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Pressemitteilung vom 11.03.2022

Zweiter Offener Brief des Rektors zum Krieg in der Ukraine

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende,
liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

wie mit meinem ersten Offenen Brief zum Krieg in der Ukraine vom 3. März 2022 mitgeteilt, hat die TU Chemnitz als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine sowie zur Unterstützung der von der Bundesregierung sowie der Europäischen Union ergriffenen Maßnahmen „mit sofortiger Wirkung sämtliche Kooperationsprojekte, Mobilitäten und gemeinsame Veranstaltungen mit russischen und belarussischen Partnern eingefroren jedoch nicht eingestellt oder beendet.“ Letzteres haben wir, wie ebenfalls in dem Offenen Brief ausgeführt, mit dem Hinweis unterlassen, „dass unsere Partnereinrichtungen in Russland und Belarus nicht für das Handeln ihrer Regierungen verantwortlich sind und aktuell russische und belarussische Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – teilweise unter einem sehr großen persönlichen Risiko – gegen das Handeln ihrer Regierungen eintreten.“

Mit großem Entsetzen und Unverständnis mussten wir nun leider feststellen, dass einige unserer Partnereinrichtungen das Handeln der russischen Regierung offen unterstützen. In einem – von einem Teil unserer Partnereinrichtungen in Russland unterzeichneten – Appell der Russischen Union der Rektoren (https://www-rsr--online-ru.translate.goog/news/2022-god/obrashchenie-rossiyskogo-soyuza-rektorov1/?_x_tr_sl=ru&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=sc) heißt es u. a.: „In diesen Tagen ist es sehr wichtig, unser Land, unsere Armee, die unsere Sicherheit verteidigt, zu unterstützen, unseren Präsidenten zu unterstützen, der die vielleicht schwierigste Entscheidung seines Lebens getroffen hat, eine hart erkämpfte, aber notwendige Entscheidung.“

Aus diesem Grunde hat das Rektorat der TU Chemnitz beschlossen, alle Kooperationen mit russischen Partnereinrichtungen, die diesen Appell unterzeichnet haben, zu beenden. Alle weiteren Kooperationen mit russischen und belarussischen Partnereinrichtungen bleiben weiterhin eingefroren.

Diese Entscheidung erfolgte nicht zuletzt, um unsere Solidarität mit unseren ukrainischen Partnereinrichtungen zu demonstrieren, mit denen wir im Austausch stehen. Zugleich senden wir damit auch ein Signal in Richtung jener russischer Partnereinrichtungen, die den Appell nicht unterzeichnet haben. Wer einen völkerrechtswidrigen Überfall auf einen souveränen Staat gutheißt und unterstützt, kann nicht weiter Partner der TU Chemnitz sein.

Unabhängig davon möchte ich Sie informieren, dass wir in dieser Woche weitreichende Schritte besprochen und eingeleitet haben, um die in meinem ersten Offenen Brief zum Krieg in der Ukraine angekündigten Sofortmaßnahmen (https://www.tu-chemnitz.de/tu/pressestelle/aktuell/11124) zu realisieren. Ich möchte mich an der Stelle auch ganz herzlich bei allen bedanken, die einen entsprechenden Beitrag leisten bzw. leisten wollen.

Mit herzlichen Grüßen / З найкращими побажаннями

Ihr Gerd Strohmeier

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