Forschungsprojekte
Weitere Informationen unter: offen-fuer-argumente.de
Die Kernaufgabe des Verbundprojekts „PartWiss” besteht in der Konzeption und Organisation der gleichnamigen Konferenzreihe. Die jährlich stattfindenden Konferenzen sind als praxisorientiertes und interaktives Forum konzipiert. Ziel des Projekts ist es, den Kompetenz- und Netzwerkaufbau sowie den Wissensaustausch im Bereich Partizipation in der Wissenschaft nachhaltig zu fördern.
Partizipative Ansätze gewinnen in vielen Forschungsfeldern zunehmend an Bedeutung – von der partizipativen Sozial- und Gesundheitsforschung über Citizen Science bis hin zu transdisziplinären und transformativen Forschungsansätzen sowie partizipativer Technikfolgenabschätzung. Diese und andere Forschungsmodi partizipativer und transdisziplinärer Wissenschaft bauen auf einer großen Pluralität von Akteur:innen, Traditionen, Erfahrungen, Theorien und Methoden auf. Diese standen bisher allerdings wenig miteinander im Austausch. Ziel der PartWiss-Konferenzen ist es, den wissenschaftlichen Austausch über die Herausforderungen und Potenziale partizipativer und transdisziplinärer Forschung zu intensivieren und die Vernetzung der Akteur:innen zu stärken.
PartWiss ist ein Verbundprojekt der Technischen Universität Chemnitz, des CeRRI, Fraunhofer IAO, der Technischen Universität Berlin, des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und des Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung. Die Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung e.V., mit:forschen! und das TD-Lab der Berlin University Alliance sind assoziierte Partner:innen des Projektes.
Weitere Informationen unter partizipation-wissenschaft.de
Der Einsatz des Internet of Things (IoT) im „Smarten Zuhause“ verspricht Verbraucher:innen mehr Komfort, Sicherheit und Effizienz im Alltag. Dazu werden vermehrt vernetzte Sensoren eingesetzt, die viele vermeintlich einfache Daten – etwa Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Helligkeit oder Bewegung – erheben. Diese Sensoren werden von Bewohnern oder von Dritten (Vermieter, Verwandte) in Wohnungen installiert, oder sind in Haushaltsgeräten und Alltagsgegenständen wie Smart-TVs integriert. Im Gegensatz zu den Risiken und Implikationen smarter Geräte, die Video und Audio erfassen, wie „intelligente Lautsprecher“, ist insbesondere im öffentlichen Diskurs ein mangelndes Problembewusstsein und Verständnis für Risiken und Implikationen für Privatheit durch vermeintlich einfache Sensordaten festzustellen.
Simplications wird gemeinsam mit Verbraucher:innen die möglichen Implikationen der Nutzung von vermeintlich einfachen Sensoren im Zuhause partizipativ erforschen. Daran anschließend wird Simplications Medien und Interventionen zur digitalen Bildung gestalten und einsetzen, die zu einer informierteren Gestaltung und Nutzung von Sensordaten-Anwendungen im Zuhause beitragen. Diesen kombinierten Ansatz aus partizipativer Forschung und Gestaltung von Bildungsangeboten zum Transfer über zivilgesellschaftliche Organisationen nennen wir Privacy by Co-Design, und wollen dem etablierten Privacy by Design so das Element der Partizipation hinzufügen.
Weitere Informationen unter: https://simplications.tucmi.de/
Im Rahmen des Pilotprojekts untersuchen die Beteiligten, wie der Alltag von pflegenden Angehörigen aussieht und wie dieser durch den Einsatz von Robotik bzw. Technologie unterstützt werden kann.Hierbei erfolgt einerseits eine qualitative Exploration des Alltags der pflegenden Angehörigen, andererseits werden partizipativ mögliche technische Hilfestellungen erarbeitet. Pflegende Angehörige und zu pflegende Personen werden dafür als Co-Designer:innen und Expert:innen ihrer Lebenswelt angesprochen. Wir möchten die Teilnehmer:innen in Workshops ermächtigen, eigene Lösungsvorschläge für die Unterstützung ihres Alltages mittels Robotik/Technik zu ermöglichen.
Die in den Workshops geäußerten Vorstellungen, Szenarios und Prototypen werden gemeinsam mit den Beteiligten kritisch reflektiert, inwiefern sie das Potential haben, die Vereinbarkeit von Pflege und Erwerbstätigkeit zu erhöhen. Damit entsteht ein klareres Bild, welche Hindernisse pflegende Angehörige mit Blick auf die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege haben, und wo Chancen und Limitationen technischer Lösungen wie Robotik liegen.
Eine ausführliche Beschreibung findet sich in der Projektbroschüre: Bischof, A. (Hg.) (2025): "Pflege als Problem und Technik als Lösung? Kritische Positionen und neue Methoden für das Co-Design mit pflegenden Angehörigen."
Das Ziel des Nachfolgeprojektes NUMIC 2.0 besteht in der nachhaltigen Veränderung des Verkehrsverhaltens der Bürgerinnen und Bürger sowie im Empowerment verschiedener Akteure zur qualifizierten Mitsprache in Verkehrsplanungsprozessen. Daraus ergeben sich soziale Wirkpotenziale zur Aktivierung der Gesellschaft, die mit den normativen Zielen nachhaltigen Mobilitätsbewusstseins auf die ökologischen Wirkpotenziale einer nachhaltigen Stadtplanung ausstrahlen. Die Zusammenarbeit zwischen kommunaler Verwaltung und Wissenschaft unter starker Einbindung der unterschiedlichen Akteure soll als transdisziplinäre Arbeitsweise die Wirkungspotenziale verstärken.
Weitere Informationen unter: https://numic.city/
Unser Anliegen ist es, die Entwicklung von Kompetenzen und Netzwerken sowie den Wissensaustausch im Bereich der Teilhabe an Wissenschaft nachhaltig zu fördern. Im Rahmen des deutschen Wissenschaftsjahres "nachgefragt!" 2022 sind die verschiedenen wissenschaftlichen Communities, Akteure aus dem Bereich der Partizipation und natürlich auch Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen eingeladen, die Landschaft partizipativer Formate zu kartieren, inhaltliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu definieren und in Arbeitsgruppen Erfolgsfaktoren für Partizipation in der Forschung zu diskutieren.
Weitere Informationen unter: https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/wissenschaft/chancen-und-grenzen-der-partizipation-der-wissenschaft
Weitere Informationen unter: https://www.hochschulwettbewerb.net/2022/chemnitz/
Um Forschungs- und Designpraktiken neu zu gestalten und alternative Visionen für Roboter in der Pflege zu entwickeln, braucht es neue interdisziplinäre Kooperationen und neue Methoden der Gestaltung und Evaluation. Unsere interdisziplinäre Konstellation aus Designern, HCI-Forschern, Robotikern und STS-Wissenschaftlern wird uns in die Lage versetzen, von Grund auf neu zu überdenken, wie Pflegeroboter aussehen und "funktionieren" sollten, und dabei zeitgemäße Designmethoden in einem Rapid-Prototyping- und Design-getriebenen Ansatz anzuwenden.
Weitere Informationen unter: http://www.rethicare.info/
Das "Stadtlabor" wird fortgeführt, weitere Informationen unter: https://medien.informatik.tu-chemnitz.de/stadtlabor-chemnitz/