenschaftliche Arbeit

Dr. Jonathan Apell von der Professur Elektronenmikroskopie und Mikrostrukturanalytik der TU Chemnitz erhielt Friedrich-Hund-Dissertationspreis

Dr. Jonathan Apell, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Elektronenmikroskopie und Mikrostrukturanalytik (Leitung: Prof. Dr. Andreas Undisz) der Technischen Universität Chemnitz  wurde am 4. Dezember 2024 mit dem Friedrich-Hund-Dissertationspreis in der Kategorie „Angewandte Forschung“ ausgezeichnet. Der von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung gestiftete Preis wird von der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena vergeben und ist mit einem Preisgeld von 2.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Abschlussarbeiten, die sich durch ihren herausragenden wissenschaftlichen Gehalt, die besondere Originalität der Lösungen sowie durch exzellente Darstellung hervorheben.

„Herr Apell hat mit seiner Dissertation wichtige Beiträge für ein grundlegendes Verständnis früher Oxidationsstadien komplexer Legierungen geleistet. Ohne solche Kenntnisse ist eine Nutzung der Legierungen bei erhöhter Temperatur in der Praxis unrealistisch“, sagt Undisz, der die Forschungsarbeit betreute. Über den Dissertationspreis freut sich Apell sehr: „Ich fühle mich überaus geehrt, diese Auszeichnung zu erhalten, die für mich eine großartige Bestätigung meiner Arbeit darstellt. Ich bin allen dankbar, die zum Gelingen der Arbeit beigetragen haben, und freue mich darauf, auch in Zukunft an innovativen Themen der Werkstoffforschung zu arbeiten.“

Komplexe Legierungen – ausgezeichnete Forschung

Die Ehrung des Nachwuchswissenschaftlers Dr. Jonathan Apell erfolgte für seine Dissertation mit dem Titel „Zur Oxidphasenbildung in den frühen Oxidationsstadien von komplexen Co-Cr-Fe-Mn-Ni-(Cu,Si)-Legierungen“, die er an der Friedrich-Schiller-Universität Jena erfolgreich verteidigte. In seiner Forschung greift er einen neuartigen Ansatz zur Legierungsentwicklung ohne Basiselement auf, der Werkstoffe mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften hervorgebracht hat. In seiner Arbeit befasste er sich insbesondere mit den frühen Oxidationsstadien und den ersten sich bildenden Oxidphasen. So konnten entscheidende Einflüsse der Legierungszusammensetzung und -komplexität aufgeklärt sowie thermodynamische und kinetische Beiträge der Oxidation eruiert werden. Ermöglicht wurde dies durch eine geschickte Kombination experimenteller Methoden, bei der Transmissionselektronenmikroskopie und in-situ-Röntgenbeugung mit Synchrotron-Strahlung besondere Bedeutung zukamen. Die Forschungsergebnisse können langfristig dazu beitragen, den nachhaltigen Einsatz von hochfesten Werkstoffen für Anwendungen bei erhöhten Temperaturen, z. B. in der Erzeugung erneuerbarer Energien, zu ermöglichen.

(Autor: Prof. Dr. Andreas Undisz)

Mario Steinebach
10.12.2024

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