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Juniorprofessur Soziologie mit Schwerpunkt Technik
Abschlussarbeiten
Juniorprofessur Soziologie mit Schwerpunkt Technik 

Allgemein

Generell sollten sich BA- und MA-Arbeiten an den Forschungs- und Lehrschwerpunkten der Professur orientieren, sind aber nicht darauf begrenzt. Die Themenwahl erfolgt zunächst selbstständig, wird dann aber mit der/dem Betreuer:in und in den entsprechenden Kolloquien abgestimmt und präzisiert. Üblicherweise kommt es zu einer Entwicklung des Themas über den Verlauf der Arbeit.

Die grundlegenden Forschungsschwerpunkte der Professur sind folgende:

  • Phänomene der Digitalisierung von Arbeit (bspw. Plattformökonomie, Clickworking, Gigwork, Remote Work, etc.)
  • Roboter in Alltagswelten / Mensch-Roboter-Interaktion / Sozialrobotik
  • Automatisierung von Kommunikation / Interaktion mit und durch Algorithmen
  • Partizipation in der Wissenschaft und Technikentwicklung
  • Arbeiten mit methodischen Schwerpunkten (Grounded Theory, mixed methods, Digital Humanities)
  • (Smarte) Technik und ältere Menschen

Zum Umgang mit ChatGPT und generativer KI in Lehre und Studium an der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften wurde von der Taskforce ChatGPT eine Handreichung erarbeitet. Diese finden Sie hier.


Methoden, Daten & Paradigmen

Die Mitarbeiter:innen der Professur können Expertise in einer breiten Auswahl an nicht-standardisierten Methodologien der Sozialforschung (sog. "qualitativen Methoden") anbieten. Dazu gehören Traditionslinien wie das Vorgehen nach der Grounded Theory-Methodologie (Pentzold, Bischof & Heise 2018), lebenswelt-orientierte Ansätze nach Schütz und Bohnsack, Ansätze aus den Science and Technology Studies (wie bspw. Akteur-Netzwerk-Theorie) und praxistheoretische Analysen von Interaktionen.

Übliche Erhebungsformen in diesen Paradigmen sind qualitative Interviews, teilnehmende Beobachtungen, Gruppendiskussionen und die Analyse von Webinhalten (wie bspw. Foren-Threads oder Bildanalysen). Zudem ist die Arbeit mit historischen Quellen oder die Analyse von Textkorpora, wie etwa Policy-Dokumenten oder Zeitungsartikeln, möglich. Die Auswertung dieser Daten geschieht üblicherweise sequenzanalytisch (Erhard & Sammet 2018) beziehungsweise nach spezifischen Interpretationsformen, wie beispielsweise der dokumentarischen Methode. Wir empfehlen Ihnen, sich mithilfe des Lehr- und Arbeitsbuches "Qualitative Sozialforschung" von Przyborski und Wohlrab-Sahr (2021) einen Überblick über diese Methoden, ihre Implikationen und ihr Zusammenspiel zu verschaffen (insb. Kapitel 1, 2 & 5).

Abschlussarbeiten müssen sich aber nicht ausschließlich auf die oben genannten Paradigmen beziehen. Wir betreuen sehr gerne auch Theorie- und Literaturarbeiten mit techniksoziologischem Bezug. Außerdem wollen wir Arbeiten, die mixed methods-Ansätze oder Designmethoden (wie co-design oder cultural probes) verfolgen, und Kombinationen von qualitativen und digitalen Methoden (wie bspw. web scraping oder topic modelling) unterstützen. Wir sind neugierig und offen.


Kooperation mit Unternehmen, NGOs oder externen Forschungseinrichtungen

Wir sind sehr interessiert daran, Abschlussarbeiten, die in Unternehmen, NGOs oder externen Forschungseinrichtungen durchgeführt werden, zu ermöglichen und zu betreuen. Insbesondere im Masterstudiengang "Digitale Arbeit" haben sich Kooperationen mit Softwareunternehmen, produzierender Industrie, Forschungsprojekten an anderen Hochschulen oder Instituten wie dem ISF München als sehr produktiv und gewinnbringend für die Absolvent:innen erwiesen.

 

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